Gaming-PCs: CPU-Mainboard-Kombinationen, Grafikkarten
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Wir haben 4 Gaming-PCs von 610 bis 1940 Euro zusammengestellt und geben euch zudem viele Tipps, was ihr bei der Auswahl von Komponenten beachten solltet.
CPU-Mainboard-Kombinationen
AMD und Intel verwenden zum Teil einige sehr ähnlich klingende Chipsatz-Namen, was beim Kauf verwirrend sein kann. Alle aktuellen Mainboard-Chipsätze haben Namen, die aus einem Buchstaben und drei Ziffern bestehen. Die erste Ziffer gibt, vereinfacht gesagt, die Generation an. Beim AMD Sockel AM4 gibt es die 300er-, 400er- und 500er-Reihen, wobei wir zu den modernsten, also 500er-Mainboards raten. Beim Sockel AM5 haben wir es mit 600er-Chipsätzen zu tun. Bei Intel wiederum gibt es für den Sockel 1200 die Generationen 400 und 500, für den Sockel 1700 die Reihen 600 und 700.
Das Problem bei: Sowohl bei AMD als auch bei Intel gibt es Chipsätze, die mit einem B beginnen, sodass hier eine Verwechslungsgefahr besteht: B460, B560 und B660 sind Intel-Chipsätze, B450, B550 und B650 hingegen gehören zu AMD. Ansonsten weichen die Buchstaben ab: Bei AMD gibt es die X-Chipsätze für die Topmodelle sowie A-Chipsätze für den Einstieg, bei Intel begegnen euch die Buchstaben H und Q für die Mittelklasse zu Z für die Top-Mainboards, ab und an zudem auch noch R und W-Chipsätze.
Um eine Verwechslung zu vermeiden, solltet ihr bei Preisvergleich-Websites oder im Shop eurer Wahl die Mainboard-Kategorie wählen, die den gleichen Sockel wie die gewünschte CPU hat.
Wir empfehlen zudem für den Sockel AM4 die Chipsätze B550 oder X570, beim Sockel Intel 1200 einen 500er-Chipsatz. Beim Sockel AM4 gibt es ohnehin nur 600er-Chipsätze, für Intels Sockel 1700 könnt ihr 600er- oder 700er-Mainboards nehmen. Wichtig bei Intel: Falls ihr die CPU übertakten wollt, muss die CPU ein K und das Mainboard ein Z in der Modellnummer haben.
Doch welche CPUs sind derzeit zu empfehlen? Wir haben eine Tabelle erstellt, die euch 8 CPUs, genauer gesagt je 4 aktuelle Preis-Leistungs-Tipps von AMD und Intel zeigen wird, wobei wir euch auch einen Leistungsindex angeben. Dieser drückt das Verhältnis der durchschnittlichen Spieleleistung zwischen den CPUs aus, allerdings für geringe Details und Auflösungen.
Je anspruchsvoller ein Spiel und sein Detailmodus sind, desto geringer werden die Leistungsabstände zwischen den CPUs. Wir kombinieren alle 4 CPUs für unsere Tabelle mit drei verschiedenen Mainboard-Preisklassen, um euch den Einfluss der Mainboard-Wahl auf den Gesamtpreis zu verdeutlichen. Rein von der Leistung her schadet es keiner der CPUs, wenn ihr das günstigste Mainboard wählt:
| Prozessor | Preis | Leistung | Kerne (Threads) | MB 80 Euro | MB 150 Euro | MB 200 Euro |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Intel Core i3-12100F | 95 € | 60 | 4 (8) | 175 € | 245 € | 295 € |
| Intel Core i3-13100F | 120 € | 66 | 4 (8) | 200 € | 270 € | 320 € |
| Intel Core i5-12400F | 150 € | 70 | 6 (12) | 230 € | 300 € | 350 € |
| AMD Ryzen 5 5600X | 150 € | 71 | 6 (12) | 230 € | 300 € | 350 € |
| AMD Ryzen 7 5800X | 190 € | 74 | 8 (16) | 270 € | 340 € | 390 € |
| AMD Ryzen 7 5800X3D | 290 € | 82 | 8 (16) | 370 € | 440 € | 490 € |
| Core i5-13600KF | 310 € | 84 | 14 (20) | 390 € | 460 € | 510 € |
| AMD Ryzen 7 7800X3D | 410 € | 100 | 8 (16) | 490 € | 560 € | 610 € |
Für 16GB DDR4-RAM rechnet jeweils 35 Euro hinzu, für 32GB etwa 65 Euro, Beim Sockel AM5 sind es 60 und 90 Euro, da ihr hier das teurere DDR5-RAM nehmen müsst. Für den Intel Sockel 1700 gibt es Mainboards für DDR5-RAM, aber auch zahlreiche Modelle für DDR4-RAM.
Leistungsseitig macht es kaum etwas aus, wenn man beim Sockel 1700 nur DDR4-RAM verwendet. Für Grafikkarten haben wir eine aktuelle, grafische Preis-Leistungs-Übersicht erstellt, zur besseren Übersicht auf zwei Grafiken verteilt.
Der PL-Wert (Preis-Leistungs-Wert) basiert auf dem Quotienten aus Preis und einem Leistungsindex, bei dem die AMD RX 7900 XT-Reihe den Wert von 100 hat. Eine Grafikkarte mit einem Wert von 50 wäre also halb so schnell. Je kleiner der PL-Wert, desto besser:
Quelle: Antonio Funes
Preis-Leistung August Grafikkarten bis 340 Euro
Quelle: Antonio Funes
Preis-Leistung August Grafikkarten ab 390 Euro
Beachtet bitte: Je nachdem, um welche Grafikkarten-Reihe es geht, kann es sein, dass nur 2-3 weitere Modelle so günstig sind wie das Modell, das wir als Rechengrundlage verwendet haben. Liegen zwei Reihen beim PL-Wert nah beieinander, können also schon 20 bis 40 Euro das Verhältnis umkehren.
Zudem gilt natürlich, dass die Leistungswerte nur Durchschnittswerte sind. Je nach Spiel können die Abstände auch anders aussehen, zudem punktet Nvidia bei Spielen mit Raytracing - eine im Vergleich zur AMD-Konkurrenz ähnlich schnelle Nvidia RTX-Grafikkarte bricht bei aktiviertem Raytracing merkbar weniger stark ein wie das AMD-Modell.
