Konsole vs. PC: Vor- und Nachteile von Konsole und PC
Special
Die Gerüchteküche rund um die nächste Konsolengeneration von Sony und Microsoft brodelt - wir werfen einen Blick unter die Gerüchte-Topfdeckel und versuchen allgemein, die Vor- und Nachteile von PCs und Konsolen zu vergleichen. Außerdem bieten wir Tipps für einen Selbstbau-Gaming-PC im Mini-Format als Konsolen-Alternative fürs Wohnzimmer inklusive zwei Beispiel-Konfigurationen für 700 und 1350 Euro.
Konsole vs. PC: Was ist die bessere Wahl?
Manch einer steht vor der Entscheidung, ob er für Gaming auf eine Konsole oder einen PC setzen sollte - oder ob er, wenn er schon eines von beiden besitzt, dabeibleiben oder wechseln sollte. Zu diesen Fragen versuchen wir nun, einige Überlegungen anzustellen, mit denen wir beide Seiten beleuchten wollen. Denn einen klaren Sieger gibt es nicht, außer man sieht sich als klarer Fan einer bestimmten Plattform.
In diesem Artikel
- Seite 1 Konsole vs. PC: Einleitung und Konsolen-Gerüchte
- Seite 2 Konsole vs. PC: Vor- und Nachteile von Konsole und PC
- Seite 3 Konsole vs. PC: Mini-Gaming-PCs und Gehäuse
- Seite 4 Konsole vs. PC: Mini-PC-Komponenten, Steuerung und Netzwerk
- Seite 5 Konsole vs. PC: Zwei Mini-Gaming-PCs für 700 und 1350 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Beginnen wir mit modernen Spielekonsolen, wobei wir uns auf die Sony Playstation 4 (Pro) sowie die Xbox One S und One X konzentrieren wollen. Denn diese beiden Konsolen ermöglichen einen günstigen Einstieg in die Spielewelt. Die weitaus meisten aufwendigeren PC-Titel gibt es auch für die Playstation 4 oder Xbox One, hinzu kommen einige Titel, die Playstation-exklusiv sind.
Quelle: Microsoft
Von Konsolen gibt es häufig Bundles inklusive einem Top-Titel
Die Grafik der Spiele sieht auf einem LCD-TV sehr häufig nur bei sehr genauem Hinsehen schwächer als mit einem PC aus. Moderne Spielekonsolen holen erstaunlich viel aus der Hardware heraus, die nicht mehr kostet als eine PC-Grafikkarte, die man als Gamer in den "Mittelklassebereich" einstufen würde. Zum einen liegt dies daran, dass es die Hardware bei Sony respektive Microsoft praktisch stets identisch und im Gegensatz zu einem normalen Windows-PC komplett auf Gaming ausgelegt ist, so dass Entwickler aus der gebotenen Hardwareleistung leichter als auf einem gleichstarken PC gute FPS-Werte herausholen können, also genügend Bilder pro Sekunde für ein flüssiges Gaming bieten. Manche Spiele tricksen zwar auch und beschränken ihre FPS auf beispielsweise 30, was vielen PC-Gamern für ein PC-Spiel zu wenig wäre. Auch bei der intern genutzten Auflösung sparen manche Konsolentitel - in den meisten Fällen sehen die Spieler die Nachteile aber kaum, da sie meist per LCD-TV spielen und vergleichsweise weit vom Display entfernt sitzen, wenn man es mit Gaming an einem Schreibtisch per Monitor vergleicht.
Bei Preisen ab etwa 250 Euro inklusive einem Controller sowie häufig auch einem Spiel im Lieferumfang kann ein PC für den Gaming-Einstieg nicht mithalten. Zwar sind Konsolen-Games in der Regel 10 Euro teurer als PC-Spiele, aber wer Spiele für Konsolen als Retailversion kauft, der kann sie bei Bedarf einfach verkaufen. PC-Games hingegen sind, genau wie Download-Versionen von Konsolengames, meistens dauerhaft an ein Benutzerkonto gebunden. Trotzdem bieten moderne Gaming-PCs mit starken Grafikkarten deutlich mehr Power als Spielekonsolen und können bei den Details und/oder den FPS-Werten auch ohne High-End-Hardware eine Schippe drauflegen. Mit guter Hardware lassen sich auch Vorteile moderner Gaming-Monitore nutzen, die ihre Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz und mehr an die vom PC berechneten FPS-Werte anpassen können.
Auch das Thema Mods, also Anpassungen oder Erweiterungen eines Spiels durch engagierte andere Nutzer, kann für den ein oder anderen Spieler ein relevanter Pluspunkt für einen PC sein, denn Mods sind bei Konsolenspielen kaum anzutreffen. Zudem sind PCs auch für viele Aufgaben abseits von Games sehr hilfreich und dabei komfortabel zu bedienen.
Quelle: Sony
Der PS4-Controller im Camouflage-Design
Bestimmte Genres wie Echtzeitstrategie gehen per Maus und Tastatur am PC leichter von der Hand als bei Konsolen, obgleich die Entwickler sich bei der Umsetzung für Konsolen-Controller Mühe geben. Konsolen wiederum können allgemein eine leichte Bedienung für Laien als Pluspunkt verbuchen. Da die Hardware stets identisch ist, gibt es auch viel seltener Probleme als mit Windows-PCs, bei denen Spiele und Programme auf viele Millionen verschiedene Konfigurationen treffen können und Nutzer häufig selbst für Updates und neue Treiber sorgen müssen. Die kommenden Konsolen werden zwar sicher mehr und mehr auch eine dem PC ähnliche Funktionalität bieten, und Microsoft hat beispielsweise für die Xbox One einen Maus- und Tastatursupport freigeschaltet, obgleich hierzu derzeit noch bestimmte Modelle nötig sind. Trotzdem will der ein oder andere Gamer weiterhin auf einen PC setzen oder sogar einen zweiten PC anschaffen - denn wer ein Gaming-Gerät für sein Wohnzimmer sucht und nicht zu viel Platz für ein großes Gehäuse opfern will, möglicherweise sogar deswegen den Kauf einer Konsole in Erwägung zieht, der kann heutzutage starke Gamingpower auch in sehr kleinen PC-Gehäusen unterbringen, die kaum mehr Platz wegnehmen als eine Spielekonsole. Zu diesem Thema kommen wir auf der nächsten Seite.
- Seite 1 Konsole vs. PC: Einleitung und Konsolen-Gerüchte
- Seite 2 Konsole vs. PC: Vor- und Nachteile von Konsole und PC
- Seite 3 Konsole vs. PC: Mini-Gaming-PCs und Gehäuse
- Seite 4 Konsole vs. PC: Mini-PC-Komponenten, Steuerung und Netzwerk
- Seite 5 Konsole vs. PC: Zwei Mini-Gaming-PCs für 700 und 1350 Euro
