Mini-PCs: CPU, Grafikkarte und Kühlung

Special Antonio Funes
Mini-PCs: CPU, Grafikkarte und Kühlung
Quelle: Jonsbo

In unserem Special bieten wir euch Vorschläge für Mini-PCs von 825 bis 1325 Euro sowie Tipps dazu, wie ihr auch selbst einen kompakten PC zusammenstellt.

CPU-GPU-Kombination

Was die Kombination von CPUs und Grafikkarten angeht, so könntet ihr selbst einen Core i3-12100F für unter 100 Euro mit einer GeForce RTX 4080 Super für 1000 Euro verbinden - wer so viel Geld hat, sollte aber lieber auf eine CPU für 250 bis 350 Euro setzen und dafür bei der Grafikkarte etwas tiefer zugreifen.

Was aber keine gute Idee wäre ist, wenn ihr mit eher wenig Budget eine 250-Euro-CPU kauft und dann nur noch so wenig Geld übrighabt, dass es bei der Grafikkarte nur für eine AMD Radeon RX 6600 reicht. Hier ergibt es dann wiederum mehr Sinn, bei der CPU nur 80 bis 120 Euro zu investieren und dafür bei der Grafikkarte in die Bereiche einer Nvidia GeForce RTX 4060 oder 4060 Ti beziehungsweise AMD Radeon RX 7600, 7600 XT oder gar 7700 XT aufzusteigen.

Optimal ist es natürlich, wenn ihr eine CPU ab dem Ryzen 7 5800X oder Core i5-12600KF nehmt und trotzdem noch genügend Geld für eine Nvidia GeForce RTX 4070 oder 4070 Super respektive bei AMD eine Radeon RX 7800 XT oder 7900 GRE übrighabt. Zur Einschätzung der Leistung empfehlen wir euch unser letztes APU-CPU-Special sowie unsere jüngste Grafikkarten-Kaufberatung.

Alpenföhn Panorama 2 Quelle: Alpenföhn In viele Mini-Gehäuse passt nur ein flacher CPU-Kühler wie dieser Alpenfoehn Panorama 2, der inklusive Lüfter keine 50mm hoch ist.

Mini-PC: Kühlung und Lüftung

Die Kühlung eines kompakten PCs kann schwierig sein. Uns geht es dabei nicht um eventuell kritische Temperaturen, sondern vielmehr darum, dass eingeplante Kühler oder Lüfter wegen der Platzverhältnisse am Ende doch nicht in das Gehäuse passen, obwohl es auf dem Papier anhand der technischen Daten funktionieren müsste.

Schon anfangs haben wir ja erwähnt, dass zum Beispiel die Grafikkarte mit einem Gehäuselüfter in Konflikt geraten kann. Falls ihr eine All-in-one-Wasserkühlung einbaut, spart ihr zwar Raum bei der Kühlerhöhe, müsst aber genau abschätzen, ob der Radiator der Wasserkühlung nicht zum Problem wird.

Selbst falls es einen passenden Einbauplatz gibt, kann es nämlich passieren, dass die Anschlüsse für die Wasserschläuche mit einem Gehäuseteil oder der Grafikkarte oder dem Mainboard in Konflikt geraten. Die Dicke eines Radiators kann, wenn er oben eingebaut werden soll, zudem schlimmstenfalls für einen Konflikt mit dem RAM sorgen, bestenfalls wird lediglich das Anschließen des Zusatzstromkabels, der links oben auf das Mainboard gehört, erschwert, sofern ihr den Radiator zu früh einbaut.

Abseits der möglichen Konflikte müsst ihr natürlich trotzdem die Kühlung, besser gesagt, die Belüftung im Auge behalten. Viele kleine Gehäuse haben dabei eigene Konzepte, aber generell macht ihr es nicht verkehrt, wenn ihr für einen Luftzug sorgt, der von unten, vorn nach hinten, oben führt. In einem normal gebauten Gehäuse reicht dafür ein Lüfter vorne, der Luft ansaugt, sowie einer hinten, die die Luft hinausbläst.

Bei sehr kleinen Gehäusen kann der hintere Lüfter auch oben in der Decke sitzen, manchmal gibt es auch nur einen einzigen, kleinen Lüfter an einer der beiden Seiten. Je nach Begebenheit kann man auf den vorderen Lüfter verzichten, da allein durch den Druckunterschied schon Luft eingesaugt werden kann.

Es gibt auch Mini-Gehäuse, die von vorn gesehen sehr schmal und dafür recht hoch sind, andere liegen horizontal, sind also sehr breit und dafür sehr flach. Einige davon kann man wahlweise horizontal (flach) oder hochkant aufstellen. Bei solchen vom klassischen Quader-Format abweichenden Formen haltet ihr euch am besten an die Vorschläge der Gehäusehersteller.

Bei kleinen Gehäusen kann es oftmals auch vorkommen, dass ihr Lüfter mit nur 92 mm Rahmenbreite oder sogar noch kleiner verwenden müsst. Sollte euch die Lautstärke des PCs wichtig sein, dann werdet ihr euch vielleicht am Ende doch dazu tendieren, auf ein Gehäuse zu setzen, das nicht ganz so klein ist, dafür aber mit langsamer drehenden 120-mm-Lüftern ausgestattet werden kann.

  1. Seite 1 Mini-PCs: Mainboard- und Gehäuse-Formate
  2. Seite 2 Mini-PCs: CPU, Grafikkarte und Kühlung
  3. Seite 3 Mini-PCs: Mini-PC mit APU für 825 Euro
  4. Seite 4 Mini-PCs: Zwei weitere Mini-PCs für 855 und 1325 Euro
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