Gaming auf 3 Monitoren: Nachteile und AMD Eyefinity Teil 1

Special Antonio Funes

Mit etwas Aufwand, Geld und vor allem Platz könnt ihr mit mehreren Monitoren eine Art 3D-Surround-Sicht bei Spielen erzeugen - unser Special verrät euch mehr darüber. Hier erfahrt ihr, wie Surround-Gaming und Multi-Monitoring funktionieren, was ihr dafür braucht und was zu beachten ist.

Nachteile von 3 Monitoren zum Gamen

Doch neben den Vorteilen gibt es auch Nachteile: zunächst einmal benötigt man natürlich Platz. Dazu kommen die Kosten für zwei weitere Monitore. Und in Spielen ist natürlich viel mehr Rechenpower vor allem von der Grafikkarte nötig, da der PC drei Mal so viele Pixel im Vergleich zu einer Single-Monitor-Lösung berechnen muss. Das heißt man braucht eine deutlich teurere Grafikkarte oder eventuell sogar eine zweite Grafikkarte, um ein Spiel in den Details spielen zu können, die man auch mit nur einem Monitor gewohnt ist. Mehr Monitore und Grafikpower bedeutet zudem auch mehr Strombedarf. Wer nicht per Kopfhörer spielt, muss sich zudem Gedanken darüber machen, wo er seine Boxen platziert, damit der Sound nicht zu sehr "von der Seite" kommt.

Auch die Konfiguration perfekt passend zu den eigenen Wünschen kann kompliziert werden, es kann an vielen Kleinigkeiten haken. Da zudem nur wenige User ein solches Setting betreiben, stehen Fehlerbeseitigungen und Optimierung der Treiber nicht unbedingt ganz oben auf den To-Do-Listen der Grafikkarten- und Spielehersteller, und auch wer Rat sucht muss sich mit seinem eher exotischen Problem oft gedulden. Trotzdem wollen wir euch nun die nötigen Voraussetzungen zu Surround-Gaming und einige passende Grafikkarten genauer vorstellen. Dabei trennen wir AMD und Nvidia, da die beiden Hersteller unterschiedliche Voraussetzungen für die Nutzung dreier Monitore haben.

AMD Eyefinity mit drei Monitoren (Teil 1)

Ein aktiver Display-Port-Adapter, hier von Sapphire Quelle: PC Games Hardware Ein aktiver Display-Port-Adapter, hier von Sapphire AMD ist hier mit Eyefinity schon seit längerer Zeit vertreten - modernere Modelle von AMD (spätestens ab der 6000er-Serie) sind technisch mit allem Nötigen ausgestattet, um drei Monitore nutzen zu können. Mit der für Spieler sinnvollen SLS-Funktion (Single Large Surface) von Eyefinity werden die Monitore vom Treiber zu einem großen Monitor zusammengefasst - aus Sicht des PCs scheint es also ein großer, breiter Monitor zu sein. Die Treiber verteilen das Bild dann an die drei Anschlüsse der Grafikkarte. Hierfür müssen die beteiligten Monitore die gleiche Auflösung besitzen. Man kann auch ohne den SLS-Modus mit unterschiedlich auflösenden Monitoren im Modus "erweiterter Desktop" arbeiten, allerdings ist dies nur sinnvoll, wenn man einzelne Anwendungen als Fenster auf einem anderen kleineren Monitor platzieren will. Dieser dient dann sozusagen als eine Art zusätzlich Ablageplatz für eine Anwendung oder ähnliches. Bei drei handelsüblichen Full-HD-Monitoren ergibt sich im SLS-Modus durch die 3 x 1920 Pixel eine Breite von 5760 Pixeln. Die Höhe bleibt bei gewohnten 1080 Pixeln. Diese Anordnung von Monitoren wird auch als "3x1 Landscape" bezeichnet, da sich ein breites Panoramabild wie bei einer Landschaftsaufnahme ergibt. Technisch ebenfalls möglich: manche Monitore kann man um 90 Grad drehen (Pivot-Funktion) - stellt man drei solcher Monitore nebeneinander auf, so hat man ein 1920-Pixel hohes Bild, welches dafür nur eine Breite von 3 x 1080, also 3240 Pixeln hat. Hier spricht man von "3x1 Portrait", da jeder Monitor hochkant wie bei einer Portraitaufnahme steht.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Gaming auf 3 Monitoren: Einleitung und Vorteile
  2. Seite 2 Gaming auf 3 Monitoren: Nachteile und AMD Eyefinity Teil 1
  3. Seite 3 Gaming auf 3 Monitoren: AMD Eyefinity Teil 2 und Kauftipps AMD
  4. Seite 4 Gaming auf 3 Monitoren: Nvidia Surround 2D und 3D
  5. Seite 5 Gaming auf 3 Monitoren: Kauftipps Nvidia
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