SSDs: Unterschiede und Nachteile von SATA.- zu M.2-SSDs

Special Antonio Funes
Samsung 970 SSD
Quelle: Samsung

1000GB-SSDs gibt es schon für unter 50 Euro. Wir bieten eine Marktübersicht sowie Kauf- und Wissenstipps zu SSDs mit Themen wie M.2, SATA, TBW und mehr.

SATA-SSDs

Eine SATA-SSD ist von der Datenrate her gesehen deutlich langsamer als eine M.2-SSD. In zwei Fällen ist sie trotzdem eine gute Wahl: als Zusatzlaufwerk für Mainboards ohne zweiten M.2-Slot oder als Hauptlaufwerk für Mainboards oder Laptops ohne M.2-Slot. Letzteres kann an einem zu alten Mainboard- oder Laptop-Modell liegen, aber auch einige brandneue Mainboards aus dem untersten Preissegment bieten keinen M.2-Slot.

SATA-SSDs werden wie eine Festplatte für den Datenverkehr per Kabel mit einem SATA-Anschluss des Mainboards und für den Strom mit einem SATA-Stromstecker, der vom Netzteil kommt, verbunden. Ein Vorteil gegenüber M.2-SSDs ist, dass es je nach Marktlage mehr Auswahl an Exemplaren mit einem guten Verhältnis aus Preis und Kapazität gibt.

Allerdings sind einzelne Modelle von M.2-SSDs mittlerweile immer mal wieder so günstig, dass SATA-SSDs nur noch seltenen einen Preisvorteil bieten und ihr, wenn ihr die Wahl habt, lieber auf M.2 setzen solltet.

SATA-SSDs haben nämlich einen klaren Nachteil im Vergleich zu M.2-Modellen mit PCIe-Anbindung: Sie können bedingt durch die SATA-Schnittstelle maximal 600 MB/s liefern. In der Regel sind es bei ordentlichen Modellen 550 bis 580 MB/s beim Lesen. M.2-SSDs hingegen kommen auf meistens mindestens 2000 MB/s, außer es ist eine nur per SATA angebundene M.2-SSDs.

Um euch die Situation klarzumachen: Derzeit findet ihr mehr als 50 M.2-SSDs mit einer Kapazität von 1000 GB von 45 bis 60 Euro auf dem Markt, von denen fast alle schneller als 2000 MB/s und über 30 schneller als 2500 MB/s sind. Bei SATA sind es etwas mehr als 40 Modelle unter 60 Euro, und günstiger als die M.2-Varianten sind diese nicht.

Schauen wir uns die Kapazität von 2000 GB an, dann sind es weniger als 20 SATA-SSDs, die zwischen 80 und 100 Euro kosten. Bei M.2 habt ihr unter 100 Euro 25 Modelle zur Auswahl, von denen nur zwei langsamer als 2500 MB/ sind. Preislich geht es ab 85 Euro los, also einen Tick höher als die billigste SATA-SSD mit 2 TB. In unserer Marktübersicht werdet ihr später viele Beispiele an SATA- und M.2-SSDs sehen.

Kingston A400 Quelle: Kingston SATA-SSD, hier eine Kingston A400. Das Gehäuse hat ein Format von 2,5-Zoll, genau wie Laptop-Festplatten.

SATA-SSD: Mehr Platzbedarf

Ein weiterer Nachteil einer SATA-SSD im Vergleich zu einer M.2-SSD ist, dass sie mehr Platz wegnimmt. Sie steckt in einem 2,5-Zoll-Gehäuse, also im Format wie eine Laptop-Festplatte, das ihr irgendwo im PC platzieren müsst. Außerdem anderen braucht sie wegen der beiden SATA-Kabel für Strom und Daten indirekt abermals ein wenig mehr Raum als eine M.2-SSD.

Da SSDs aber generell nicht anfällig gegenüber Erschütterungen sind, könnt ihr eine SATA-SSD theoretisch auch einfach auf den Boden im Innenraum des Gehäuses hinlegen. Wichtig ist nur, wenn ihr den PC gelegentlich bewegt, dass ihr die SSD trotzdem irgendwie fixiert, damit sie sich nicht selbstständig macht und das Mainboard beschädigt.

Dabei kann es schon ausreichen, das Strom- oder Datenkabel so zu verlegen, dass die SSD sich nicht völlig frei bewegen kann, sondern nur 1-2 Zentimeter Spiel hat. SATA-SSDs sind nämlich sehr leicht und werden daher selbst bei stärkeren Bewegungen des PCs nicht dermaßen an den Kabeln zerren, dass sich die ganze SSD plötzlich frei bewegen kann.

  1. Seite 1 SSDs: Daten-Zugriffszeit, Robustheit und Geschwindigkeit
  2. Seite 2 SSDs: Alles Wissenswerte zum SSD-Format M.2
  3. Seite 3 SSDs: Unterschiede und Nachteile von SATA.- zu M.2-SSDs
  4. Seite 4 SSDs: Lohnen schnelle SSD? Und: Lebensdauer (TBW)
  5. Seite 5 SSDs: Kauftipps zusammengefasst, Playstation 5 und Marktübersicht
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