2013 war ein ereignisreiches Jahr - wir blicken in Sachen Hardware auf die letzten 12 Monate zurück und fassen spannende Entwicklungen und seltsame Trends zusammen. Was waren eure Highlights im Bereich PC-Hardware?
Prozessoren
2012 wurde von Intels Sockel 1155 beherrscht. Mit den Sandy Bridge-Modellen der Core i5 und i7 2000er-Reihe begann der Siegeszug, ein Update auf die 3000er-Modelle der Ivy Bridge zementierte die Dominanz vor allem im Bereich ab 100 Euro. 2013 brachte Intel dann noch einige günstigere Prozessoren für den Sockel 1155 heraus wie den Pentium G2020, der für nur 50 Euro eine Leistung bringt, die ausreichend für einen Einsteiger-Spiele-PC ist. Doch der Sockel 1155 spielt an sich keine Rolle mehr, außer man besitzt bereits ein entsprechendes Mainboard. Klar an der Spitze der Jahres-Neuigkeiten steht vielmehr der neue Sockel 1150 mit der Haswell-Prozessorfamilie. Im Juli kamen die ersten Modelle auf den Markt, und in Sachen Preis-Leistung stellen sie eine hervorragende Wahl dar: Einsteiger können zu einem Sockel 1150-Pentium der G-Reihe greifen, wer um die 100 Euro ausgeben will, nimmt einen Intel Core i3. Und wer ab 160 Euro aufbringen kann, für den bieten sich die Intel Core i5-CPUs an. Mit einem Core i5-4570 oder (falls man übertakten möchte) Core i5-4670k ist man für eine längere Weile für alle Spiele vorbereitet. Möchte man auf Nummer Sicher gehen und eine CPU nutzen, die acht CPU-Kerne besitzt, der nimmt einen Xeon E3-1230 v3, welcher bis auf die fehlende Grafikeinheit technisch dem deutlich teureren Core i7-4770 entspricht. Nur wer unbedingt auch übertakten möchte greift zu einem Core i7, und zwar zum i7-4770k. Wichtig für Übertaktung beim Sockel 1155 und auch beim Sockel 1150: ein Mainboard mit Z-Chipsatz ist hierbei für optimale Ergebnisse erforderlich.
Quelle: PC Games Hardware
AMD FX-6300
Doch was ist mit AMD? Leider hat es AMD lange Zeit nicht geschafft, mit Intel mitzuhalten. Zwar bieten die FX-8000er-Modelle für den Sockel AM3+, die in 2012 erschienen, teilweise eine ähnliche Leistung wie ein Intel Core i5, doch bei voller Last ist der Strombedarf höher, zudem hat Intel trotzdem in den meisten Spielen die Nase weiterhin vorne – bei etwa gleichem Preis. Im Jahr 2012 konnte AMD wenigstens noch den Bereich bis etwa 100 Euro für sich beanspruchen, doch dies ist 2013 durch die ähnlich starken, aber deutlich unter 100 Euro erhältlichen Intel-Pentium G-CPUs ebenfalls nicht mehr der Fall. In diesem Jahr brachte AMD vier neue Modelle auf den Markt: der FX-4350 für etwa 105 Euro ist dabei nicht zu empfehlen, da für nur wenig mehr schon der Sechskerner FX-6350 zu haben ist. Trotzdem steht selbst dieser im Vergleich zu einem nicht teureren Intel core i3 schlechter da. Für 200 und 270 Euro sind zudem der AMD FX-9370 und der FX-9590 zu haben, doch beide sind sogar schwächer als ein Intel Core i5-4570, der nur 170 Euro kostet, und benötigen bei Last teilweise sogar doppelt so viel Strom. Selbst der AMD Sockel FM2, der günstige Prozessoren für HTPCs bieten soll, ist im Vergleich zu Intel nicht wirklich zu empfehlen, da die Intel Pentium G und Core i3 zu teils günstigeren Preisen ähnlich viel leisten und auch beim Strombedarf sehr gut dastehen.
