Konsole vs. PC: Zwei Mini-Gaming-PCs für 700 und 1350 Euro

Special Antonio Funes
Konsole vs. PC: Zwei Mini-Gaming-PCs für 700 und 1350 Euro
Quelle: PC Games Hardware

Die Gerüchteküche rund um die nächste Konsolengeneration von Sony und Microsoft brodelt - wir werfen einen Blick unter die Gerüchte-Topfdeckel und versuchen allgemein, die Vor- und Nachteile von PCs und Konsolen zu vergleichen. Außerdem bieten wir Tipps für einen Selbstbau-Gaming-PC im Mini-Format als Konsolen-Alternative fürs Wohnzimmer inklusive zwei Beispiel-Konfigurationen für 700 und 1350 Euro.

Zwei Mini-Gaming-PCs für 700 und 1350 Euro

Wir haben zwei Mini-Gaming-PCs als Beispiele zusammengestellt. Der erste PC ist eher für den "Einstieg" gedacht - dank effizienter Grafikkarten schafft er aber für seinen Preis von gut 700 Euro trotzdem problemlos alle aktuellen Spiele auf hohen Details in Full-HD, und wer will, der kann auch eine stärkere Grafikkarte einbauen als die von uns ausgesuchte Nvidia GTX 1660.

Kleiner Haken: Über 21 Zentimeter darf die Grafikkarte nicht lang sein, denn das ist die Obergrenze beim von uns ausgesuchten Cooler Master Elite 110-Gehäuse, welches 20,8 Zentimeter hoch ist 26 Zentimeter breit und 28 Zentimeter tief ist - ein klassisches Cube-Design.

Als CPU wählen wie den AMD Ryzen 5 2600, der ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, und nehmen zur Kühlung den mitgelieferten Wraith-Kühler, der weniger als sieben Zentimeter hoch ist Für ein besonders leise Kühlung müsste man hier allerdings etwas Geld in die Hand nehmen und beachten, dass man die Gehäuseeinschränkung nicht überschreitet (7,6 cm Kühlerhöhe) - der AMD-Kühler ist bei seiner Lautstärke aber in Ordnung, vor allem wenn der PC sowieso ein Stück entfernt steht. Dem Gehäuse gönnen wir noch einen be quiet! Pure Wing 2-Lüfter mit 80mm Rahmenbreite, wer will kauft noch einen zweiten dazu, denn das Gehäuse bietet zwei passende Lüfterplätze. Die SSD von Kingston ist kein M.2-Modell, da wir für den Einsteiger PC die 700-Euro-Grenze nicht zu sehr sprengen wollen. Das von uns gewählte Biostar-Mainboard schlägt nämlich bereits mit gut 100 Euro zu Buche - es gibt aber leider keine nennenswert günstigeren Mini-ITX-Mainboards für den Sockel AMD AM4, bei Intel ließen sich 20 Euro sparen, dafür sind wiederum mit dem Ryzen 5 2600 vergleichbare Prozessoren wie der Core i5-8400 etwa 60 Euro teurer. Wir fassen die Ausstattung des ersten PCs zusammen:

  • CPU: Ryzen 5 2600 (6 Kerne, 12 Threads, 3,4 bis 3,9 GHz) - 150 Euro
  • Mainboard: Biostar Racing X470GTN - 110 Euro
  • RAM: 2x8GB DDR4-RAM G.Skill Aegis 3000 MHz - 80 Euro
  • Grafikkarte: PNY GeForce GTX 1660 XLR8 Gaming - 225 Euro
  • Laufwerk: Kingston A400 SSD 480GB - 55 Euro
  • Gehäuse: Cooler Master Elite 110 - 44 Euro
  • Gehäuselüfter: be quiet! Pure Wings 2, 80mm - 6 Euro
  • Netzteil: Be Quiet! System Power 9 400 Watt - 40 Euro

In der Summe ergeben sich 710 Euro, exklusive Windows. Kommen wir nun zu unserem zweiten Vorschlag, der mehr Leistung bietet und auch insgesamt edler ausgestattet ist.

Fractal Design Node 202 Quelle: Fractal Design Fractal Design Node 202 Unter anderem ist auch das Gehäuse teurer, denn wir entscheiden uns für ein Fractal Design Node 202, und zwar für die Version inklusive 450 Watt-Netzteil für 135 Euro. Ein Vorteil des Gehäuses: Es passen Grafikkarten mit einer Länge bis zu 31 Zentimeter hinein. Das Node 202 kann man zudem horizontal hinlegen oder aufrecht hinstellen. In letzterem Fall beträgt die Höhe 37,7 Zentimeter, die Tiefe 33 Zentimeter und die Breite 8,2 Zentimeter. Wählt man die liegende Position, wird aus der Höhe die Breite vice versa. Zwei Haken gibt es beim Node 202: Zum einen darf ein CPU-Kühler maximal 56 Millimeter hoch sein. Zum anderen muss man bei Nutzung der optionalen Plätze für zwei 120mm-Lüfter auf die Höhe der Grafikkarte achten. Normale 120mm-Lüfter mit einer Rahmenbreite von 25 Millimetern würden eine Grafikkarte verlangen, die maximal 35 Millimeter hoch ist - dies ist mit modernen Gaming-Grafikkarten nicht zu bewerkstelligen. Daher wählen wir zwei Akasa Slimfan, 120mm-Lüfter mit 15 Millimeter Rahmenbreite und können eine Grafikkarte mit bis zu 45 Millimeter Höhe einbauen. Unsere Wahl: eine Palit RTX 2070 Dual V1 für knapp 500 Euro. Der letzte wichtige Punkt: Als Speicherlaufwerk gönnen wir uns eine M.2-SSD mit hoher Geschwindigkeit und 960 Gigabyte Platzangebot. Unsere Auswahl sieht nun wie folgt aus und kostet in der Summe gut 1350 Euro, genauer gesagt 1355 Euro:

  • CPU: Intel Core i7-8700 (6 Kerne, 12 Threads, 3,2 bis 4,6 GHz) - 310 Euro
  • CPU-Kühler: Noctua NH-L9i - 40 Euro
  • Mainboard: MSI B360i Gaming Pro AC - 115 Euro
  • RAM: 2x8GB DDR4-RAM Crucial Ballistix Sport 3000 MHz - 80 Euro
  • Grafikkarte: Palit RTX 2070 Dual V1 - 500 Euro
  • Laufwerk: Corsair Force Series MP510 960GB - 155 Euro
  • Gehäuse: Fractal Design Node 202 mit 450W-Netzteil - 135 Euro
  • Gehäuselüfter: 2x Akasa Slimfan, 120mm, 15mm Rahmendicke - 20 Euro

Für weitere Fragen oder Meinungen könnt ihr übrigens unter dem Artikel Euren Kommentar abgeben.

  1. Seite 1 Konsole vs. PC: Einleitung und Konsolen-Gerüchte
  2. Seite 2 Konsole vs. PC: Vor- und Nachteile von Konsole und PC
  3. Seite 3 Konsole vs. PC: Mini-Gaming-PCs und Gehäuse
  4. Seite 4 Konsole vs. PC: Mini-PC-Komponenten, Steuerung und Netzwerk
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