Gaming-PC aufrüsten: Tipps zum Wechsel von Grafikkarte, CPU, RAM und mehr
SpecialFür moderne Games ist irgendwann ein neuer PC fällig - oder eine Aufrüstung des derzeitigen PCs. Genau um diese Variante geht es in unserem Special. Wir beantworten die Frage, was und warum man aufrüsten sollte. Zudem beschreiben wir eine Aufrüstung in Sachen Grafikkarte, CPU, Mainboard und RAM etwas genauer und gehen auch noch auf das Aufrüsten weiterer Komponenten ein.
In unserem heutigen Special kümmern wir uns um das Aufrüsten eines Gaming-PCs im Allgemeinen. Das heißt: welche Gründe gibt es für eine Aufrüstung? Was genau gilt überhaupt als Aufrüstung? Und was sollte man beim Wechsel von Komponenten, vor allem von Grafikkarte, CPU oder RAM beachten? Diese Dinge werden wir auf den nächsten vier Seiten unter die Lupe nehmen.
In diesem Artikel
Ein wichtiger Tipp aber direkt zu Beginn: Nehmt den PC für alle Tätigkeiten komplett vom Stromnetz, entfernt auch Geräte, die mit dem PC verbunden sind und eine eigene Stromversorgung haben. Erdet euch zu guter Letzt noch (zum Beispiel an einen Heizungskörper oder Wasserhahn packen), bevor ihr an der Hardware herumdoktort.
Aufrüstung - was und warum?
Für eine Aufrüstung gibt es zwei prinzipielle Gründe: Entweder, der PC schafft eure neuen Games nicht mehr in den gewünschten Details, vielleicht noch nicht einmal bei niedrigsten Details, oder aber die Spiele laufen zwar noch gut genug, aber ihr wollt trotzdem mehr FPS (Bilder pro Sekunde).
Quelle: PC Games Hardware
Falls die aktuelle CPU wirklich der Flaschenhals ist, schafft schon ein Ryzen 5 3600 für 170 Euro für viele Jahre Abhilfe. Inklusive Mainboard und 16GB RAM kommt man auf etwa 350 Euro.
Es geht beim Aufrüsten eines Spiele-PCs in dem Sinne, wie wir hier eine Aufrüstung definieren wollen, um ein Verbessern der Spieleleistung, also um einen Wechsel der Grafikkarte oder CPU und in Einzelfällen um mehr Arbeitsspeicher. Falls ihr euch eine neue Festplatte oder SSD oder auch ein Gehäuse oder Netzteil, vielleicht auch einen CPU-Kühler gönnen wollt, ist dies zwar strenggenommen auch eine Aufrüstung. Dies ist aber nicht der Kern unseres Specials, obgleich wir auch zu diesen nicht für die Spieleleistung relevanten Dingen am Ende noch ein paar Tipps geben wollen. Zuerst müsst ihr natürlich wissen, ob es eher die Grafikkarte oder die CPU ist, welche ein flüssiges Spielen in den gewünschten Detailstufen und Auflösungen verhindert. Dies herauszufinden kann manchmal schwierig sein, aber CPUs sind oftmals noch stark genug, selbst wenn sie schon mehr als fünf Jahre alt sind. Man kann grob sagen: Ein Core i5 der 2000er-Serie (Sockel 1155) wäre noch nicht zu schwach für moderne Spiele und sollte - sofern die Grafikkarte stark genug ist - nicht der Grund dafür sein, dass Spiele ruckelig laufen. Es gibt aber Ausnahmen - so laufen einige Multiplayer-Modis oftmals erst mit acht Kernen oder Threads rund. Sollte es also selbst mit einer ordentlichen Grafikkarte, die laut Tests von Fachredaktionen in euren Lieblingsgames mehr als 40 bis 50 FPS liefern sollte, Ruckler geben, könnte am Ende doch die CPU fällig sein, sofern ein Fehler durch andere Ursachen (zum Beispiel eine defekte Festplatte oder Treiberprobleme) ausgeschlossen werden kann.
Quelle: PC Games Hardware
Eine neue Grafikkarte wie beispielsweise diese Asus ROG GeForce RTX 2070 Super bringt euch in der Regel auch in Verbindung mit älteren CPUs auf einen sehr guten Stand, um aktuelle Games zu genießen.
Bei Grafikkarten ist aller Erfahrung nach früher ein Wechsel nötig, vor allem wenn ihr normalerweise eher im Preisbereich von 200 bis 400 Euro zugreift. Top-Karten halten länger durch, aber nach vier bis fünf Jahren stößt selbst ein ehemaliges Top-Modell manchmal an seine Grenzen. Und wenn man höhere Ansprüche hat, was man bei Käufern von Top-Grafikkarten durchaus vermuten darf, kann selbst ein Top-Modell für einige Gamer schon nach zwei bis drei Jahren zu wenig sein. Solltet ihr unsicher sein, dann lest Tests und Berichte und schaut, wie viel stärker eine neue, für euch bezahlbare Grafikkarte im Vergleich zu eurem jetzigen Boliden ist. 20 Prozent mehr Leistung für 600 Euro sind wenig. 30 Prozent FPS-Plus für gute 300 Euro - zum Beispiel, wenn man eine Nvidia GeForce GTX 1070 durch eine AMD Radeon RX 5700 ersetzen würde - sehen schon attraktiver aus. Wirklich lohnend wäre eine RX 5700, wen man eine Nvidia GeForce GTX 970 ersetzt, denn hier sind es über 100 Prozent mehr Leistung für einen Preis von ab etwa 310 Euro.
Dies sollen aber nur Beispiele sein, wie ihr das Leistungsplus und den dafür fälligen Preis bewerten könnt - konkrete Kauftipps werden wir in unserem heutigen Special nicht geben. Diese findet ihr aber in unseren Specials zu Gaming-Grafikkarten sowie zu Prozessoren anlässlich der neuen Intel-10000er-CPUs. Obgleich beide Specials (Stand 26. Juni 2020) erst zwei respektive vier Wochen alt sind, können die aktuellen Preise etwas von denen vom Zeitpunkt unserer Specials abweichen - trotzdem geben euch beide Specials einen guten Überblick.
