Konsole vs. PC: Mini-PC-Komponenten, Steuerung und Netzwerk
Special
Die Gerüchteküche rund um die nächste Konsolengeneration von Sony und Microsoft brodelt - wir werfen einen Blick unter die Gerüchte-Topfdeckel und versuchen allgemein, die Vor- und Nachteile von PCs und Konsolen zu vergleichen. Außerdem bieten wir Tipps für einen Selbstbau-Gaming-PC im Mini-Format als Konsolen-Alternative fürs Wohnzimmer inklusive zwei Beispiel-Konfigurationen für 700 und 1350 Euro.
CPU, Mainboard und Grafikkarte
Dank moderner CPUs und Grafikkarten sowie auch Fortschritten bei den Gehäusen und Kühlern ist das Thema Hitze nicht mehr so kritisch wie noch vor 10 Jahren.
In diesem Artikel
- Seite 1 Konsole vs. PC: Einleitung und Konsolen-Gerüchte
- Seite 2 Konsole vs. PC: Vor- und Nachteile von Konsole und PC
- Seite 3 Konsole vs. PC: Mini-Gaming-PCs und Gehäuse
- Seite 4 Konsole vs. PC: Mini-PC-Komponenten, Steuerung und Netzwerk
- Seite 5 Konsole vs. PC: Zwei Mini-Gaming-PCs für 700 und 1350 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Bei Grafikkarten ist vor allem Nvidia zu nennen, da es dem Hersteller besser als AMD gelungen ist, eine starke Leistung auch mit relativ wenig Strombedarf zu koppeln - und je weniger Strom verbraucht wird, desto leichter sind Bauteile kühl zu halten. Bei Prozessoren sollte man es mit dem Takt nicht übertreiben - vor allem der Core i9-9900K von Intel ist zwar stark, erzeugt aber viel Hitze.
Quelle: MSI
MSI B360i Gaming Pro AC
Daher sind bei Prozessoren eher Modelle wie die Ryzen 5 2600er und Ryzen 7 2700er sowie bei Intel die Modelle Core i5-8400 bis Core i7-8700K zu nennen, die für Spiele auf viele Jahre ausreichen werden. Was die Mainboards angeht, so müsst ihr nicht nur darauf achten, dass es zur CPU passt, sondern auch auf die Baugröße. Die wirklich kleinen Gehäuse sind, wie gesagt, im Mini-ITX-Format - hier sind also Mainboards gefragt, die ebenfalls Mini-ITX-Format besitzen. Teilweise geht es wegen der kleinen Bauweise eng zu, aber die Mainboards sind meistens gut durchdacht. Bei ITX-Mainboards gibt es stets nur zwei RAM-Slots und außer dem PCIe-Port für die Grafikkarte keine weiteren Slots. Das Anschlusspanel für USB, LAN und so weiter, das hinten am Gehäuse anliegt, ist hingegen nicht kleiner als bei großen Mainboards, so dass die Anschlussvielfalt nicht leidet. Was beim Zusammenstellen von Mini-PCs ein Vorteil ist: M.2-Slots.Diese findet ihr mittlerweile auf so gut wie jedem Mainboard. M.2-SSDs mit Geschwindigkeiten, die ihren 2,5-Zoll-Brüdern gleichen, sind inzwischen kaum teurer als die größeren SSD-Modelle und sparen dank ihrer Bauart (ähnlich wie ein RAM-Riegel) Platz. Auch die M.2-SSDs-Modelle, die deutlich schneller als normale SSDs sind, haben mittlerweile nicht mehr einen so hohen Aufpreis wie früher. In vielen Fällen wird man für seinen Wohnzimmer-PC mit einer M.2-SSD (oder auch einer 2,5-Zoll-SSD) auskommen, die zwischen 480 und 1000 Gigabyte Speicherplatz bietet, und spart sich den Einbau einer Festplatte, die ja auch deutlich langsamer als eine SSD ist. Dies sorgt auch für etwas mehr Platz für frische Luft. Bei Mini-ITX-Mainboards sollte man aber trotzdem aufpassen, ob es mit dem M.2-Steckplatz keine Platzprobleme gibt.
Grafikkarten: In der Kürze liegt die Würze
Wer sich für ein Gehäuse entscheidet, das nicht zu groß sein sollte, gleichzeitig aber auch nicht auf einen sehr flachen CPU-Kühler setzen will, wird häufig auf Beschränkungen treffen, durch die eine Grafikkarte nicht länger als 20 bis 22 Zentimeter sein darf. Bei Nvidia ist das bei vielen Modellserien kein Problem - selbst von der GeForce RTX 2070 gibt es eine Handvoll Modelle mit maximal 22 Zentimetern Länge, wie der PC Games Hardware-Preisvergleich zeigt. Zwei RTX 2070-Modelle sind sogar unter 18 Zentimeter lang. Bei AMD geht man leider, was Gaming-Grafikkarten unter 22 Zentimeter mit mindestens sechs Gigabyte RAM angeht, komplett leer aus. Zwischen 23 und 24 Zentimetern geht es aber auch bei AMD los. Dass es keine besonders kleinen AMD-Gaming-Grafikkarten gibt hat auch mit dem Strombedarf der in Frage kommenden Modelle (AMD RX 570, 580 und 590 sowie AMD RX Vega 56 und 64) zu tun, der mehr Abwärme erzeugt und eine gewisse Mindest-Kühlergröße verlangt.
Steuerung und Netzwerk
Wer einen PC an seinem TV-Gerät angeschlossen hat, wird vermutlich auf dem Sofa oder einem Sessel Platz nehmen. Doch wie steuert man den PC von dort aus?
Quelle: Microsoft
Xbox One Controller in Weiß
Zwei Kabel für Maus und Tastatur quer durchs Zimmer zu verlegen wollen viele sicher vermeiden. Kabellose Mäuse und Tastaturen sind aber eine gute Alternative. Zwar muss man bei der Funktionsvielfalt von Tastaturen Abstriche machen - einen Nachteil durch die Funkverbindung hat man heutzutage aber nicht mehr zu befürchten. Eine weitere Option, die wir wärmstens empfehlen können, ist ein Gamepad. Das kabellose Xbox One-Gamepad von Microsoft ist dabei quasi der Gold-Standard. Mit dem Zusatz "für Windows" im Namen liegt dem Controller ein USB-Stick bei, der für die kabellose Verbindung mit dem PC sorgt. Neuere Modelle des Controllers lassen sich aber auch mit den meisten Bluetooth-Sticks von anderen Herstellern verbinden - mehr zu dem Thema findet ihr auch direkt bei Microsoft. Die Steuerung der Games am PC per Gamepad dann jeweils identisch mit der ausgeklügelten Steuerung an einer Xbox One, und auch viele PC-exklusive Games haben trotzdem eine gute Gamepad-Umsetzung. Da die Spieleentwickler häufig die Konsolenversion als Schwerpunkt haben ist es sogar bei vielen Spielen so, dass die Steuerung per Gamepad besser als per Maus und Tastatur funktioniert, was manch einen PC-Fan, der kein Gamepad nutzen möchte, gegen den Strich geht. Was die Netzwerkverbindung angeht: Für schnelle Onlinegames wäre es im Zweifel besser, für eine Verbindung per LAN zu sorgen. Ihr könnt aber auch ausprobieren, ob es sich per WLAN gut genug spielen lässt - viele ITX-Mainboards haben WLAN-Module onboard.
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