CPU-Kühler: Bauweisen Tower, Top-Blow und Passiv
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Wir geben euch viele Wissenstipps zur Belüftung eures PCs, Luft- und Wasserkühlung und mehr. Es gibt auch eine Marktübersicht mit 18 kompakten CPU-Kühlern.
CPU-Luftkühler: Tower, Top-Blow und Passiv
Im Großen und Ganzen gibt es vier verschiedene Typen von CPU-Kühlern, von denen drei zu den Luftkühlern gehören: Tower, Passiv und Top-Blow. Die vierte Sorte sind Wasserkühler, wobei man dabei ein Komplettset, auch AiO für "All in One" genannt, oder alternativ eine komplett selbst zusammengestellte Wasserkühlung kaufen kann. Zu Wasserkühlungen haben wir später noch ein eigenes Kapitel parat. Aber zuerst zu den Luftkühlern: Prinzipiell heißen diese Kühler deswegen Luftkühler, da ihre Kühlkörper die Wärme von der CPU aufnehmen und dann an die umgebende Luft abgeben.
Die bei Spiele-PCs am weitesten verbreitete und von uns auch empfohlene Art sind dabei die Tower-Kühler. Sie heißen so, da sie von der CPU-Fläche aus nach oben reichen und meist deutlich höher als breit sind und daher turmartig wirken. Sie haben eine Kühlerfläche, die die Wärme der CPU aufnimmt und durch Heatpipes nach oben in den eigentlichen Kühlkörper führt. Der Kühlkörper hat zahlreichen Kühlrippen, die die Wärme dann die Luft abgeben. Damit die Luft sich nicht staut, bläst ein am Kühlkörper angebrachter Lüfter die warme Luft weg und holt gleichzeitig frische Luft heran. Dabei ist es üblich, dass die Luft "nach hinten" ins Gehäuse geblasen wird, wo ja wiederum ein Gehäuselüfter sitzt und die warme Luft herausbläst.
Prinzipiell gilt: Je größer der Kühler, desto einfacher kann die Hitze von der CPU an die Luft geleitet werden und desto mehr Wärmeentwicklung einer CPU kann der Kühler bewältigen. Für besonders stromhungrige oder übertaktete CPUs braucht man daher eine gewisse Mindestgröße. Aber auch bei normalen CPUs sind möglichst große Kühler gut, wenn man einen leisen Betrieb will.
Quelle: Be quiet
Den be quiet! Shadow Rock LP (Top-Blow) gibt es schon seit 2015.
Denn auch der Lüfter kann dann etwas größer ausfallen und muss nicht mehr so schnell drehen im Vergleich zu einem kleineren Lüfter. Bei sehr großen Kühlern muss man aber bei der Höhe sowie auch einem möglichen Konflikt mit RAM-Riegeln, sofern sie einen eigenen Kühlkörper haben, aufpassen.
Wichtig: Es gibt natürlich auch relativ kleine Kühler, die trotzdem eine gute Kühlung schaffen, sowie große, eher mäßige Modelle. Schaut vor einem Kauf also nicht nur auf die Maße, sondern auch auf Tests und Erfahrungsberichte.
Top-Blow und passive Kühler
Kommen wir nun zu den Top-Blow-Kühlern, die nichts mit irgendwelchen Erotiksternchen zu tun haben. Es geht vielmehr darum, dass es einen eher flachen, aber breiten und tief liegenden Kühler gibt, auf oder in dem ein Lüfter sitzt. Der Lüfter wiederum pustet frische Luft nach unten - daher Top-Blow".
Die von der CPU und dem Kühler erwärmte Luft entweicht dann zu den Seiten hin. Diese Bauart ist für kleine Gehäuse gedacht, in denen selbst ein kleiner Tower-Kühler mit einer Gesamthöhe von nur 13 bis 14 Zentimetern zu groß wäre.
Nur 5 der gut 250 im Handel erhältlichen Top-Blow-Modelle messen über 13 Zentimeter, über 90 Prozent aller Modelle sind unter 10 Zentimeter hoch, und fast 140 dieser Modelle messen sogar maximal nur 6 Zentimeter in der Höhe.
Die letzte Sorte bei den Luftkühlern sind die passiven Kühler. Sie heißen so, da sie keinen eigenen Lüfter haben. Im Grunde sind sie den Tower-Kühlern sehr ähnlich, werden aber in aller Regel vor allem, was die Breite und Länge angeht, eher ausladend gebaut.
Vor allem für einen Spiele-PC braucht man freilich am Ende trotzdem noch Lüfter - sie sitzen dann eben an den Gehäusewänden und nicht direkt auf dem Kühler und sorgen für einen Luftstrom, damit die warme Luft zwischen den Kühlrippen fortgeschafft wird.
Man kann übrigens auch einige der größeren normalen Tower-Kühler durchaus passiv betreiben, wenn man keine stromhungrige CPU hat und nicht übertaktet. In dem Fall kann ein normaler, ordentlicher Luftstrom im Gehäuse schon ausreichen und das Fehlen des Lüfters am Kühlers kompensieren. Dies sollte man aber in Ruhe testen, bevor man es dauerhaft einrichtet.
