Grafikkarten: Preisentwicklung und CPU-GPU-Kombinationen

Special Antonio Funes
Grafikkarten: Preisentwicklung und CPU-GPU-Kombinationen
Quelle: EVGA

Unser Grafikkarten-Special zeigt euch auf, welche Grafikkarten-Reihen aktuell, kurz vor dem Osterfest, ein gutes oder weniger gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Neben Kaufempfehlungen haben wir auch eine Tabelle, in der ihr ablesen könnt, was euch verschiedene Kombinationen aus CPU (mit Mainboard und RAM) und Grafikkarte kosten. Zudem gibt noch einige weitere hilfreiche Tipps zum Grafikkarten-Kauf.

Grafikkarten: Preisentwicklung

Abschließend blicken wir noch auf die Entwicklung der Grafikkarten-Preise und haben einige CPU-Grafikkarten-Kombinationen mit Beispielrechnungen vorbereitet. Zuerst zu den Preisen: Wegen Liefer- und Produktionsengpässen, auch durch die Covid-Pandemie bedingt, sowie einer gleichzeitig gestiegenen Nachfrage konnten AMD und Nvidia ab dem Spätsommer 2020 die Versorgung mit Grafikkarten nicht mehr gewährleisten, sodass sich ab dem Herbst 2020 die Preisspirale in Bewegung setzte. Die Preise stiegen auf mehr als das Doppelte an, und bei den danach neu von AMD und Nvidia veröffentlichten neuen Modellreihen verdoppelten sich die Preise oftmals ebenfalls im Vergleich zur entsprechenden offiziellen Preisempfehlung.

Seit Anfang des Jahres sinken die Preise aber kontinuierlich und liegen nun im Schnitt 34 Prozent unter dem Niveau von Dezember 2021. Da die Preise aber vorher ja deutlich höher waren, teils das Doppelte oder mehr, sind die aktuellen Preise weiterhin recht hoch - eine nur für Full-HD-Gaming uneingeschränkt empfehlenswerte Grafikkarte wie die AMD Radeon RX 6600 kostet ja noch immer fast 400 Euro und hat dabei trotzdem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt. Wir erwarten aber weitere Entspannungen, sodass wohl in nicht allzu ferner Zukunft Grafikkarten hoffentlich zu Preisen auf Niveau der UVP zu haben sein werden.

Preise von CPU-Grafikkarten-Kombinationen

Theoretisch lässt sich schon ein Intel Core i3 für den Sockel 1200 mit vier Kernen und acht Threads als Basis nehmen, um selbst eine Top-Grafikkarte nicht auszubremsen. Was dabei aber passieren kann: Nehmen wir an, ihr spielt nur in Full-HD, und eine Top-Grafikkarte könnte problemlos mehr als 200 FPS schaffen. Die CPU ist aber für maximal 150 FPS gut, wofür schon eine Oberklasse-Karte sorgen könnte. In dem Fall wäre es unklug, die teurere Karte zu nehmen - viel besser wäre es, die gesparte Differenz in eine bessere CPU zu stecken. Zwar sind die Leistungs-Gewinne bei CPUs in Relation zu deren Aufpreis nicht so groß wie bei Grafikkarten. Aber erstens sorgt eine starke CPU für einen guten Puffer, sodass sich die Grafikkarte voll entfalten kann, und zweitens sind auch bei identischer Grafikkarte durchaus 20 bis 30 Prozent mehr FPS zwischen einer Low-Budget- und Top-CPU drin.

In unserer CPU-Kaufberatung aus der letzten Woche erfahrt ihr, dass es ab etwa 130 Euro schon losgeht, was völlig ausreichend starke CPUs angeht. Mehr als etwa 300 Euro auszugeben, lohnt sich wiederum nur selten. Um zu zeigen, was ein Paket aus CPU, Mainboard, 16GB DDR4-3200-RAM (60 Euro) und einer Grafikkarte kostet, haben wir eine Tabelle erstellt. Bei dem Mainboard rechnen wir mit einem Preis von 100 Euro für ordentliches Mainboard, das aber nicht fürs Übertakten gedacht ist. In der Tabelle nennen wir in der Spalte "CPU-Set" den Preis der CPU in Klammern sowie den Preis des Sets aus CPU, Mainboard und RAM hinter der Klammer. Der Preis der Grafikkarte steht ebenfalls in Klammern bei Namen der Grafikkarten-Reihe. Innerhalb der Tabelle, für die wir ein Breitbildformat als Display empfehlen, könnt ihr dann den Gesamtpreis ablesen je nachdem, welches CPU-Kit ihr mit welcher Grafikkarte koppelt:

CPU-Set / Grafikkarten-Reihe RX 6600 (380€) RX 6600 XT (460€) RTX 3060 Ti (560€) RX 6700 XT (650€) RTX 3070 (700€) RTX 3070 Ti (790 Euro) RTX 3080 (950 Euro) RX 6800 XT (950 Euro)
Core i5-10400F (130 Euro), Setpreis 290 Euro 670 € 750 € 850 € 940 € 990 € 1.080 € 1.240 € 1.240 €
Ryzen 5 5500 (165 Euro), Setpreis 325 Euro 705 € 785 € 885 € 975 € 1.025 € 1.115 € 1.275 € 1.275 €
Core i5-10600KF (190 Euro), Setpreis 350 Euro 730 € 810 € 910 € 1.000 € 1.050 € 1.140 € 1.300 € 1.300 €
Ryzen 5 5600X (225 Euro), Setpreis 385 Euro 765 € 845 € 945 € 1.035 € 1.085 € 1.175 € 1.335 € 1.335 €
Core i5-12400KF (280 Euro), Setpreis 440 Euro 820 € 900 € 1.000 € 1.090 € 1.140 € 1.230 € 1.390 € 1.390 €
Ryzen 7 5800X (330 Euro), Setpreis 490 Euro 870 € 950 € 1.050 € 1.140 € 1.190 € 1.280 € 1.440 € 1.440 €
Core i7-12700KF (390 Euro), 550 Euro 930 € 1.010 € 1.110 € 1.200 € 1.250 € 1.340 € 1.500 € 1.500 €

Aus Layout-Gründen haben wir in der Tabelle die Firmenamen AMD, Intel und Nvidia weggelassen. Die Ryzen-CPUs und RX-Grafikkarten kommen von AMD, Core-CPUs von Intel und RTX-Grafikkaten von Nvidia. Falls ihr die CPU übertakten wollt, rechnet weitere 50 Euro für das Mainboard und ab 30 Euro für einen ordentlichen Kühler dazu. Bei Intel lassen sich nur die CPU mit einem K oder KF am Ende der Modellnummer übertakten.

  1. Seite 1 Grafikkarten: Budget und Länge
  2. Seite 2 Grafikkarten: Netzteil und Preis-Leistungs-Analyse
  3. Seite 3 Grafikkarten: Kaufberatung für drei Preisklassen, DLSS und Raytracing
  4. Seite 4 Grafikkarten: Preisentwicklung und CPU-GPU-Kombinationen
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk