Lautsprecher für Gaming-PCs: 2.1 oder 2.0 ? HiFi-Setting aufbauen

Special Antonio Funes
Lautsprecher für Gaming-PCs: 2.1 oder 2.0 ? HiFi-Setting aufbauen
Quelle: Edifier

Wir bieten eine Marktübersicht mit 50 Stereo-Boxensets und erklären Dinge wie aktiv, passiv, analog, digital, AV-Receiver, Stecker-Arten und mehr.

2.0 statt 2.1 als gute Option

Bei den typischen 2.1-Boxensets sind die beiden normalen Lautsprecher in der Regel relativ klein. Der Subwoofer wiederum übernimmt dabei auch Töne, die für einen klassischen Subwoofer eigentlich zu hoch sind, für die oftmals sehr kleinen Lautsprecher aber wiederum etwas zu tief liegen, um adäquat dargestellt zu werden.

Daher tendieren 2.1-Sets dazu, einen schwammigen Klang zu haben - sie sind ein Kompromiss, damit man sich keine großen Klötze auf den Schreibtisch stellen muss.

Der druckvolle Bass beeindruckt dabei zwar oftmals, aber er kaschiert Schwächen bei den Klangdetails. Ein 2.0-Set hingegen, also ein Stereo-Set ohne Subwoofer, bietet bei ansonsten ähnlichem Preis ein viel ausgewogeneres Klangbild und deckt viel mehr Details ab. Die Übergänge sind aber fließend - für nur 50 Euro wird euch ein 2.0-Set einen viel klareren Sound, aber auch deutlich weniger Bass als ein gleich teures 2.1-Set bieten.

Bei 100 bis 150 Euro wiederum wird der Bass eines ausreichend großen 2.0-Sets viel knackiger sein, wenn ihr etwas größere Boxen akzeptiert. Ein ähnlich teures 2.1-Set kann aber in der Preisklasse wiederum klanglich aufgeholt haben. Oft zählt am Ende eher der Geschmack bei der Frage, ob es 2.0 oder 2.1 sein soll.

Theoretisch gibt es per AV-Receiver und passiven Boxen auch die Option auf "echtes" 2.1, was aber für einen normalen Schreibtisch-Einsatz eher übertrieben ist. Für ein Wohnzimmer, bei dem man mit einem AV-Receiver und passiven Boxen arbeitet, kann man dies aber durchaus umsetzen. Damit sind wir automatisch beim Thema HiFi-Komponenten angekommen, das wir hier kurz anschneiden wollen.

Denon AVC S670H Quelle: Denon Der Denon AVC S670H ist mit Preisen ab etwa 350 Euro der günstigste AV-Receiver mit HDMI 2.1

HiFi-Setting aufbauen

Mit "HiFi-Setting" meinen wir, dass man einen separaten (Stereo)Verstärker oder AV-Receiver (für Surroundsound) mit passiven Lautsprechern verwendet. HiFi bedeutet an sich so etwas wie High-End-Sound.

Es gibt aber auch "HiFi"-Heimkino-Sets mit einem im Subwoofer integrierten AV-Receiver und passiven 5.0-Surroundboxen-Set für nur 300 Euro - diese sind rein klanglich allerdings einem aktiven 200 Euro-Stereo-Boxenset klar unterlegen, und bevor ihr euch mittelmäßigen Surroundsound anschafft, solltet ihr überlegen, ob ein im Vergleich dazu guter Stereosound nicht die bessere Wahl ist.

Wer aber vor allem im Wohnzimmer Games, Filme und Musik klanglich voll genießen will, kann sich ein echtes HiFi-Setting aufbauen. Wir empfehlen euch, falls ihr nicht direkt ein großzügiges Budget zur Hand habt, die Anlage schrittweise aufzubauen - denn günstig ist die Sache nicht.

Dafür könnt ihr vor allem die Lautsprecher mit hoher Wahrscheinlichkeit 20 Jahre oder länger nutzen und müsst lediglich eventuell gelegentlich einen neuen AV-Receiver kaufen, falls neue Klang- oder Bildstandards dies nötig machen.

Ein ordentlicher, moderner AV-Receiver, an den ihr per HDMI, digital optisch und analog (Cinch) mehrere Geräte anschließen könnt, kostet allein bereits 250 bis 500 Euro, mit HDMI 2.1 (für mehr als 30 FPS bei 4K wichtig) ab etwa 350 Euro. Für den Einstieg kommen dann zum Beispiel für vorn zwei Standlautsprecher infrage, die etwa 100 Zentimeter hoch, 20 Zentimeter breit und 30 Zentimeter tief sind.

Dabei habt ihr ab etwa 250 Euro pro Stück, wenn ihr zu Auslaufmodellen greift, schon eine gute Grundlage, die auch einiges an Bass bietet. Gute Standboxen ab 500 bis 600 Euro pro Stück machen sogar einen Subwoofer selbst langfristig unnötig. Alternativ könnt ihr kompakte, sogenannte "Regalboxen" und bei Bedarf dann noch einen Subwoofer dazunehmen.

Nach und nach schafft ihr euch für echten Surroundsound noch einen Center-Lautsprecher sowie zwei Lautsprecher für hinten an, bei denen sich flache Wandlautsprecher anbieten. Ebenso eine Option: Die zuerst vorn verwendeten Regalboxen wandern nach hinten, sobald ihr euch für vorn ordentliche Standboxen leisten könnt.

  1. Seite 1 Lautsprecher Gaming: Aktive und passive Boxen
  2. Seite 2 Lautsprecher für Gaming: Stecker-Arten, 2.1-Boxensets
  3. Seite 3 Lautsprecher für Gaming-PCs: 2.1 oder 2.0 ? HiFi-Setting aufbauen
  4. Seite 4 Lautsprecher für Gaming: Nahfeldmonitore und Marktübersicht
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