Wir erklären euch zahlreiche wichtige Dinge rund um Mainboards und haben eine Marktübersicht mit 60 Modellen für die Sockel AM4, AM5 und 1700 vorbeitet.
Weitere Anschlüsse
Welche weiteren Anschlüsse haben Mainboards aber noch, außer dem Sockel für die CPU, PCIe- und M.2 Slots sowie natürlich den meist zwei oder vier Slots für RAM (Arbeitsspeicher)?
Zum einen gibt es natürlich SATA-Anschlüsse für interne SATA-Laufwerke, in der Regel sind es vier bis sechs. Auch mehrere USB-Anschlüsse, die hinten am Gehäuse durch das externe Anschlusspanel des Mainboards zur Verfügung gestellt werden, sind vorhanden.
Dort finden sich auch Anschlüsse für das LAN-Kabel, Audiogeräte wie Lautsprecher oder Kopfhörer, Monitoranschlüsse (falls ihr die interne CPU-Grafik verwendet) sowie je nach Modell weitere Dinge wie einen Antennenanschluss, falls das Mainboard einen eigenen WLAN-Controller bietet.
Neben den externen Anschlüssen gibt es interne Anschlüsse direkt auf der Hauptplatine, so genannte Header. Für USB gibt es meistens zwei Header, um die vom Gehäuse an der Front gebotenen USB 2.0 und/oder 3.0-Ports zu versorgen. Header gibt es auch für das bei vielen beliebten RGB-Beleuchtungszubehör, was wir gleich noch genauer beschreiben.
Wichtig sind natürlich zudem noch die Stromanschlüsse für Netzteilstecker, Anschlüsse für den Powerschalter des Gehäuses sowie ein Header für Audioanschlüsse an der Gehäusefront. Es gibt außerdem bei einigen Mainboards noch besondere M.2-Slot mit dem sogenannten "E-Key" - diese sind für WLAN/Bluetooth-Module vorgesehen.
Bei Mainboards, die ab Werk schon WLAN und Bluetooth bieten, ist oftmals ein eben solcher Slot bereits mit einem passenden Modul ausgestattet worden. Last but not least existieren auf dem Mainboard natürlich Anschlüsse für die Lüfter, die am CPU-Kühler und im Gehäuse angebracht werden, wobei manche der Anschlüsse formal gesehen für Pumpen von Wasserkühlungen gedacht sind.
Quelle: ASRock
Das Panelfeld des Mainboards ist an der Rückseite des Gehäuses zugänglich, hier das Panel eines ASRock B650M-HDVM 2
RGB-LEDs ansteuern per Mainboard
Es gibt zahlreiches LED-Zubehör oder auch LED-Beleuchtung bei PC-Komponenten. Dies ist für viele Nutzer durchaus eine willkommene optische Auflockerung ihres PCs. Es lassen sich pulsierende Farben oder Farbwechsel erstellen, oder mit den passenden RGB-Produkten auch Farbübergänge.
Dabei gibt es zum Beispiel LED-Leisten, Lüfter mit LEDs oder RAM und Grafikkarten mit LED-Beleuchtung. Immer dann, wenn es sich um vom PC aus ansteuerbare RGB-LEDs handelt, ist eine Verbindung zum Mainboard über einen Header nötig, falls ihr ohne einen Zusatzcontroller die Farben und Effekte per Mainboard-Software unter Windows steuern wollt.
Es gibt zwei Ausnahmen: Wenn ein Mainboard selbst eine eigene, ansteuerbare Beleuchtung hat oder es sich um RAM mit RGB-LEDs handelt, erkennt das Mainboard die Beleuchtung auch ohne zusätzliche Stecker. Für andere Bauteile müsst ihr euch informieren, ob es sich um einen 3-Pin-Stecker oder einen 4-Pin-Stecker handelt.
Vorsicht: Auch der 3-Pin-Stecker hat eigentlich von der Größe her 4 Pins, aber einer der mittigen Pins wird weggelassen. 3-Pin-Zubehör läuft ausschließlich mit 5 Volt, 4-Pin-Produkte mit 12 Volt. Beides ist untereinander inkompatibel, man benötigt also einen wirklich exakt passenden Header und darf dabei auch nicht versehentlich zum Beispiel einen 4-Pin-RGB-LED-Stecker auf einen 4-Pin-USB-Header stecken.
Um mehrere gleichartige RGB-Geräte an einem einzigen Header des Mainboards anzuschließen, gibt es vereinigende Adapterkabel. Noch einfacher ist es bei einigen Lüftern, die eine Verkettung mit mehreren Modellen aus der Produktreihe erleichtern und an ihren Steckern für die Drehzahl- und RGB-Ansteuerung zusätzlich noch Buchsen haben, um weitere Lüfter anzukoppeln.
