PC Aufrüsten: CPU und Mainboard wechseln
SpecialFür moderne Games ist irgendwann ein neuer PC fällig - oder eine Aufrüstung des derzeitigen PCs. Genau um diese Variante geht es in unserem Special. Wir beantworten die Frage, was und warum man aufrüsten sollte. Zudem beschreiben wir eine Aufrüstung in Sachen Grafikkarte, CPU, Mainboard und RAM etwas genauer und gehen auch noch auf das Aufrüsten weiterer Komponenten ein.
CPU wechseln - meist viel Arbeit
Sollte eine neue CPU fällig werden, dann wartet in der Regel viel Arbeit auf euch. Damit meinen wir nicht, dass man für einen CPU-Wechsel den CPU-Kühler ab- und wieder aufmontieren muss. Vielmehr ist es so, dass CPUs - sofern man nicht beim Kauf für eine schon zu dem Zeitpunkt eher schwache CPU auswählt - sehr lange durchhalten, bevor man sie wechseln muss. In der Regel vergeht bis zu einem nötigen Wechsel daher also am Ende so viel Zeit, dass man ohnehin zu einer neuen Plattform, also einem anderen, moderneren Sockel wechseln sollte und auch ein neues Mainboard sowie RAM fällig wird.
In diesem Artikel
Eine modernere, aktuelle Plattform bietet zum einen nämlich für das gleiche Geld mehr Leistung als eine mehrere Jahre alte Plattform. eurer derzeitigen CPU. Zum anderen gibt es für den älteren Sockel nach einigen Jahren gar keine CPUs mehr als Neuware im Handel.
Quelle: PC Games Hardware
Der Sockel AM4 passend für CPUs wie den Ryzen 5 3600.
Hier wäre zwar noch der Kauf einer Gebraucht-CPU eine Option, aber in vielen Fällen lohnt sich selbst das nicht. Wer beispielsweise einen Core i5 für die Sockel 1155 oder 1150 hat oder gar noch einen AMD-Prozessor für den Sockel AM3+ und nun an seine Grenzen stößt, der sollte am besten direkt zum Sockel Intel 1200 oder AMD AM4 wechseln. Durch den neuen Sockel wird, wie schon gesagt. auch neues RAM und natürlich auch ein neues Mainboard nötig. Windows müsst ihr zwar nach dem Wechsel nicht zwingend neu installieren - es ist aber durchaus empfehlenswert, vor allem wenn die aktuelle Installation schon einige Jahre her ist. Bei dieser Gelegenheit könnt ihr auch einiges an Programmen und mehr ausmisten, und auch der Kauf einer schnellen M.2-SSD zumindest für Windows kann man perfekt mit einem Wechsel des CPU-Sets (also Mainboard, CPU und RAM) verbinden, sofern das Budget es zulässt. Der Wechsel des CPU-Sets ist vom Prinzip her nicht schwierig, muss aber mit Obacht vollzogen werden. Entfernt zuerst alle Kabel (Strom, USB und so weiter) vom Mainboard. Dann entfernt ihr die Schrauben, mit denen das Mainboard fixiert wurde, und hebt das Mainboard vorsichtig aus dem Gehäuse - wir empfehlen, das Gehäuse auf seiner rechten Seite liegend zu platzieren, so dass man das Mainboard "nach oben" entnehmen kann.
Quelle: Asrock
Anschlüsse eines ASRock Z390 Phantom Gaming X inklusive Slotblech
Entfernt nun noch das Slotblech, also das Blech, was hinten im Gehäuse steckt und die externen Anschlüsse des Mainboards für USB, LAN und so weiter schützt. Dort steckt ihr nun das Slotblech des neuen Mainboards ein. Hinweis: Manche, vor allem hochwertigere Modelle, haben inzwischen kein separates Slotblech mehr, sondern der Bereich ist ab Werk abgedichtet gefertigt. Hier entfällt logischerweise das Einsetzen eines Slotblechs. Das neue Mainboard baut ihr nun genau so ein wie das alte, sofern das Bauformat identisch ist. Ansonsten beachtet entsprechend, wo es mehr oder weniger Schrauben zum Fixieren benötigt. Am einfachsten geht der Einbau, wenn man zuerst den Slotblech-Bereich korrekt platziert und den Rest des Mainboards dann langsam passend zu den Schraubgewinde-Punkten absenkt. Die CPU, das RAM und oftmals auch den Kühler kann man schon vor dem Einbau des Mainboards auf selbigem montieren. Wie man die CPU genau in den Sockel einlegt, das Mainboard verschraubt und mehr, auch zu anderen Komponenten, könnt ihr noch ausführlicher in unserem PC-Selbstbau-Special vom Monat Februar nachlesen. Dort erinnern wir euch an die zahlreichen Kabel, die man beim neuen Mainboard anschließen muss.
