In unserem Special findet ihr unsere Aussichten in Sachen Hardware für das noch frische Jahr 2012. Wir beleuchten die steigende Bedeutung von SSDs, nennen euch die kommenden Grafikkarten-Entwicklungen und sagen euch, warum LCD-TVs auch für Spieler ein guter Ersatz für den klassischen Monitor sein können.
In unserem Special wollen wir einen kleinen Ausblick wagen, welche Hardware in diesem noch jungen Jahr 2012 gefragt sein wird. Multimedia spielt dabei eine große Rolle, interessant sind aber auch die Hardwareanforderungen künftiger Spiele. Mit diesem für Gamer wichtigem Thema wollen wir auch direkt beginnen.
Ausblick: allgemeine Hardwareanforderungen für Spiele
Wenn wir die letzten zwei bis drei Jahre Revue passieren lassen, so stellen wir fest: in Sachen Mindestanforderungen von aktuellen Spielen hat sich relativ wenig getan. Viele Gamer können sogar mit einer 2 Jahre alten Grafikkarte, die schon damals nur Mittelklasse war, immer noch ausreichend gut spielen, und mit einer etwa drei Jahre alten CPU können die meisten Gamer noch problemlos durch den Neukauf einer Grafikkarte den PC auf einen Stand bringen, der sogar für hohe Details bei aktuellen Spielen ausreicht. Früher waren CPUs und Grafikkarten nach etwa zwei Jahren in aller Regel hoffnungslos unterlegen, sofern man nicht beim Kauf auf teure HighEnd-Komponenten setzte. Ein wichtiger Grund für dieses Phänomen ist, dass im Grunde alle Spiele im Kern auch für Spielekonsolen entwickelt werden. Da Konsolen wiederum inzwischen technisch schon recht alt sind, reicht daher für die niedrigeren Detailmodi bei PC-Spielen ein älterer PC oft sehr gut aus. Ein Spiel wie das heißersehnte Diablo 3 wird - obwohl es kein Konsolentitel ist - vermutlich trotzdem auch ohne sehr guten PC auf geringeren Details gut spielbar sein, um auch Spieler mit älteren PCs als Zielgruppe nicht zu verlieren. Dies war auch schon bei Starcraft 2 so - ebenfalls kein Konsolentitel und wie Diablo 3 aus dem Hause Blizzard.
Lediglich bei den hohen Detailstufen beobachten wir bei Spielen stetig wachsende Hardwareanforderungen, wobei auch diese keine High-End-Hardware benötigt. Einige Spiele, wie Battlefield 3, bieten allerdings auch einen "Ultra"-Detailmodus. Diese Grafikmodi sollte man aber eher als eine Art Demo sehen, was möglich ist - denn die Unterschied sind beim Spielen nur mit viel Wohlwollen auch sichtbar. Es ist also auch dieses Jahr nicht zu erwarten, dass sich die Hardwareanforderungen großartig ändern werden. Es wird vermutlich Spiele geben, die so wie Battlefield 3 neue Maßstäbe setzen und mit einem sehr anfordernden "Ultra"-Modus daherkommen - wer aber mit seinem PC aktuelle Spiele auf mittleren bis hohen Details spielen kann, wird aller Wahrscheinlichkeit nach in 2012 nicht in die Verlegenheit kommen, dass ein Spiel sogar nur noch auf niedrigen Details läuft. Unser Ausblick auf 2012 ist daher, dass selbst bei aufwendigen Spielen weiterhin ein PC völlig ausreicht, den ihr aktuell für etwa 700 Euro zusammenstellen könnt (AMD X4 955 oder 965 beziehungsweise Intel i5-2400 oder i5-2500 in Verbindung mit einer AMD Radeon 6950 oder Nvidia GTX 560 Ti).
