Steam Box: Infos und Gaming-HTPCs im ITX- und Micro-ATX-Format selber gebaut

Special Antonio Funes

In unserem Special fassen wir die bisherigen Infos zu Valves Steam Box zusammen und geben euch Vorschläge für selber zusammengestellte Gamer-HTPCs im ITX- und µATX-Format

In diesen Tagen gab es erstmals konkretere Hinweise zu einer Steam Box, also einem Mini-PC, der zum Betrieb von Valves Spieleplattform Steam gedacht ist. Wir fassen die Fakten für euch zusammen und geben euch Ratschläge, wie ihr selber eine Art "Steam Box" zusammenstellen könnt, also einen Mini- oder auch HTPC, mit dem sich auch spielen lässt.

Steam Box von Valve und Xi3
Studie von Xi3 Quelle: Xi3 Studie von Xi3 Die Steambox soll eine Konkurrenz zu den klassischen Konsolen werden und quasi PC und Konsole vereinigen. Grundlage ist die Spieleplattform Steam von Valve, die sich für den PC inzwischen für zahlreiche Spiele etabliert hat. Obwohl mittlweile mehr Fakten durchgesickert sind, herrscht keine Klarheit. Die "Piston" des Herstellers Xi3, der diese Box scheinbar für Valve nur als Anschauungsobjekt produzierte, wurde zunächst für "die Steam Box" gehalten. Doch offenbar handelt es sich bei dem PC-Winzling nur um eine mögliche Variante, eventuell wird sogar der Hersteller Xi3 die Piston komplett eigenständig vertreiben und die spätere Steam Box ganz anders aussehen. Erste Vorführungen von Xi3 zeigten mit der Piston eine Box, die ein wenig an eine Mischung aus einem kleinen Toaster, einem Radio und einem großen CPU-Kühler erinnert – im positiven Sinne. Dabei ist die Box auffällig klein - um es anschaulich zu machen: die Piston könnte man bereits hinter der Hülle einer DVD verbergen. Was die Leistung und Innereien der Steam Box angeht, kann man bisher nur spekulieren. Für die Piston steht als CPU ein Quadcore von AMD mit vier Mal 3,2 Gigahertz zur Debatte. Hierzu dient dann ein Prozessormodul, das mit zwei weiteren "I/O"-Modulen quasi das Mainboard ergibt.

I/O steht für "In/Out" – diese Module sorgen also für die Anschlüsse wie USB, HDMI, LAN und so weiter. Theoretisch ist es möglich, Steam Quelle: Valve Steam die Piston durch neue Bauteile aufzurüsten, allerdings kommen dafür dann nur spezielle Module in Frage. Handelsübliche Grafikkarten oder gar ein normales Mainboard werden sich nicht einbauen lassen, allein schon wegen der Kompaktheit der Piston. Acht Gigabyte Arbeitsspeicher sind ebenfalls in Planung, dazu eine SSD mit 128 Gigabyte. Für echte Spielefans wird es also vermutlich nötig sein, eine Festplatte extern anzuschließen, denn 128 Gigabyte sind mit modernen Spielen schnell gefüllt. Wenn ihr zudem auch noch anstelle des vorgesehenen Linux ein eigenes Windows installieren wollt, bleibt umso weniger Platz auf der SSD. Stichwort Linux: Valve sieht für seine Steam Box wohl doch Windows vor, dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die Piston nicht unbedingt die spätere Steam Box darstellt. Es kann sich freilich noch einiges ändern, denn ein Release der Steam Box wird erst im Herbst oder Winter dieses Jahres erwartet und kann schon vorbestellt werden, der Preis wird aktuell mit 900 Dollar taxiert – erste Prototypen, die auch für Tests zur Verfügung gestellt werden können, sind aber schon für den Sommer geplant.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Steam Box: Technik und Fakten
  2. Seite 2 Steam Box: eigene Steam Box bauen; allgemeine Tipps
  3. Seite 3 Steam Box: ITX-Spiele-PC - Gehäuse BitFenix Prodigy
  4. Seite 4 Steam Box: zwei ITX-Spiele-PCs - die Innereien
  5. Seite 5 Steam Box: zwei ITX-Spiele-PCs - CPU, Grafikkarte und Zusammenfassung
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