Mini-Gaming-PC zusammenstellen: Tipps und drei Mini-PCs von 825 bis 1325 Euro
Special
In unserem Special bieten wir euch Vorschläge für Mini-PCs von 825 bis 1325 Euro sowie Tipps dazu, wie ihr auch selbst einen kompakten PC zusammenstellt.
In unserem Special geht es um das Zusammenstellen eines besonders kleinen Gaming-PCs. Dabei werden wir einen extrem kompakten PC ohne separate Grafikkarte als Beispiel bieten, der nur mit einer APU, also einer CPU mit relativ starker eigener Grafikeinheit arbeitet. Hinzu kommen zwei weitere Mini-PCs, von denen je einer auf ein Gehäuse im Mini-ITX und µATX-Format setzt.
Die ausgesuchten Gehäuse der beiden größeren PCs sind zwar nicht so klein wie beispielsweise eine Playstation oder Xbox, aber trotzdem so kompakt sind, dass ihr sie zum Beispiel im Wohnzimmer neben ein TV-Rack stellen könnt, ohne dass der PC zu dominant und ablenkend wirkt.
Unsere Zusammenstellungen sind natürlich auch fast eins zu eins auch in normaler Baugröße umsetzbar, indem ihr die Bauteile in ein normales ATX-Gehäuse einbaut. Bei den PCs mit Mini-ITX-Mainboard nehmt ihr dann µATX- oder ATX-Modelle, außerdem könnt ihr beim CPU-Kühler höhere Kühler heraussuchen.
Bei ATX-Gehäusen gibt es zudem ja, wie wir auch in unserem letzten Gehäuse-Special erläuterten, vergleichsweise kleine Gehäuse, in die trotzdem ein ATX-Mainboard und eine starke Grafikkarte hineinpassen. Auf die Unterschiede zwischen ATX, µATX und Mini-ITX gehen wir nun als Erstes ein.
Quelle: ASRock
Mini-ITX bietet gerade einmal Platz für eine CPU, eine Grafikkarte und zwei RAM-Riegel. Hier als Beispiel das ASRock B550M ITX ac aus einem unserer PC-Vorschläge.
Mainboard- und Gehäuse-Formate
Bei Mainboards gibt es vier wichtige sogenannte Formfaktoren: Mini-ITX, µATX, ATX und E-ATX. Diese Formfaktoren haben wir von klein nach groß geordnet, denn sie geben jeweils ein Maximalmaß für die Breite und Länge eines Mainboards vor. Auch PC-Gehäuse haben einen Formfaktor, wobei der Formfaktor eines Gehäuses immer das maximal mögliche Mainboard beschreibt.
In ein ATX-Gehäuse passen also Mainboards mit Mini-ITX, µATX und ATX hinein, nicht aber das noch größere E-ATX. In einem Mini-ITX-Gehäuse finden hingegen nur Mini-ITX-Mainboards Platz. Für einen normalen Gaming-PC nehmt ihr am besten ATX oder µATX. Hier gibt es eine sehr große Auswahl mit vielen Mainboards, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
Das besonders kleine Mini-ITX solltet ihr nur nehmen, wenn ihr ein wirklich sehr kleines Gehäuses anschaffen wollt. Denn bezogen auf die Ausstattung sind Mini-ITX-Mainboards recht teuer. E-ATX wiederum ist recht groß und lohnt sich so gut wie nie, zumal ihr dann ein ausladend großes E-ATX-Gehäuse kaufen müsst. Sinn macht das nur, wenn ihr beispielsweise ungewöhnlich viele Festplatten einbauen oder ein spezielles Server-Mainboard mit acht RAM-Slots nutzen wollt.
Für unsere Mini-PCs suchen wir freilich besonders kleine Gehäuse heraus - dabei solltet ihr euch für eine eigene Zusammenstellung gut überlegen, ob ihr auf Mini-ITX oder µATX setzen wollt. Wenn ein Mini-ITX-Gehäuse wirklich nennenswert kleiner als ein vergleichsweise kompaktes µATX-Gehäuse ausfallen sollt, kann es viele kleine Fallstricke geben.
So kann eine Grafikkarte zwar von der Länge her passen, aber dann vielleicht mit dem CPU-Kühler oder einem von euch eigentlich eingeplanten Gehäuselüfter in einen Konflikt geraten. Manche sehr kleine Gehäuse verlangen sogar eine Grafikkarte im sogenannten Low-Profile-Format, die besonders schmal gebaut sind.
Mit Low-Profile werdet ihr aber maximal eine Nvidia GeForce RTX 4060 bekommen, von der es zwei Modelle im Low-Profile-Format ab 340 Euro im Handel gibt (normale Modelle ab 290 Euro). Wenn ihr wiederum Mini-ITX-Gehäuse sucht, bei denen der Innenraum definitiv großzügig genug für eine gute Grafikkarte und ein konfliktfreies Einbauen der Hardware ist, seid ihr wiederum so nah an den Maßen eines kleinen µATX-Gehäuses dran, dass ihr auch direkt auf letztere Baugröße setzen könnt.
