Gaming-Notebooks: Raparaturen, Lautstärke und Preis-Leistung
Special
Wir decken Vor- und Nachteile von Gaming-Notebooks auf, ordnen die Leistung von mobilen Grafikkarten ein und bieten eine Marktübersicht mit Gaming-Laptops.
Notebook-Nachteil: Reparaturen
Aus der kaum möglichen Aufrüstung ergibt sich auch ein weiteres Problem für den Fall, dass das Notebook einen Defekt außerhalb der Gewährleistung oder Herstellergarantie aufweist. Als Nutzer kann man dabei so gut wie nie selber Abhilfe schaffen, sondern muss das Notebook in professionelle Hände geben. Im Grunde ist es lediglich bei einem Defekt des RAM oder einer SSD beziehungsweise Festplatte möglich, das Problem in Eigenregie zu lösen. Alles andere lohnt sich häufig nicht, da das Notebook nach Ablauf von Gewährleistung oder Garantie ja ohnehin mindestens zwei Jahre alt ist und selbst voll funktionsfähig nur noch Einstiegs-, maximal Mittelklasse-Leistung bietet.
Selbst wer handwerklich geschickt genug ist, wird bei vielen Dingen an der Verfügbarkeit oder den Preisen scheitern. Die Mainboards sind beispielsweise auf das jeweilige Modell zugeschnitten und nicht einzeln als genormte Massenware zu bekommen. Passende Displays sind, wenn man auf zuverlässige und seriöse Quellen zurückgreifen will, häufig schwer zu bekommen und oftmals nur dann erschwinglich, wenn das Notebook ohnehin bereits veraltet ist. Zu GPUs haben wir das Dilemma bereits rund um die Aufrüstungsproblematik erläutert.
Bei einem relativ teuren Gaming-Notebook kann sich die Reparatur durch eine Werkstatt allerdings durchaus trotzdem lohnen, sofern die potenzielle Leistung für aktuelle Games noch in Ordnung ist.
Gaming-Notebook-Nachteile: Lautstärke und Hitze
Da Gaming-Notebooks viel Leistung auf sehr engem Raum bieten und gleichzeitig im Inneren keine Freiräume für die Luftzirkulation bieten, können sie bei Last nicht wirklich leise arbeiten. Desktop-PCs haben hingegen viel Raum für Luft und Platz für Grafikkarten mit 20 bis 30 cm langen Kühllösungen sowie Einbauplätze für mehrere größere Lüfter.
Zwar sind CPU und GPU für Laptops beim Strombedarf enorm optimiert, sodass trotz passabler Leistung nicht viel Strom verbraucht wird und somit relativ wenig Hitze entsteht. Es ist aber immer noch so viel Wärme, die abgeführt werden muss, dass die Lüftung bei Gaming-Notebooks je nach Modell und Ausstattung bei Last sehr deutlich hörbar arbeitet, zum Teil auch ähnlich laut wie ein kleiner Föhn auf mittlerer bis maximaler Stufe.
Hierzu sei aber gesagt, dass viele Gaming-Notebooks Profile bieten, bei denen man die Wahl zwischen Leistung und Lautstärke hat, also auf Kosten von ein wenig der Leistung auch leiser unterwegs sein kann.
Quelle: Asus
Asus ROG Strix G15 Reihe
Gaming-Notebooks: Preis-Leistung
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis von Notebooks kann es durchaus attraktive Modelle geben, vor allem, falls man für die Alternative, also einen Desktop-PC, noch einen Monitor dazukaufen muss. Bei Notebooks, die eine wirklich gute Gaming-Leistung liefern, muss man sich aber im Klaren sein, dass es sehr teuer wird.
Ein Notebook mit einer mobilen Nvidia GeForce RTX 4080 kostet über 2100 Euro - einen PC mit einer guten CPU und einer vergleichbar starken Nvidia GeForce RTX 4070 oder AMD Radeon RX 7800 XT könnt ihr euch für 1200 bis 1400 Euro zusammenstellen und kommt mit einem ordentlichen 27-Zoll-WQHD oder 34-Zoll-UWQHD-Monitor auf 1500 bis 1900 Euro.
Schaut man wiederum eher auf die Preisklasse um etwa 1000 Euro, dann ist ein Notebook mit einer mobilen RTX 4060 machbar - ohne Windows ab 900 Euro, mit Windows ab 1000 Euro. Ein vergleichbarer PC mit einer AMD Radeon RX 6650 XT oder RX 7600 kostet euch etwa 800 bis 900 Euro ohne Windows, der Monitor kommt dann aber noch hinzu. Auf der nächsten Seite gehen wir ein wenig mehr auf die Leistung von Notebook-Grafikkarten ein.
