PCs aufrüsten: Passendes Mainboard auswählen

Special Antonio Funes
PCs aufrüsten: Passendes Mainboard auswählen
Quelle: PC Games Hardware

Wir haben viele Tipps zum Aufrüsten parat und acht Aufrüst-Kits für euch zusammengestellt. Auch auf die Kombination der Kits mit Grafikkarten gehen wir ein.

Mainboard auswählen

Wie ihr auch unserem Special zum Thema CPUs vom 24. Juni entnehmen könnt, sind bei Prozessoren aktuell ganz eindeutig die Mainstream-Sockel AMD AM4 und Intel 1700 als Plattform zu empfehlen. Unter Umständen kann für Sparfüchse auch noch der Intel Sockel 1200 in Frage kommen, wenn es um absolute Budget-PCs geht. Der Sockel eines Mainboards gibt vor, welche Prozessoren rein mechanisch überhaupt verbaut werden können. Daher müssen CPU und Mainboard stets den gleichen Sockel haben, um zueinander kompatibel zu sein.

Es kann aber passieren, dass eine CPU und ein Mainboard trotz identischem Sockel nicht kompatibel zueinander sind - dies ist primär dann der Fall, wenn es um ein älteres Mainboard und eine neu herausgebrachte CPU-Familie geht. Hier kann zwar ein BIOS-Update helfen, es kann aber auch sein, dass nur ein moderneres Mainboard hilft. Dabei sind die Chipsätze des Mainboards wiederum eine Hilfe. So ist etwa der Sockel AMD AM4 inzwischen fünfeinhalb Jahre alt und umfasst vier CPU-Hauptfamilien (1000, 2000, 3000 und 5000).

Bei den AM4-Chipsätzen begann es mit 300er-Namen, danach kam noch der Chipsatz X470 und schließlich die 500er-Familie. Die 500er-Chipsätze sind das Mittel der Wahl, wenn man beim CPU-Neukauf auf einen AMD Ryzen setzen will.

Vor allem der Chipsatz B550 bietet eine riesige Auswahl schon ab 70 Euro bis in den High-End-Übertakter-Bereich für weit über 200 Euro hinein. Übertakten kann man fast jede Ryzen-CPUs unabhängig vom verwendeten Mainboard - selbst mit dem Chipsatz A520, für den es Mainboards ab 50 Euro gibt. Der X570-Chipsatz richtet sich wiederum an Enthusiasten.

Beim Sockl 1700 von Intel gibt es die meisten Mainboards in Varianten für DDR4- sowie DDR5-RAM - hier ein MSI Pro Z690-A DDR4 Quelle: MSI Beim Sockl 1700 von Intel gibt es die meisten Mainboards in Varianten für DDR4- sowie DDR5-RAM - hier ein MSI Pro Z690-A DDR4 Bei Intel gibt es für den Sockel 1700 unter anderem den Chipsatz Z670, der als einziger eine (sinnvolle) Übertaktung ermöglicht. Entsprechende Mainboards kosten allerdings mindestens 160 Euro, außerdem benötigt ihr gleichzeitig eine CPU mit einem K oder KF hinter der Modellnummer.

Die K- und KF-CPUs sind zwar bei Standardtakt ein wenig schneller, aber auch merkbar teurer als die nicht übertaktbaren Sockel 1700-CPUs. Wenn ihr nicht übertakten wollt oder wegen des ausgewählten CPU-Modelles nicht übertakten könnt, ist ein günstigeres Mainboard mit einem B- oder H-Chipsatz die richtige Wahl - ab etwa 90 Euro geht es bei Intel los.

Ganz allgemein gilt aber, egal ob AMD oder Intel, dass die Spieleleistung nicht beziehungsweise in einem sehr geringen Maße vom Mainboard abhängt, sofern man die CPU nicht übertaktet. Insofern muss es kein teures Mainboard sein, sondern man beschränkt sich auf die Dinge, die man unbedingt benötigt. Beachtet nur, dass das Mainboard vom Formfaktor her in euer Gehäuse passt.

In aufsteigender Größe sind die wichtigen Formfaktoren Mini-ITX, µATX, ATX und E-ATX. Das Gehäuse muss mindestens den Formfaktor bieten, den das Mainboard hat.

Was die Ausstattung des Mainboards angeht: Selbst günstige Modelle bieten genügend Anschlüsse verschiedener Art sowie schnelles LAN und einen Soundchip. Solltet ihr eine ungewöhnlich große Menge an USB-Anschlüssen benötigen, oder zum Beispiel auch viele Anschlüsse für Lüfter oder LED-Zubehör, schaut ihr euch entsprechend auf Preisvergleichswebsites um, wo man nach zahlreichen Kriterien filtern kann.

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  3. Seite 3 PCs aufrüsten: CPU-Empfehlungen und Beispiel-Kits Teil 1
  4. Seite 4 PCs aufrüsten: Beispiel-Kits Teil 2 und Preise mit Grafikkarten
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