AV-Receiver: HDMI Anschlüsse, weitere Anschlüsse, besondere Features

Special Antonio Funes

An einen AV-Receiver könnt ihr viele verschiedene Geräte anschließen und Sound auch in Surround genießen - unser Special erklärt alles Wissenswerte dazu, für Spieler und Filmfans gleichermaßen. Wir zeigen euch, worauf ihr achten müsst und geben euch konkrete Kauftipps.

Anschlüsse: HDMI

Für modernes Entertainment ist allerdings HDMI das entscheidende an einem AVR, denn die meisten AVRs haben drei oder mehr HDMI-Eingänge und einen HDMI-Ausgang. Ihr könnt jedes Gerät, das HDMI besitzt, an der AVR anschließen, dort den Sound HDMI-Kabel Quelle: Archiv HDMI-Kabel (natürlich auch in Surround) abgreifen und über die Boxen ausgeben. Das Bild könnt ihr wiederum an einen ebenfalls am AVR angeschlossenen LCD-Monitor oder LCD-TV senden. Die meisten AVRs bieten auch eine Durchschleif-Funktion an, das heißt: ihr könnt den Ton weiterhin über euren LCD-TV hören - und zwar selbst dann, wenn der AVR ausgeschaltet ist. Schließlich will man vielleicht nicht jeden Film oder jede TV-Sendung mit den "großen" Boxen hören, sondern auch mal - vor allem zu fortgeschrittener Uhrzeit - über die Boxen des LCD-TVs. Auch PC-Gamer dürfen sich freuen, denn bei moderneren Grafikkarten mit HDMI-Ausgang ist ein Audio-Chip integriert, der auch Spiele per HDMI in Surround zu einem AVR übertragen kann. Bei AMD-Karten ist dies schon länger der Fall, Nvidia hat hier inzwischen aber auch nachgezogen. Es kann allerdings im Einzelfall einiger Aufwand nötig sein, bis man alles korrekt konfiguriert hat - danach steht aber dem Spielen von Games mit Surroundsound per AVR nichts mehr im Wege.

Anschlüsse: Video, Radio, USB, LAN

Ein AVR kann noch weitere Anschlüsse besitzen. Manches spielt nur für Sonderfälle eine Rolle, wie zum Beispiel analoge Videoeingänge. Einen Anschluss für ein Antennenkabel, um Radio zu hören, besitzen allerdings alle AVRs, denn das Wort "Receiver" Pioneer VSX-421 Quelle: Pioneer Pioneer VSX-421 steht eigentlich für "Empfangsgerät". Ein normaler Receiver im Hifi-Bereich ist nämlich nichts anderes als ein Stereoverstärker mit Radio, die Bezeichnung AV(Audio Video) kam hinzu, nachdem Receiver durch ihre Anschlussoptionen auch für Geräte mit Bildsignalen sich als Heimkino-Schaltzentrale etablierten. Strenggenommen kann es einen AVR auch ohne Surroundfähigkeit geben, aber wer von "AV-Receiver" spricht, meint stets einen surroundfähigen AVR. Neuere AVRs besitzen auch oft einen USB-Anschluss, der für USB-Datengeräte genutzt werden kann, um zum Beispiel MP3 abzuspielen - meist ist auch eine iphone/ipod-Kompatibilität vorhanden. Durch einen LAN-Anschluss kann ein AVR auch über Netzwerk mit Mediendateien versorgt werden. Bei USB und LAN gilt aber, dass ihr euch modellabhängig genauer informieren müsst, was diese Anschlüsse wirklich alles ermöglichen.

Weitere Features eines AVRs

AVRs beherrschen dank ihrer Elektronik noch weitere komfortable Features. Oftmals könnt ihr jedem Kanal, also DVD-Player, PC und so weiter, einzeln eine eigene Lautstärke zuweisen. Wenn zum Beispiel euer CD-Player im Vergleich zu den anderen Geräten sehr laut ist, könnt ihr dessen Kanal dauerhaft um zum Beispiel drei Dezibel absenken. Natürlich könnt ihr auch die Boxenlautstärke einzeln anpassen. Steht die eine Box weiter von euch entfernt als die andere? Dann könnt ihr die weiter entfernte Box einfach als Sony STR DH720 Quelle: Sony Sony STR DH720 Standardkonfiguration um zum Beispiel zwei Dezibel lauter machen, um dies auszugleichen. Vor allem für Surroundsound bei Filmen stehen euch zudem immer einige Effekt-Programme zur Verfügung, die den Sound im Vergleich zum Originalen Soundsignal leicht abändern. Das ist nicht selten eine eher sinnlose Spielerei, teilweise hört sich ein Film aber mit dem passenden Programm auch besser an, zum Beispiel wenn Actioneffekte klarer dargestellt werden und ähnliches. Sinnvoll sind vor allem Dinge wie ein Nachtmodus, bei dem dafür gesorgt wird, dass Stimmen deutlicher zu hören sind und laute Effekte eingedämmt werden. Für Musik gibt es Programme, die zum Beispiel eine Konzerthalle simulieren und einen entsprechenden Hall mit hineinbringen. Puristen wählen wiederum einen Modus, bei dem der Sound völlig unbearbeitet zu den Boxen weitergeleitet wird. Für Musik könnt ihr bei AVRs wahlweise nur Stereo mit den beiden Frontboxen nutzen, Stereo plus Subwoofer oder auch die Musik auf alle Boxen verteilen lassen, um eine Art Discofeeling zu erzeugen.

Bildergalerie

  1. Seite 1 AV-Receiver: aktiv und passiv; der Trend zu AV-Receivern
  2. Seite 2 AV-Receiver: Boxenanschlüsse, analoge und digitale Anschlüsse
  3. Seite 3 AV-Receiver: HDMI Anschlüsse, weitere Anschlüsse, besondere Features
  4. Seite 4 AV-Receiver: Kauftipps zu Lautsprechern und AV-Receivern
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