Grafikkarten von AMD und Nvidia: Allgemeine Kauftips und aktuelle Preis-Leistungs-Sieger
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Wir schauen uns zur Mitte des Monats Februar die aktuelle Situation bei spielefähigen Grafikkarten näher an. Dabei geht es uns um eine Kaufberatung in Form einer Preis-Leistungs-Übersicht. Wir geben euch aber auch allgemeine Tipps zum Kauf, zum Beispiel zur Länge, Custommodellen, Raytracing oder auch der Frage, wie man Testergebnisse korrekt einordnet.
In unserer heutigen Grafikkarten-Kaufberatung geht es zum einen um aktuelle Empfehlungen, was das Preis-Leistungs-Gefüge angeht. Wir werden zu diesem Zweck natürlich auch die Leistung von Grafikkarten unter die Lupe nehmen und dabei natürlich auch einen Blick auf die modernsten Modellreihen von AMD und Nvidia, also die Radeon RX 7900 XT und XTX sowie GeForce RTX 4070 Ti, 4080 und 4090 werfen. Es geht aber auch um allgemeine Tipps, worauf ihr beim Kauf einer Grafikkarte achten solltet. Damit wollen wir auch beginnen.
Das Wichtigste für eine Kaufentscheidung ist natürlich, welche Leistung ihr benötigt. Natürlich könnte man sagen, dass man gar nicht genug Leistung haben kann - aber mit Sicherheit habt ihr kein unbegrenztes Budget zur Verfügung. Ihr habt zwei mögliche Vorgehensweisen: Entweder ihr schaut, welche Grafikarten für euer Budget infrage kommen. Danach sehr ihr euch an, welche Leistung sie bringen. Sollte diese Leistung in Ordnung gehen, könnt ihr mit der Auswahl eines Modells beginnen. Ist euch die Leistung der Modelle, die ihr euch leisten könnt, aber zu schwach, müsst ihr entweder euer Budget erhöhen oder aber den Kauf verschieben, bis die gewünschte Leistung für euer Budget erhältlich ist.
Ein langes Abwarten hat allerdings den Nachteil, dass irgendwann der Punkt kommen wird, an dem starke Grafikkarten zwar günstiger geworden sind, dafür aber auch neue Games auf dem Markt sind, die der Hardware mehr abverlangen.
Suche auf Basis von Budget oder Leistung
Die zweite Möglichkeit: Ihr legt eine gewisse Mindestleistung fest, die ihr unbedingt haben wollt. Zum Beispiel mindestens 60 FPS (Bilder pro Sekunde) bei WQHD als Auflösung (2560 x 1440 Pixel) bei drei bis vier bestimmten Games auf hoher Detailstufe, und sucht dann Tests, in denen klar ist, welche Grafikkarten dies bewältigen.
In aller Regel testen Redaktionen Grafikkarten auf maximalen Detailstufen, wobei es bei Spielen mit Raytracing meist einen Messwert mit und ohne aktiviertes Raytracing gibt. Wenn euch "hohe" Details ausreichen, kann also auch eine Grafikkarte ausreichen, die - um unserem Beispiel zu folgen - zwar nur 40-50 FPS bei WQHD schafft, aber dies eben bei maximalen Details.
Quelle: PC Games Hardware
Die letzten Referenzmodelle von Nvidia, hier eine Nvidia GeForce RTX 4090, haben den Beinamen Founders Edition.
Habt ihr dann die infrage kommenden Grafikkarten-Reihen identifiziert, schaut ihr euch an, was sie kosten. Sind sie euch zu teuer, müsst ihr überlegen, ob ihr abwartet oder ob euch nicht doch eine etwas geringere Leistung ausreicht. Für die, die nicht genau wissen, was eine Grafikkarten- "Reihe" oder auch - "Serie" sein soll, klären wir dies im nächsten Abschnitt kurz auf.
Definitionsfrage: Grafikkarten-Reihen
AMD und Nvidia entwickeln GPUs, also quasi CPUs für die Grafikberechnung, und bringen auf den neuen GPUs basierend regelmäßig neue Grafikkarten auf den Markt. Dabei geben sie pro GPU ein Referenzdesign vor - wird dies dann in Form erster produzierter Grafikkarten offiziell veröffentlicht, reden wir davon, dass AMD oder Nvidia "eine neue Grafikkarte" vorgestellt haben, etwa die GeForce RTX 4080 oder Radeon RX 7900 XT.
Strenggenommen sind dies ganze Grafikkarten-Reihen oder -Serien, da auf dem jeweiligen Referenzdesign basierend angepasste Modelle der Partnerhersteller erscheinen.
Diese Modelle sind bei der Leistung - sofern die GPU nicht übertaktet wird - absolut identisch zu den Referenzmodellen. Man spricht daher vereinfach nicht mehr von Reihen oder Serien, sondern nennt stellvertretend den Namen des Referenzmodells - die RTX 4080 gibt es also von vielen Herstellern, die sie wiederum als Kopie des Referenzdesigns oder in eigenen Varianten anbieten.
Wenn wir also beispielsweise eine Formulierung wie "Die AMD Radeon RX 6650 XT ist eine Mittelklasse-Grafikkarte" verwenden, meinen wir damit alle Grafikkarten, die die GPU des RX 6650 XT-Rerenzdesigns von AMD verwenden. Welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Modellen der Partnerhersteller von AMD und Nvidia gibt, also zum Beispiel von Asus, Gigabyte, INNO3D, MSI, Sapphire, Palit oder XFX, klären wir als Nächstes.
