SSDs für Spiele-PCs: Technik, Vorteile, SATA vs. M.2, Kauftipps und große Marktübersicht
Special
1000GB-SSDs gibt es schon für unter 50 Euro. Wir bieten eine Marktübersicht sowie Kauf- und Wissenstipps zu SSDs mit Themen wie M.2, SATA, TBW und mehr.
In weniger als vier Wochen ist Weihnachten - für PC-Spieler und ebenso für Besitzer einer Playstation 5 kann eine SSD ein gutes, da sehr erschwingliches Weihnachtsgeschenk darstellen. SSDs sind zwar bei vergleichbarer Kapazität immer noch deutlich teurer als Festplatten.
Aber sie bewegen sich in Preissegmenten, die schon längst nicht mehr purer Luxus sind. Eine SSD mit 1000 GB Speicherplatz gibt es bereits unter 50 Euro, die doppelte Menge ist teils ab knapp unter 80 Euro zu haben. Zum Vergleich: Eine 2TB-Festplatte mit für Spiele empfehlenswerten 7200 UPM (Umdrehungen pro Minute) bekommt ihr ab etwa 55 Euro.
SSDs haben daher mittlerweile die klassische Festplatte abgelöst, außer vielleicht, wenn es um das Speichern von wirklich sehr großen Datenmengen geht, wo der Preisvorteil einer Festplatte etwas wichtiger und der langsamere Speed wiederum weniger wichtig ist.
Wir erklären euch in unserem Special, welche Vorteile SSDs haben und was für Unterschiede es zwischen M.2- und SATA-Modellen gibt. Ebenso gehen wir darauf ein, ob es Sinn ergibt, einen spürbaren Aufpreis für eine besonders schnelle SSD zu bezahlen. Wir blicken auch auf die Lebensdauer einer SSD und haben zudem noch eine aktuelle Marktübersicht mit SSDs vorbereitet.
Vorteile von SSDs: Daten-Zugriffszeit
Der große Vorteil einer SSD gegenüber einer Festplatte ist, dass sie keinerlei mechanischen Bauteile hat, die für den Datentransfer eine Rolle spielen. Die Daten einer SSD werden in Speicherzellen gespeichert. Dabei gibt es keine nennenswerte Verzögerung beim Zugriff auf die Daten, da es nur um elektrische Ströme geht.
Bei einer Festplatte hingegen sind die Daten magnetisch auf Metallscheiben gespeichert. Um Daten zu lesen oder zu schreiben, müssen kleine Arme, an deren Enden Lese- oder Schreibköpfe sitzen, je nach Bedarf weiter außen oder innen über der sich mit mehreren Tausend UPM drehenden Metallscheibe positioniert werden.
Dieses Positionieren dauert zwar nur wenige Millisekunden, zudem können weitere Millisekunden dazukommen, da die Umdrehungszahl der Metallscheiben nicht unbegrenzt ist. Bei 7200 UPM - dies bieten sehr viele im Handel erhältliche Festplatten - dauert eine Umdrehung gut 8 Millisekunden.
Drehzahl und Lesekopf-Bewegungen erzeugen aber am Ende zusammen eine Zugriffszeit, die unabhängig von der Datentransferrate das Laden von Daten verlangsamen kann. Eine SSD hat hingegen ja, wie wir schon erklärten, keine Zugriffszeit.
Quelle: Western Digital
Geöffnete Festplatte - direkt an den Schreiben anliegen sind die geparkten Lese- und Schreibarme.
SSDs: Robust und schnell
Ein weiterer Vorteil durch die fehlenden mechanischen Bauteile einer SSD ist, dass sie extrem robust ist. Solange nicht die Chips, Leitungen oder Lötstellen zerstört werden, geht eine SSD nicht einfach kaputt. Stöße gegen das Gehäuse oder bei einer externen SSD das Herunterfallen auf den Boden haben keinerlei negativen Effekt, außer vielleicht am Gehäuse der SSD.
Bei einer Festplatte sieht dies ganz anders aus, da der Abstand der Lese/Schreib-Arme zu den Metallscheiben nur hauchdünn ist. Berührt ein Arm die schnell drehende Scheibe, sind unwiderrufliche Schäden die Folge. Schon ein Stoß, weil ihr eure Füße unter dem Tisch ausstreckt und aus Versehen gegen das PC-Gehäuse tretet, während die Festplatte gerade arbeitet, kann ausreichen.
Höhere Drehzahlen als 7200 UMP sind zudem in der Zukunft nicht mehr als Massenphänomen zu erwarten. Mit Drehzahlen wie 10.000 UPM können Festplatten zwar schneller arbeiten.
Aber der Kostenaufwand, um dies zuverlässig und verschleißarm zu realisieren, ist sehr hoch, der Vorteil beim zusätzlichen Datentransfer eher klein. Es gibt auf dem Markt noch einige wenige Modelle mit 10.000 UPM oder mehr für sehr spezielle Zwecke. Diese Festplatten sind aber pro Gigabyte deutlich teurer als SSDs und für normale Anwender völlig ungeeignet.
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