Wir bieten eine Marktübersicht mit 50 Stereo-Boxensets und erklären Dinge wie aktiv, passiv, analog, digital, AV-Receiver, Stecker-Arten und mehr.
Stecker-Arten für die Soundübertragung
Die einfachste Art der Soundübertragung ist es, den Sound analog zu einem Boxenset oder Kopfhörer zu senden. Ein PC hat hierfür meist mehrere Buchsen, in die ein 3,5mm-Stecker hineinpasst. Die Stecker gibt es in verschiedenen Ausführungen: Mono (1 Kanal), Stereo (2 Kanäle) und dreifach belegt.
Die normale Verwendung für ein Boxenset ist Stereo. Hierbei hat der Stecker drei sichtbare Metallsegmente - eines überträgt den Sound für die linke Box, eines den für die rechte Box, hinzu kommt als drittes Segment die Erdung. Das andere Ende des Kabels muss dann wiederum zum Boxenset passen.
In aller Regel ist das Kabel beim Boxenset mitgeliefert und splittet sich entweder in zwei Cinch-Stecker auf, von denen jeder für sich gesehen mono ist, also nur den Sound für links oder rechts weitergibt, oder es handelt sich ebenfalls um einen Stereo-Klinkenstecker. Bei manchen Boxensets ist das Kabel auch fest eingebaut.
Ein Sonderfall sind analoge Mehrkanalsets mit 5.1-Sound, also fünf Boxen plus Subwoofer für Surroundsound. Hier benötigt man logischerweise drei Stereo-Klinkenstecker: Einer für die beiden seitlichen Frontboxen, einen für die beiden hinteren Boxen sowie einen, der den Center und den Subwoofer versorgt.
Allerdings gibt es inzwischen praktisch keine solche analogen 5.1-Boxensets mehr im Handel, da Surroundsound-Liebhaber entweder per Kopfhörer spielen, wo es schon längst eine sehr gute Raumklang-Simulation gibt, oder aber direkt in die Vollen gehen und ein Heimkinoset oder einen AV-Receiver mit entsprechenden Einzel-Boxen kaufen.
In den beiden letzten Fällen wird der Sound dann digital übertragen, sodass nur ein einziges Kabel, zum Beispiel HDMI, nötig ist. Die folgende Tabelle zeigt euch eine Übersicht zu den wichtigsten Stecker-Sorten im Audio-Bereich für PC-Nutzer:
| Stecker-Art | Kanäle | Einsatzweck |
|---|---|---|
| 3,5mm-Klinke mono | 1 | Digital koaxial (Mehrkanalsound) oder Mikrofon |
| 3,5mm-Klinke Stereo | 2 | Analoge Soundübertragung für Kopfhörer oder zwei Lautsprecher |
| 3,5mm-Klinke dreifach belegt | 3 | Sound analog Stereo plus Mikrofon für Geräte mit Headsetfunktion |
| 6,3mm-Klinke mono | 1 | Versorgung eines Einzellautsprechers oder Anschluss an Mixer |
| 6,3mm-Klinke Stereo | 2 | Stereosound für größere Boxen oder HiFi-Kopfhörer |
| Toslink (optisch) | 1 (digital) | Mehrkanalsound digital |
| HDMI | 1 (digital) | Mehrkanalsound digital |
Wichtig zu wissen ist, dass ihr bei analogen Steckern jederzeit auch Adapter einsetzen könnt, um aus einem 3,5mm- einen 6,3mm-Stecker oder umgekehrt machen zu können. Ein Kabel mit Stereo-Klinkensteckern lässt sich zudem per Y-Adapter immer auf zwei Mono-Buchsen oder Mono-Stecker aufsplitten, wobei die dadurch entstehende Mono-Steckerform frei zwischen 3,5mm, 6,3mm oder Cinch (auch RCA genannt) gewählt werden kann.
Quelle: Oehlbach
Die zwei Cinch-Stecker und ein 3,5mm-Klinkenstecker eines Adapter-Audiokabels von Oehlbach
2.1-Boxensets als Platzhirsch
Sehr weitverbreitet für PCs sind 2.1-Boxensets. Das Signal, das vom PC zu solchen Boxen gesendet wird, ist aber nur Stereo. Es gibt am PC kein spezielles Signal für "2.1"-Sound, bei dem es für den Subwoofer einen eigenen, dritten Kanal gibt. Bei einem 5.1-Set hingegen würde es für den Subwoofer eine eigene Audioinformation geben. Der Grund hierfür ist, dass ein 2.1-Set aus Sicht des PCs wie ein 2.0-Set ist.
Der Subwoofer ist lediglich ein nachträglich ausgelagerter Bass-Bereich des Stereoboxensystems. Dies hat damit zu tun, dass ein relativ ordentlicher Bass mit größeren Boxen deutlich einfacher zu erzeugen ist, man aber vor allem in den Anfangsjahren der Heimcomputer nur wenig Platz auf dem Schreibtisch hatte.
Man musste daher relativ kleine und bassschwache Boxen nutzen. Irgendwann kamen dann die 2.1-Systeme auf den Markt: Das Stereosignal vom PC wird zuerst in den Subwoofer gesendet, der meist unter dem Tisch steht und sich den Bassanteil des Audiosignals abzwackt.
Er gibt den Bass aus und sendet dann den Rest des Audiosignals an die beiden auf dem Tisch stehenden Boxen weiter. Der Verstärker sitzt dabei im Subwoofer. Dieses Konzept hat sich weitverbreitet, da der Sound oft bombastisch klingt und man eben auf dem Schreibtisch wenig Platz benötigt. Warum wir aber trotzdem eher ein Stereo-Set ohne Subwoofer empfehlen, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
