In unserem Special bieten wir euch Vorschläge für Mini-PCs von 825 bis 1325 Euro sowie Tipps dazu, wie ihr auch selbst einen kompakten PC zusammenstellt.
855 Euro-PC im µATX-Format
Unser zweiter PC kostet 855 Euro und mehr als doppelt so schnell im Vergleich zu unserem ersten Mini-PC. Dass er nicht viel teurer ist, hat damit zu tun, dass wir auf ein µATX-Gehäuse und einen Core i5-12400F setzen. Unsere Kombination aus CPU und GPU ist zwar zusammen teurer als der Ryzen 7 8700G sind, aber wegen des µATX-Gehäuses und dem Sockel 1700, den der Core i5-12400F hat, können wir Einsparungen vornehmen, die wir nun kurz näher erläutern wollen.
In unserem ersten PC steckt ja ein Mini-ITX-Mainboard für den Sockel AM5, das 210 Euro kostet. Mainboards für den Sockel Intel 1700 sind generell günstiger als für den AMD Sockel AM5, zudem haben wir dank des µATX-Gehäuses eine große Auswahl an Mainboards unter 100 Euro und können bei diesem auch noch eine Variante für DDR4-RAM auswählen und weiter sparen.
Denn die 32 GB RAM mit DDR4-3200er-Standard kosten über 40 Euro weniger als bei unserem ersten PC, bei dem wegen des Sockel AM5 DDR5-RAM Pflicht ist. Beim Sockel 1700 hingegen könnt ihr durch die Mainboardwahl entscheiden, ob es DDR4- oder das in Spielen nur minimal schnellere DDR5-RAM sein soll.
Wie genau sieht nun aber der Rest unseres zweiten Mini-PCs aus? Die CPU ist wie gesagt der Core i5-12400F für 115 Euro, die Grafikkarte eine Asus Dual Radeon RX 7600, die es bei Notebooksbilliger für 279 Euro gibt, wobei ihr bei einem Kauf bis zum 29. Juni noch 20 Euro Cashback von Asus erhalten könnt.
Gehäuse und Kühler stammen von Jonsbo - beides bekommt ihr jeweils bei Caseking derzeit lieferbar, den Kühler für 34,90 Euro und das Gehäuse für 59,90 Euro. Das silberfarbene Jonsbo V4 hat ein Volumen von knapp 20 Litern, was für ein µATX-Gehäuse sehr wenig ist, zumal ihr auch Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 26 Zentimetern einbauen könnt - damit wären, wenn das Budget reicht, sogar einige nicht überteuerte Modelle der Nvidia GeForce RTX 4070 Super (Ti) noch kompatibel. So sieht unser zweiter Mini-PC in der Zusammenfassung aus:
| Komponente | Unser Vorschlag | Preis ab |
|---|---|---|
| CPU | Intel Core i5-12400F (6 Kerne, 12 Threads, bis 4,4 GHz) | 115 Euro |
| Grafikkarte | Asus Dual Radeon RX 7600 OC V2 | 280 Euro |
| RAM | G.Skill Aegis, 32GB (2x16GB) DDR4-3200 CL16 | 60 Euro |
| Mainboard | Gigabyte B760M H DDR4 | 95 Euro |
| M.2-SSD | Lexar NM790, 2000GB | 130 Euro |
| Gehäuse | Jonsbo V4, Maße 23,8x27,8x29,0 Zentimeter, 19,19 Liter | 60 Euro |
| Netzteil | be quiet! System Power 9 CM, 500 Watt, modular | 60 Euro |
| Gehäuselüfter | 2 Stück be quiet! Pure Wings 2 PWM, 80mm | 20 Euro |
| CPU-Kühler | Jonsbo HX4170D Black, 45,3mm hoch, 92mm-Lüfter | 35 Euro |
| Gesamtpreis | 855 Euro |
Quelle: Sharkoon
Sharkoon QB ONE vertikal aufgestellt
Starker Mini-ITX-PC für 1325 Euro
Unser dritter Mini-PC setzt wieder auf das Mini-ITX-Format, wobei wir ein Sharkoon QB One als Gehäuse wählen. Es hat etwas weniger als 15 Liter Volumen und misst 22,5x36,8 Zentimeter (Breite mal Tiefe) bei einer Höhe von 18 Zentimetern, wobei ihr es auch vertikal aufstellen könnt (siehe das oben eingebettete Bild), sodass die Höhe zur Breite wird.
Der Prozessor ist ein AMD Ryzen 7 5700X3D für 210 Euro, der eine deutlich günstigere und nicht viel langsamere Alternative zum Ryzen 7 5800X3D oder einem Core i5-13600KF ist. Wegen des Sockel AM4 können wir zudem ein relativ günstiges Mini-ITX-Mainboard nehmen, das ASRock B550M-ITX/ac für 120 Euro. Beim RAM setzen wir wie beim zweiten Mini-PC auf das stets günstige und trotzdem bewährte Aegis von G.Skill.
Der Kern für unsere Gaming-Power ist natürlich die Grafikkarte, wobei wir hier wegen der recht starken CPU und dem großzügigen Platz im Gehäuse für lange Grafikkarten (bis 31,5 Zentimeter) scheinbar eine große Auswahl haben. Scheinbar schreiben wir deswegen, da es eine Einschränkung gibt:
Die Grafikkarte darf bei dem Sharkoon-Gehäuse maximal 2 Slots hoch sein. Diese Kriterien erfüllt zum Beispiel die Palit GeForce RTX 4070 Super Dual OC für 620 Euro, die wir folglich auch auswählen. So sieht unser dritter Mini-PC aus, wobei ihr unter der Tabelle noch einige Hinweise für Änderungen findet:
| Komponente | Unser Vorschlag | Preis ab |
|---|---|---|
| CPU | AMD Ryzen 7 5700X3D (8 Kerne, 16 Threads, bis 4,1 GHz) | 210 Euro |
| Grafikkarte | Palit GeForce RTX 4070 Super Dual OC | 620 Euro |
| RAM | G.Skill Aegis, 32GB (2x16GB) DDR4-3200 CL16 | 60 Euro |
| Mainboard | ASRock B550M-ITX/ac | 120 Euro |
| M.2-SSD | Patriot Viper VP4300 Lite, 2000GB | 130 Euro |
| Gehäuse | Sharkoon BQ One | 50 Euro |
| Netzteil | Chieftec Compact CSN-550C, 500 Watt, SFX-Format | 100 Euro |
| Gehäuselüfter | be quiet! Pure Wings 2 PWM, 80mm | 10 Euro |
| CPU-Kühler | Alpenföhn Ben Nevis Advanced, Höhe 14cm, 120mm-Lüfter | 25 Euro |
| Gesamtpreis | 1325 Euro |
Bei der Grafikkarte könnt ihr wiederum natürlich auch deutlich unterhalb einer RTX 4070 Super zugreifen - achtet aber auf die 2-Slot-Höhenbeschränkung der Grafikkarte.
Wer eine absolute Spitzen-CPU für Gaming will, kann für unseren dritten PC den AMD Ryzen 7 7800X3D für 340 Euro nehmen. Nur der Ryzen 9 7950X3D ist in Spielen einen Tick schneller, aber viel teurer. Als Mainboard könnt ihr dann das Modell aus unserem ersten PC nehmen sowie 32 GB DDR5-RAM mit einem Takt ab 5200 MHz.
