Lautsprecher für Gaming: Technik im Detail erklärt und Marktübersicht mit 50 Stereo-Sets
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Wir bieten eine Marktübersicht mit 50 Stereo-Boxensets und erklären Dinge wie aktiv, passiv, analog, digital, AV-Receiver, Stecker-Arten und mehr.
Viele Spiele werden mit Soundeffekten noch lebendiger, wenn die Soundqualität stimmt. Und vor allem bei Story-basierten Games sorgen schon längst Soundtracks, die zum Teil sogar mit mehr Aufwand als die von Hollywood-Filmen und nicht selten mit echten Symphonie-Orchestern produziert werden, für eine grandiose Atmosphäre. Einige Spieler genießen die Soundkulisse mit Headsets, andere bevorzugen die klassische Art und Weise, nämlich ein PC-Boxensystem.
Wer dabei auf ein wirklich gutes Boxenset setzt, wird mit mehr Spaß am Spiel belohnt, kann aber auch Filme und Serien sowie natürlich Musik genießen. Wir klären euch auf, wie solche Boxensysteme funktionieren und bieten euch Tipps zu Technik und Kauf inklusive einer Übersicht mit 50 aktuellen aktiven Boxensets für den PC.
Und damit sind wir auch schon bei der ersten Frage, die manch einem aufkommt: Was bedeutet "aktiv"? Hierzu muss man wissen, dass die Schallwellen eines Lautsprechers dadurch entstehen, dass die Membranen des sogenannten Töners oder "Treibers" in Schwingung versetzt werden.
Solche Treiber haben nichts mit Treibersoftware zu tun - vielmehr sind die Treiber oder Töner die meist runden Bauteile, die man bei vielen Lautsprechern gut sehen kann, wenn kein Staubschutz die Sicht verdeckt.
Schwingungen werden zu Tönen
Durch die Schwingung der Töner gerät auch die Luft in Schwingung, sodass Schallwellen und somit Töne entstehen. Je tiefer die Töne, die erzeugt werden sollen, desto größer ist in der Regel der Durchmesser des Töners. Für den Hochtonbereich gibt es auch Konzepte mit kleinen rechteckigen Tönern, sogenannten Bändchentönern.
Die Schwingungen der Töner werden durch Stromspannungsschwankungen erzeugt, und je nachdem, woher diese Ströme im Endeffekt stammen, spricht man von aktiven oder passiven Lautsprechern. Bei passiven Lautsprechern sorgt ein externer Verstärker (auch ein AV-Receiver ist ein solcher Verstärker) dafür, dass über seine Ausgänge der Strom zur Verfügung gestellt wird.
Dieser gelangt über Kabel zu den Boxen, die wiederum keine eigene Stromversorgung besitzen - daher die Bezeichnung "passiv", da sie eben ohne eigenen Strom auskommen. Aktive Boxen hingegen haben eine eigene Stromversorgung sowie einen eingebauten Verstärker.
Quelle: Canton
Passive Kompaktboxen Canton GLE 20
Bei passiv und aktiv geht es vor allem um die Frage, ob die für die Töner ausreichend starke Ströme von einem separaten Verstärker oder einem Verstärker, der bei einem Boxenset in einer der Boxen oder im Subwoofer integriert ist, erzeugt werden. Was die Soundquelle angeht, so wird der Sound in analoger Form, also in Form von Stromschwankungen, oder als digitales Signal von der Quelle zum aktiven Boxenset oder Verstärker beziehungsweise AV-Receiver gesendet.
Allerdings sind bei den analogen Signalen, die von der Quelle stammen, die Stromspannungen nur stark genug, um den Sound mit Kopfhörern hören zu können. Für richtige Lautsprecher müssen sie vom Verstärker der aktiven Boxen oder bei einem passiven Setting vom Verstärker oder AV-Receiver verstärkt werden. Für digitale Signale sind beim PC die Wege über HDMI oder einen optischen Digitalausgang üblich.
Für das Empfangen von digitalem Sound muss aber aufseiten der Lautsprecher oder des Verstärkers ein D/A-Wandler vorhanden sein, um die Daten zu entschlüsseln und die Boxen anzusteuern. Bei einem AV-Receiver ist dies kein Problem, bei PC-Boxensystemen sind digitale Eingänge aber eher selten vorhanden.
Es gibt zwar kleine Zusatzgeräte, die eine Art Mini-AV-Receiver darstellen und für ein analoges Boxenset den digital empfangenen Sound als analoges Signal Verfügung stellen, was allerdings nur selten Sinn macht, da der PC ohnehin schon den Sound analog über seine klassischen 3,5mm-Klinkenbuchsen ausgeben kann. Das Thema Stecker und Buchsen erklären wir auf der nächsten Seite.
