Grafikkarten: Tipps vor dem Kauf, Preis-Leistungs-Kaufberatung, CPU-GPU-Kombis und mehr

Special Antonio Funes
Grafikkarten: Tipps vor dem Kauf, Preis-Leistungs-Kaufberatung, CPU-GPU-Kombis und mehr
Quelle: EVGA

Unser Grafikkarten-Special zeigt euch auf, welche Grafikkarten-Reihen aktuell, kurz vor dem Osterfest, ein gutes oder weniger gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Neben Kaufempfehlungen haben wir auch eine Tabelle, in der ihr ablesen könnt, was euch verschiedene Kombinationen aus CPU (mit Mainboard und RAM) und Grafikkarte kosten. Zudem gibt noch einige weitere hilfreiche Tipps zum Grafikkarten-Kauf.

Kurz vor dem Osterfest haben wir für euch erneut eine Grafikkarten-Kaufberatung vorbereitet. Immer dienstags und freitags bieten wir ja zudem für euch seit einer Weile News-Artikel mit jeweils aktuellen Angeboten zu Grafikkarten, die bei unseren Partnershops zu vergleichsweise günstigen Preisen zu haben sind. Dort findet ihr in der Regel mindestens 60 Modelle aus den 6000er- und 3000er-Serien von AMD und Nvidia, inzwischen schon ab etwa 220 Euro.

In unserem heutigen Special geht es um eine Preis-Leistungs-Einordnung der aktuell erhältlichen Grafikkarten-Reihen, sodass ihr genau Bescheid wisst, welche Grafikkarten für euer zur Verfügung stehendes Budget derzeit infrage kommen oder wie viel ihr ausgeben müsst, um eine für eure Zwecke gute Leistung zu erlangen. Die Preisentwicklung der letzten Monate ist ebenfalls ein Thema, aber wir geben auch ein paar allgemeine Tipps zum Kauf. Als kleines Osterei schließen wir unseren Artikel noch mit einer Tabelle ab, an der ihr den Gesamtpreis von einigen empfehlenswerten Grafikkarten in Verbindung mit Gaming-CPUs aus verschiedenen Preisklassen ablesen könnt, falls ihr ein größeres Upgrade oder einen PC-Neukauf plant.

Grafikkarte: Budget festlegen

Vor dem Grafikkarten-Kauf solltet ihr euch bei einigen Dingen Klarheit verschaffen. Das Wichtigste ist natürlich das Budget. Je nachdem, welches Budget ihr habt, kann man am Ende sehr genau sagen, welche Grafikkarten-Reihe sich am besten in Sachen Preis-Leistung eignet. Allerdings kann es gut sein, dass ihr ein bestimmtes Budget festlegt und gar nicht mitbekommt, dass 50 bis 100 Euro Aufpreis euch direkt einen größeren Vorteil bescheren könnten. Schaut also auch auf Grafikkarten, die eigentlich etwas zu teuer für euch sind. Möglicherweise ringt ihr euch dann doch durch, noch etwas zu warten oder etwas mehr Geld zusammenzukratzen.

Die RX 6900 XT von AMD ist eine Top-Grafikkarte ab 1150 Euro mit im Vergleich zur Nvidia-Konkurrenz akzeptablem Preis-Leistungs-Verhältnis - viele Gamer können aber auch deutlich günstiger glücklich werden. Quelle: PC Games Hardware Die RX 6900 XT von AMD ist eine Top-Grafikkarte ab 1150 Euro mit im Vergleich zur Nvidia-Konkurrenz akzeptablem Preis-Leistungs-Verhältnis - viele Gamer können aber auch deutlich günstiger glücklich werden. Aber auch umgekehrt muss man aufpassen: Es kann gut sein, dass man ein recht hohes Budget hat und komplett ignoriert, dass man locker 100 Euro oder mehr sparen kann und dabei nur wenig Leistung verliert. Manch einer kauft sich auch stur die stärkste aktuelle Grafikkarte, obwohl er ihr Leistungsplus im Vergleich zu einer viel günstigeren Grafikkarte an sich gar nicht benötigt - ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, aber eine Nvidia GeForce RTX 3800 oder AMD Radeon RX 3080 für jeweils ab 950 Euro reicht an sich selbst für ambitionierte Gamer sehr gut für eine Weile aus - das neue Nvidia-Flaggschiff GeForce RTX 3090 Ti setzt hier zwar 25 Prozent Leistung obendrauf, kostet aber fast das 2,5-Fache. Das Argument ist dann oft, dass man die Karte lange behalten möchte. In der Summe kann es aber beim Preis-Leistungs-Verhältnis besser sein, sich zweimal eine ordentliche anstatt einmal eine High-End-Karte zu kaufen. In unserem Beispiel: Wegen 25 Prozent Mehrleistung wird eine Grafikkarte Karte auch nicht direkt zwei bis drei Jahre länger durchhalten. Falls eine RTX 3080 irgendwann bei einem neuen Game nur noch auf 30 FPS kommt, schafft die RTX 3090 Ti auch keine 60 FPS und mehr, sondern eher knapp 40 FPS.

Unvorhersehbare Preis-Tiraden, wie es sie bei Grafikkarten seit Herbst 2020 gab (dazu später mehr), können so einen Plan allerdings zunichtemachen. Denn wer sich zum Beispiel im Jahr 2019 anstelle einer GeForce RTX 2080 oder 2080 Ti nur eine GeForce RTX 2070 gekauft hat, die damals für um die 500 bis 550 Euro zu haben waren, der würde heute für den gleichen Preis keine Steigerung bekommen - erst die 600 Euro teure RTX 3060 Ti bringt ein Leistungsplus, das dann auch bei nur etwa 20 Prozent liegt.

Grafikkarte: Länge

Wichtig ist auch die Länge der Grafikkarte. Denn gerade einige starke, moderne Modelle können mehr als 28, teils mehr als 30 Zentimeter lang sein.

Mit satten 33,5 Zentimetern sind die RTX 3070- und 3070 Ti-Modelle der Suprim-Reihe von MSI besonders lang. Quelle: PC Games Hardware Mit satten 33,5 Zentimetern sind die RTX 3070- und 3070 Ti-Modelle der Suprim-Reihe von MSI besonders lang. Zum einen ist die Platine einer Top-Grafikkarte bereits recht lang, zum anderen wollen die Hersteller aber vor allem eine gute Kühlung anbieten, und diese wird mit einem großen Kühlervolumen erreicht. Da die meisten Grafikkarten eine Höhe von zwei Slots haben, manche auch zweieinhalb, weswegen sie als 3-Slot-Modelle gelten, breitet sich der Kühler vor allem in der Fläche und somit auch in der Länge aus. Achtet also darauf, dass das gewünschte Modell in euer PC-Gehäuse passt. Angaben zu der maximal möglichen Grafikkarten-Länge findet ihr beim Gehäuse-Hersteller, wobei ihr vorsichtshalber 0,5 bis 1,0 Zentimeter Puffer einrechnen solltet, um beim Einbau etwas Spiel zu haben. Findet ihr keine Angaben, dann messt selbst nach, und zwar von den Slotblechen an der Gehäuserückseite nach vorne hin bis zu der Stelle, wo die Grafikkarte irgendwo anstoßen könnte.

  1. Seite 1 Grafikkarten: Budget und Länge
  2. Seite 2 Grafikkarten: Netzteil und Preis-Leistungs-Analyse
  3. Seite 3 Grafikkarten: Kaufberatung für drei Preisklassen, DLSS und Raytracing
  4. Seite 4 Grafikkarten: Preisentwicklung und CPU-GPU-Kombinationen
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