Grafikkarten: Raytracing, DLSS, FSR und Kaufberatung
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Wir schauen uns zur Mitte des Monats Februar die aktuelle Situation bei spielefähigen Grafikkarten näher an. Dabei geht es uns um eine Kaufberatung in Form einer Preis-Leistungs-Übersicht. Wir geben euch aber auch allgemeine Tipps zum Kauf, zum Beispiel zur Länge, Custommodellen, Raytracing oder auch der Frage, wie man Testergebnisse korrekt einordnet.
Raytracing, DLSS und FSR
Wegen ihrer stärkeren hardwareseitigen Unterstützung von Raytracing brechen Nvidia-Grafikkarten deutlich weniger bei den FPS-Werten ein als AMD-Grafikkarten, wenn ihr in einem Spiel Raytracing aktiviert. Ob dies für euch wichtig ist, müsst ihr aber selbst entscheiden. Denn Raytracing ist auch bei aktuellen Games bei Weitem noch kein Standard. Viele Games bieten gar kein Raytracing, sodass der Nvidia-Vorteil dort irrelevant ist. Ebenso ist selbst dann, wenn ein Spiel Raytracing bietet, die Frage, ob ihr einen positiven Unterschied sehr. Teilweise sehen zum Beispiel die Schatten nur anders, oder Reflexionen sind zwar schärfer und genauer, fehlen aber ohne Raytracing nicht einfach komplett.
Schaut euch dazu unseren Artikel zu Cyberpunk 2077 zum Thema Raytracing an, in dem ihr Vergleichsbilder findet. Sollte euch Raytracing wichtig sein, könnt ihr gedanklich den Nvidia-RTX-Grafikkarten in der gleich folgenden Kaufberatung ein Leistungsplus von 10 bis 20 Prozent geben. Mit den KI-unterstützten Techniken DLSS (Nvidia) und FSR 2.0 (AMD) gibt es zudem Features, die in vielen Spielen eingebaut werden und die FPS-Werte erhöhen. Das Bild wird dabei durch KI-Support mitberechnet, sodass die Grafikkarte weniger zu tun hat und mehr FPS dabei herausspringen. Inzwischen sind sich DLSS und FSR beim Ergebnis ähnlich, wobei Nvidia bei den RTX 4000-Modellen mit DLSS3 relativ gesehen noch mehr FPS herausholen kann.
Kaufberatung: Leistungs-Status Grafikkarten (17.2.2023)
Unsere Kaufberatung wird kurz und knackig ausfallen. Zuerst geht es nur um die Leistung. Die AMD Radeon RX 7900 XT ist unsere Basis mit einem Wert von 100.
Das heißt, dass sie im übertragenen Sinne in einem Spiel 100 FPS schafft. Bringt eine andere Grafikkarte zum Beispiel 76 FPS, hat diese einen Leistungswert von 76. Die Werte basieren auf Durchschnittsergebnissen von Tests, die wir in den letzten Monaten immer wieder neu analysiert haben:
Quelle: Antonio Funes
Leistungsübersicht Grafikkarten Februar 2023
Die Nvidia GeForce RTX 3080 Ti bis 3090 Ti haben wir in der Übersicht direkt weggelassen, da sie viel zu teuer für ihre Leistung sind. Dies trifft in jedem Falle auch auf die RTX 4090 zu, die wir aber zumindest wegen ihrer Aktualität trotzdem in der Grafik belassen haben.
Kaufberatung: Preis-Leistung Grafikkarten (17.2.2023)
Da die einzelnen Grafikkartenmodelle immer wieder bei ihrem Preis schwanken, wollen wir kein spezielles Modell empfehlen. Sehr wohl können wir aber eine Aussage darüber treffen, welche Grafikkarten-Reihen derzeit zu empfehlen sind, indem wir den Preis der im Handel relativ günstigen Modellvarianten durch den jeweiligen Leistungswert teilen.
Dabei kommt ein Preis-Leistungs-Verhältnis heraus, das wir mit 10 multiplizieren, damit in der folgenden Grafik weiterhin der Leistungswert-Balken maßstabsgetreu mit hineinpasst:
Quelle: Antonio Funes
Grafikkarten Preis-Leistung und Leistung (17.2.2023)
Ein kleinerer Preis-Leistungs-Wert ist besser, da ihr dann ja weniger Euro pro FPS bezahlt. Hier noch eine zweite Grafik, die nur den Preis-Leistungs-Wert enthält - die x-Achse beginnt dabei erst bei 60, was die Relationen stärker betont:
Quelle: Antonio Funes
Grafikkarten Übersicht Preis-Leistung (17.2.2023)
Wir haben Grafikkarten mit einem schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis in den beiden Grafiken gestrichen - dazu gehören alle Grafikkarten, die einen Preis-Leistungs-Wert von mehr als 100 haben (Ausnahme: Die RTX 4070 Ti nehmen wir trotzdem mit hinein) sowie auch einige Modelle mit Werten unter 100, die aber zur direkten Konkurrenz einen schlechten Wert aufweisen.
Für die AMD RX 6800 bis 6900 XT gilt, dass die Preise einzelner Modelle immer wieder stark differieren - beachtet also die von uns genutzten Preise als Anhaltspunkt.
Ohne Beachtung von Raytracing sind die klaren Gewinner unterhalb von 550 Euro zu finden, nämlich die AMD Radeon RX 6600, RX 6650 und RX 6700 XT. Auch noch okay sind die Nvidia RTX 3060 Ti und AMD Radeon RX 6750 XT. Ab 550 Euro und bis 800 Euro kommt die RX 6800 XT in Frage, auch die RTX 3070 Ti kann noch einen Kauf wert sein. Bei den Top-Grafikkarten gewinnt die AMD RX 7900 XT eindeutig, es folgt die RX 7900 XTX und danach die RTX 4070 Ti.
