Computex 2022: Mainboards, PCIe 5.0 und SSDs

Special Antonio Funes
Computex 2022: Mainboards, PCIe 5.0 und SSDs
Quelle: Asrock

Wir fassen die für Gamer wichtigen Hardware-News der Computex 2022 zusammen, bei der AMD und Nvidia allerdings zum Thema Grafikkarten leider schwiegen.

Mainboards, PCIe 5.0 und SSDs

Die Keynote von AMD über die Ryzen 7000er-Prozessoren sowie die damit verbundenen neuen Chipsätze für den Sockel AM5 nutzten Partner-Hersteller, um im Rahmen der Computex entsprechende Mainboards vorzustellen. Wüsste man nicht, dass AMD erst den Herbst als Release für die Ryzen 7000er-CPUs und somit den Sockel AM5 nennt, könnte man anhand der präsentierten Mainboards beinahe denken, dass man schon in den nächsten Tagen die Modelle in Onlineshops bestellen kann. Ganz so schnell wird aber nicht gehen - trotzdem scheinen einige Hauptplatinen im Grunde genommen bereits für die Massenproduktion bereitzustehen.

Wir beginnen mit dem, was Gigabyte auf der Computex zeigte, nämlich an vorderster Front vier Mainboards: das X670 Aorus Xtreme und X670 Aorus Master sowie das X670 Pro AX und X670 Aero D. Alle vier Modelle bieten PCIe 5.0 für die M.2-Slots sowie den x16-Grafikkarten-Slot. Aber auch für Intel Sockel 1700 gibt es etwas Neues: Das Z690 Aorus Xtreme. Mit dem Aorus Model S bringt Gigabyte zudem einen Mini-PC auf den Markt, der einen Intel Core i7-1200K mit einer Nvidia GeForce RTX 3070 und zwei PCIe4.0-M.2-SSD mit je 2TB koppelt.

Bei Asus stand das Sockel AM5-Flaggschiff im Vordergrund, das Asus ROG Crosshair X670E Extreme. Es bietet zwei PCIe 5.0-Steckplätze und satte fünf M.2-Slots (vier davon mit PCIe 5.0), außerdem verfügt es über WiFi und bietet überdurchschnittlich viele Anschlussoptionen für Kühler und Temperaturfühler.

Ein Schmankerl für Freunde der Individualisierung ist eine LED-Matrix auf der Platine, mit der man Animationen im Retro-Stil darstellen kann. Um den Ein- und Ausbau zu erleichtern, hat Asus unter anderem den Q-Release mit eingebaut, mit dem Grafikkarten leichter aus dem Slot herauszunehmen sind. Asus verspricht zudem ein besonders hochwertiges Audio-Erlebnis und weist darauf hin, dass freilich noch weitere neue Mainboards für den Sockel AM5 auf den Markt kommen werden.

Auch MSI zeigte Neues rund um den Sockel AM5: In der besonders großen E-ATX-Bauweise kommen das MEG X670E Godlike und MEG X670E ACE, als normale ATX-Platinen das MPG X670E Carbon WiFi und Pro X670-P Wifi. Unter anderem betont MSI hierbei, dass die für die vorderen Gehäuseanschlüsse gedachten USB-Anschlüsse bis zu 60 Watt Strom liefern können, sodass man über die vorderen PC-Ports beispielsweise auch Schnellladefunktionen von Top-Smartphones nutzen kann.

Kommen wir zu ASRock. Vor vielen Jahren war die Firma noch der Billig-Ableger von Asus, hat sich aber schon längst zu einer eigenständigen Marke mit soliden Hardwareprodukten gemausert, und zwar neben Grafikkarten vor allem auch bei Mainboards. Dementsprechend ist auch ASRock mit dabei, wenn es um Sockel AM5-Mainboards geht.

Angekündigt ist das X670E Taichi, von dem es auch eine Sonderedition mit dem Namenszusatz Carrara geben wird. Letztere bietet eine Marmoroptik, bei der Weiß als Basisfarbe dient, die Marmorierung ist Grau bis Schwarz. Bis auf die Optik sind beide Modelle identisch und haben zwei PCIe 5.0-Slots im x16-Format sowie vier M.2-Slots, von denen drei PCIe 4.0 und einer 5.0 bieten. Auch WiFi ist mit an Bord.

Rund um den Sockel AM5 waren auch SSDs mit PCIe 5.0-Anbindung ein Thema, was über einen M.2-Slot des Mainboards verwirklicht wird. Durch die schnellere Anbindung sind SSDs möglich, die noch mehr Gigabyte pro Sekunde scheffeln können als die bisherigen Top-Modelle via PCIe 4.0. Allerdings ist der Nutzen solch schneller SSDs eher etwas für Anwender, die wirklich häufig große Datenmengen bewegen wollen

Für die Ladezeiten von Spielen ist aber kaum ein Effekt zu erwarten, da das Laden nicht ausschließlich aus dem Lesen und Bewegen von Daten besteht. Der große Vorteil zu einer Festplatte, nämlich die Wegfallenden Zugriffszeiten, kommen bereits bei einer SATA-SSD zur Geltung. Trotzdem ist für künftige Games damit zu rechnen, dass eine schnelle SSD ein Vorteil ist, wenn vor allem bei Open World-Titel Inhalte in Echtzeit nachgeladen werden sollen.

  1. Seite 1 Computex 2022: Nvidia ohne RTX-Neuheiten
  2. Seite 2 Computex 2022: AMD mit Ryzen 7000 und Sockel AM5
  3. Seite 3 Computex 2022: Mainboards, PCIe 5.0 und SSDs
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