In unserem Special findet ihr unsere Aussichten in Sachen Hardware für das noch frische Jahr 2012. Wir beleuchten die steigende Bedeutung von SSDs, nennen euch die kommenden Grafikkarten-Entwicklungen und sagen euch, warum LCD-TVs auch für Spieler ein guter Ersatz für den klassischen Monitor sein können.
Quelle: Arctic
Kühler für die AMD 7970
Ausblick: Neue Grafikkarten
Ende letzten Jahres tauchten erste genauere Informationen von AMDs neuer Grafikkarte, der Radeon 7970 auf. Der neue Grafikbolide wird offenbar die Nvidia GTX 580 hinter sich lassen und wird in den nächsten Tagen in den Läden erwartet, eventuell aber auch erst im Februar. Mit der Radeon 7970 leitet AMD seine neue Grafikgeneration ein, es werden also im Laufe des Jahres noch weitere Grafikkarten erscheinen. Hier werden allerdings zuerst schwächere Karten als die 7970 erwartet, denn die "9" im Namen deutet schon an, dass die 7970 (zumindest für eine Weile) die Top-Karte von AMD sein wird. Im OEM-Markt (also für Fertig-PCs) sind bereits einige Karten mit 7000er-Namen in den Startlöchern, es handelt sich aber hier nur um umbenannte ältere AMD-Grafikkarten. Mehr über wirklich neue Grafikkarten im Mittelklasse und Oberklassebereich, also typischerweise zwischen 100 und 300 Euro, ist nicht bekannt, außer dass die Namen wie gewohnt eine 7 und 8 als zweite Ziffer haben werden, es also eine 7700er- und 7800er-Serie geben wird. Auf Seiten von Nvidia gibt es noch keine genaueren Informationen über die Leistung der neuen Grafikkartengeneration für 2012, deren Codename "Kepler" lautet. Es sind aber definitiv neue Modelle für 2012 geplant, hierbei werden die Chips die Bezeichnungen GK104, GK106, GK107 und GK110 tragen. Nvidia wird im Gegensatz zu AMD offenbar erst mit den "schwächeren" Chips auf den Markt kommen, zu erwarten ist ein Release der ersten neuen Nvidia-Grafikarte für den Einsteigerbereich im zweiten Quartal dieses Jahres. Chips mit höherer Leistung wird Nvidia erst später veröffentlichen, das Top-Modell wohl sogar erst im Jahr 2013.
3D-Monitore und LCD-TVs
Insbesondere die Hersteller von TV-Geräten rühren kräftig die Werbetrommel für 3D. Dabei steckt die Technik immer noch in der Kinderschuhen. Trotzdem lässt sich für 2012 vermuten, dass 3D mehr und mehr ein Thema für jedermann wird. Allerdings muss man sich auch der Nachteile bewusst sein. Natürlich kostet ein 3D-fähiger LCD mehr, und wer nicht solo Filme schaut, braucht aktuell noch pro Zuschauer eine eigene
Quelle: Nvidia
3D-Brille für Nvidia-Grafikkarten
3D-Brille, die zum LCD passen muss. Zudem ist 3D für die meisten Leute anstrengender, denn da den Augen das 3D nur vorgegaukelt wird, versuchen die Augen ständig, die Objekte auf dem LCD scharf zu stellen, obwohl sie sich in Wahrheit auf einer Fläche nur wenige Meter vor den Augen befinden. Dies strengt das Gehirn an, manch einer reagiert sogar mit Kopfschmerzen. Bei Spielen wiederum ist es ebenfalls noch nicht wirklich ausgereift. Bei manchen Spielen funktioniert 3D recht gut, bei anderen schlechter. Nvidia und AMD haben kein einheitliches System, wobei Nvidia weiter als AMD ist und auf eigene Shutterbrillen sowie Monitore mit 120Hz setzt. Diese Monitore sind natürlich teurer als normale Monitore, und da die Grafikkarte pro 3D-Bild zwei Bilder berechnen muss (je eines für das linke und rechte Auge), benötigt ein Spiel sozusagen die doppelte Power - oder anders gesagt: mit der gleichen Grafikkarte wird man in 3D nur etwa halb so viele Bilder pro Sekunde haben wie bei gleichen Grafikdetaileinstellungen ohne 3D. Bei Filmen ist das Problem nicht vorhanden, da die jeweils zwei Bilder pro Auge ja bereits auf der BluRay vorhanden sind. Trotz der Nachteile erwarten wir für dieses Jahr erneut ein Plus an Usern, die auf 3D setzen oder zumindest für 3D vorbereitet sein wollen.
