Computex 2022: PCIe 5.0 und AM5-Mainboards sowie wenig Neues von AMD und Nvidia
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Vom 23. bis 27. Mai fand in Taipeh (Taiwan) die große Hardware-Messe Computex statt. Was AMD und Nvidia bei den für Spieler wichtigen Themen verkündeten, was leider eher dürftig. Wir fassen trotzdem das wesentliche zusammen, inklusive Mainboards für den Sockel AM5 von AMDs Partnerherstellern und PCIe 5.0 für kommende Grafikkarten und SSDs.
In den letzten Tagen fand in Taipeh (Taiwan) die große Hardware-Messe Computex statt. Noch immer warf die Covid 19-Pandemie einen Schatten auf die Messe, die als Präsenz-Veranstaltung zuletzt im Jahr 2019 stattfand. In diesem Jahr waren zwar nun nach der Pause auch Firmenvertreter und Journalisten vor Ort, allerdings deutlich weniger als noch vor Beginn der Pandemie. Auf der Computex präsentierten neben zahlreichen anderen Ausstellern, auch die zwei Konkurrenten AMD und Nvidia einige Neuheiten respektive Pläne für kommende Produkte.
Besonders wichtig waren dabei die sogenannten Keynotes, also vorbereitete und auch als Stream im Internet gesendete Präsentationen, in denen wichtige Ankündigungen und Produkte vorgestellt werden. Auch Firmen wie Asus und Gigabyte hatten Dinge mit im Gepäck, die für kommende Aufrüstungen von Spiele-PCs oder auch für Neukäufe eines kompletten Systems eine Rolle spielen können. Wir fassen daher an dieser Stelle die wichtigsten Informationen zu PC-Hardware zusammen, die auf oder im Rahmen der Computex an die Öffentlichkeit gelangt sind - allerdings ging es bei den Keynotes von AMD und Nvidia eher enttäuschend zu, wenn man es aus Gamer-Sicht betrachtet.
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Nvidia: Ultraschneller Monitor, aber RTX 4000 kein Thema
Vor Beginn der Computex war an sich für viele Beobachter die einzige Frage, was Nvidia neben der nächsten Grafikkarten-Generation RTX 4000 denn noch an weiteren Neuigkeiten verkünden könnte. Nach der Keynote von Nvidia war aber die Enttäuschung im Gamer-Lager groß - denn das Team Green redete über viele Dinge, nur nicht über RTX 4000 und die dazu gehörende Architektur Ada Lovelace.
Vielmehr nutzte Nvidia die Keynote neben einigen eher für Geschäftskunden wichtigen Dingen rund um Cloud-Computing nur dazu, um einige, zum Teil neue Features rund um Raytracing, DLSS und Reflex zu erklären sowie einen neuen Gamer-Monitor vorzustellen. Der Monitor entsteht in Zusammenarbeit mit Asus und bietet eine Bildwiederholrate von bis zu 500 Hertz. Nvidia und Asus vermarkten den Monitor als den schnellsten eSport-Monitor der Welt. Bisherige Monitore arbeiten meist mit 144 bis 180 Hertz, die schnellsten Modelle kommen auf 360 Hertz.
Quelle: Nvidia
Asus und Nvidia präsentierten einen ultraschnellen Gaming-Monitor.
Um die hohe Bildwiederholfrequenz umzusetzen, arbeitet der neue Monitor mit einem TN-Panel, und zwar einer modernisierten Variante der inzwischen bereits sehr alten Technik. TN-Panels sind bekannt dafür, schnelle Umschalt- und Reaktionszeiten zu bieten, dafür aber in Sachen Knackigkeit von Farben und Kontrasten einem IPS- oder VA-Panel unterlegen zu sein.
Sie ebneten aber wegen der vergleichsweisen günstigen Produktion damals, als Röhrenmonitore noch als Standard galten, den Umstieg auf flache und gleichzeitig für Gaming geeignete Monitore. Offenbar sind für den angekündigten besonders schnellen Asus-Monitor wirklich nur eSport-Gamer die Zielgruppe, denen Geschwindigkeit über alles geht, da in deren Matches zum Teil wirklich ein Vorteil von vielleicht nur einer Millisekunde die Entscheidung bringen kann.
Für Hobby-Gamer, selbst wenn man ambitionierter unterwegs ist, sind aber weder die Auflösung von nur 1080p (1920x1080 Pixel) noch die Größe von nur 24 Zoll zeitgemäß. Wir empfehlen hierbei eindeutig eher einen größeren Monitor mit WQHD (2560x1440 Pixel) und ab 144 Hertz. Der neue Asus-Monitor diente Nvidia übrigens auch zur Vorstellung von Reflex, einer Technik, die die Latenz zwischen PC und Monitor aktiv verringern soll. Reflex ist bei bestimmten Spielen verfügbar, zudem muss Monitor Reflex ebenfalls unterstützen.
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