CPU-Kühler: Tipps zu Luftstrom, Kühler-Arten und mehr sowie Marktübersicht Kompaktkühler

Special Antonio Funes
CPU-Kühler: Tipps zu Luftstrom, Kühler-Arten und mehr sowie Marktübersicht Kompaktkühler
Quelle: Alpenföhn

In unserem Special gibt es Wissenswertes zu vielen Themen rund um die Kühlung eines Gaming-PCs. Es geht um den Luftstrom im PC-Gehäuse, Lüfter und deren Ansteuerung, die Kühler-Arten Tower, Top-Blow und Passiv sowie Wasserkühler. Wir geben zudem Tipps zum CPU-Kühler-Kauf und bieten eine Marktübersicht mit 18 kompakten CPU-Kühler mit Höhen von 33 bis 145 Millimetern.

Nachdem wir uns in der letzten Woche um einen Frühjahrsputz für euren PC kümmerten und darin Tipps zum Reinigen, aber auch einen kleinen Schwerpunkt zum Thema CPU-Kühler hatten, wollen wir heute das Thema Kühlung vertiefen. Es geht dabei um Konzepte für die Belüftung eures Gehäuses, Gehäuselüfter, CPU-Kühler sowie das Ansteuern von Lüftern. Zudem erklären wir, welche Luftkühler-Arten es für CPUs gibt und was wiederum die Vor- und Nachteile einer Wasserkühlung sind. Wir haben zudem auch 18 kompakte CPU-Kühler für eine Marktübersicht herausgesucht.

Wir starten aber mit der prinzipiellen Belüftung eures PCs. Bewährt hat sich dabei ein Luftstrom, der von vorn nach hinten durch das Gehäuse geht. Dabei wird die warme Luft hinten durch einen Gehäuselüfter herausgeblasen. Moderne Grafikkarten sind zudem seit einer Weile so gebaut, dass sie die warme Luft durch Rippen an ihrer Rückseite aus dem Gehäuse blasen, daher wird ein großer Teil ihrer Abwärme durch die Lüfter der Grafikkarte selbst aus dem Gehäuse befördert. Der hintere Gehäuselüfter wiederum bläst die warme Luft heraus, die im Bereich über der CPU und dem RAM entsteht.

Dabei braucht man theoretisch vorn im Gehäuse keine Lüfter, da frische Luft auch allein durch den Druckunterschied hereingesaugt wird. Es entsteht dabei ein Luftzug, der von vorn nach hinten verläuft und tendenziell eher von unten nach oben gerichtet ist.

Es ist trotzdem sinnvoll, vorn einen oder zwei Lüfter zu platzieren, um dies auch aktiv zu unterstützen. Dabei kann man aber dann auf Lüfter setzen, die eine eher kleine Umdrehungszahl haben und somit leise drehen.

Größere Lüfter oft leiser

Wenn möglich, dann nehmt zudem stets eher größere Gehäuselüfter. Denn je größer ein Lüfter ist, desto langsamer muss er im Vergleich zu einem kleineren, von der Preisklasse her vergleichbaren Lüfter drehen, um die gleiche Luftmenge zu bewegen. Neben den Gehäuselüftern kommt für den CPU-Kühler auch noch ein Lüfter dazu.

Alphacool Core Quelle: Alphacool Beispiel Alphacool Core: Es gibt 120mm- und 140mm-Modelle mit jeweils verschiedener maximaler Drehzahl. Wenn ein Gehäuse es durch die Anzahl an Einbauplätzen erlaubt, könnt ihr auch noch mehr Lüfter einbauen - oftmals ist oben Platz für zwei oder gar drei Lüfter, bei manchen Gehäusen sind auch im Boden Einbauplätze. Oben platziert man in der Regel Luft ausblasende Lüfter, unten Luft einsaugende Lüfter. Auch Radiatoren, die für Wasserkühlungen verwendet werden, sind dort einbaubar und haben dann wiederum eigene Lüfter.

Allerdings kann es immer dann, wenn man in der Summe viele Lüfter hat, passieren, dass sich die vielen Luftströme gegenseitig stören und ihr mit mehr Lüftern einen lauteten und/oder wärmeren PC habt, als wenn ihr nur zwei bis drei Gehäuselüfter insgesamt verwendet.

Tools und mehr für die Lüftersteuerung

Mit Hilfe von Tools könnt ihr die Lüftergeschwindigkeit der meisten Grafikkarten sowie den Lüfter, die am Mainboard angeschlossen sind, ansteuern. Mit dem MSI Afterburner lässt sich beispielsweise eine individuelle Lüfterkurve für die Grafikkarte festlegen - ihr könnt damit zum Beispiel für einen leisen PC die Lüfter bis zu einer Temperatur von 60 Grad bei nur 20 Prozent sehr langsam drehen lassen und erst bei 90 Grad die volle Drehzahl zulassen.

Von 60 bis 90 Grad steigt die Drehzahl dann linear langsam an. Für die Gehäuselüfter verwendet ihr am besten ein Tool des Mainboardherstellers. Auch hier könnt ihr für die Drehzahl eine Lüfterkurve individuell festlegen, es gibt zudem auch oft Profile für einen leisen, normalen oder auf besonders niedrige Temperaturen ausgelegten Betrieb.

Einige Gehäuse bieten eine Lüftersteuerung, bei denen ihr per Drehregler festlegt, wie viel Strom die mit der Steuerung verbundenen Lüfter erhalten und wie schnell sie somit drehen. Wer will, der kann sich auch eine Lüftersteuerung für einen internen USB-Port kaufen, die über eine eigene Software ansteuerbar ist, wobei manche der Steuerungen nur mit Lüftern desselben Herstellers einwandfrei funktionieren.

  1. Seite 1 CPU-Kühler: Luftstrom im Gehäuse und Lüfter
  2. Seite 2 CPU-Kühler: Bauweisen Tower, Top-Blow und Passiv
  3. Seite 3 CPU-Kühler: Wasserkühlungen
  4. Seite 4 CPU-Kühler: Tipps zum Kauf und Marktübersicht
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