PCs aufrüsten: CPU-Empfehlungen und Beispiel-Kits Teil 1
Special
Wir haben viele Tipps zum Aufrüsten parat und acht Aufrüst-Kits für euch zusammengestellt. Auch auf die Kombination der Kits mit Grafikkarten gehen wir ein.
Empfehlenswerte CPUs
Für einen Gaming-PC, der über einige Jahre Freude bereiten soll, empfehlen wir mindestens eine Sechskern-CPU. Mehr als acht Kerne sind wiederum nur selten sinnvoll. Bei AMD sticht der Ryzen 5 5600X für 200 Euro als Sechskerner hervor - wer acht Kerne will, fährt mit dem zwar in Spielen nur wenig stärkeren, aber dafür eben mit mehr Kernen ausgestatteten Ryzen 7 5700X (280 Euro) oder 5800X (300 Euro) sehr gut.
Die absolute Top-CPU ist der Ryzen 7 5800X3D, der allerdings bisher nicht für Übertaktungen freigegeben wurde und beim Preis-Leistungs-Verhältnis mit 490 Euro schlechter als die genannten AMD-CPUs dasteht. Dafür ist er aber in Spielen 15 bis 20 Prozent schneller. Im Einsteigerbereich bietet AMD den attraktiven Ryzen 5 5500 für 120 Euro. Bei Intel hängt die Wahl natürlich auch davon ab, ob ihr übertakten möchtet. Für den günstigen Einstieg ohne Übertaktung ist der Core i3-12100F für 100 Euro ideal, der allerdings nur vier Kerne (acht Threads) bietet. Sechs Kerne (12 Threads) sind mit dem Core i5-12400F drin, den es für 190 Euro gibt.
In diesem Artikel
Er liegt bei Preis-Leistung mit dem Ryzen 5 5600X gleichauf - bei AMD gibt es aber potenziell die günstigeren Mainboards. Für Übertakter ist der Core i5-12600KF für 275 Euro ein Tipp, der 10 Kerne (6 Haupt-, plus 4 Nebenkerne) und 16 Threads hat und in etwa so stark wie ein Ryzen 7 5700X oder 5800X ist.
Teurere Intel-CPUs lohnen sich eher nicht - wer aber unbedingt mehr will, nimmt den Core i7-12700KF für 420 Euro, der allerdings nicht stärker als der 400 Euro teure Ryzen 9 5900X ist. Die folgende Tabelle zeigt euch das aktuelle Preis-Leistungs-Verhältnis der wichtigsten CPU-Modelle von AMD und Intel. Je kleiner der Wert im Feld "Preis-Leistung" ist, desto besser ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in Bezug auf die Spiele-Power:
| CPU | Kerne (Threads) | Leistung | Preis | Preis-Leistung |
|---|---|---|---|---|
| AMD Ryzen 5 5500 | 6 (12) | 64 | 120 € | 188 |
| Intel Core i3-12100F | 4 (8) | 70 | 100 € | 143 |
| Intel Core i5-12400F | 6 (12) | 78 | 190 € | 244 |
| AMD Ryen 5 5600X | 6 (12) | 82 | 200 € | 244 |
| AMD Ryzen 7 5700X | 8 (16) | 82 | 280 € | 341 |
| Intel Core i7-12700F | 12 (20) | 85 | 340 € | 400 |
| AMD Ryzen 7 5800X | 8 (16) | 87 | 300 € | 345 |
| Intel Core i5-12600K | 12 (16) | 84 | 275 € | 327 |
| AMD Ryzen 9 5900X | 12 (24) | 87 | 400 € | 460 |
| Intel Core i7-12700KF | 12 (20) | 88 | 420 € | 477 |
| AMD Ryzen 9 5950X | 16 (32) | 88 | 540 € | 614 |
| Intel Core i9-12900K | 16 (24) | 94 | 580 € | 617 |
| AMD Ryzen 7 5800X3D | 8 (16) | 100 | 490 € | 490 |
Beispiel-Kits Teil 1
Wir haben im Grunde genommen schon vorweggenommen, welche Prozessoren in unsere engere Auswahl fallen, um darauf basierend einige Aufrüst-Kits zu erstellen. Doch bevor wir konkrete Vorschläge aus CPU, Mainboard und RAM nennen, wollen wir zuerst anhand einer Tabelle zeigen, welche Optionen es mit ein und demselben Budget geben kann.
Wir nehmen je drei CPUs von AMD und Intel aus verschiedenen Preisklassen und kombinieren sie mit fünf verschiedenen Mainboard-Preisklassen. In der folgenden Tabelle seht ihr dann in den entsprechenden Feldern den jeweiligen Gesamtpreis für ein Paket aus CPU, einem Mainboard aus der genannten Preisklasse sowie 16GB DDR4-RAM (3200MHz):
| Prozessor | Mainboard 60€ | Mainboard 100€ | Mainboard 130€ | Mainboard 170€ | Mainboard 250€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Core i3-12100F(100€) | n.E. | 250 € | 280 € | 320 € | 400 € |
| AMD Ryzen 5 5500 (140€) | 250 € | 290 € | 320 € | 360 € | 440 € |
| Core i5-12400F (190€) | n.E. | 340 € | 370 € | 410 € | 490 € |
| AMD Ryzen 5 5600X (200€) | 310 € | 350 € | 380 € | 420 € | 500 € |
| Core i5-12500KF (275€) | n.E. | 425 € | 455 € | 495 € | 575 € |
| AMD Ryzen 7 5700X (280€) | 390 € | 430 € | 460 € | 500 € | 580 € |
Solltet ihr 32GB RAM nehmen wollen, addiert einfach 50 Euro dazu. Man sieht unter anderem, dass man je nach Budget gleich mehrere Entscheidungen treffen kann.
Ein Beispiel: Von einem Core i3 kombiniert mit einem Edel-Mainboard bis hin zu einem Ryzen 7 mit einem absoluten Einsteigermainboard gibt es mehr als fünf Möglichkeiten, um 390 bis 430 Euro auszugeben. Beachtet bei Intel aber, dass man zum Übertakten ein Mainboard für über 150 Euro benötigt beziehungsweise umgekehrt ein teures Mainboard keinen Sinn macht, wenn man keine K- oder KF-CPU nutzt.
