Diese Grafikkarten lohnen sich wirklich, trotz Preisanstieg. Preis-Leistungs-Sieger von AMD und Nvidia im Vergleich. So bekommt ihr mehr FPS für euer Geld.
Die aktuell lohnenswerten Grafikkartenreihen
Bei Grafikkarten hat sich seit Weihnachten wegen der Speicherkrise einiges bei den Preisen getan, und wie man sich denken kann: nicht zum Positiven. Bei AMD stiegen die Preise meist um etwa 10 bis 15 Prozent, bei Nvidia sogar um bis zu 20 Prozent. Aber wer aktuell mehr Grafik-Power benötigt oder sich einen Spiele-PC zusammenstellt, hat nun mal keine Wahl und muss sich für eine Grafikkarte entscheiden.
Wir haben daher aus dem Leistungsindex für jede Grafikkarten-Reihe, die ihr auf der vorigen Seite gesehen habt, einen Preis-Leistungs-Wert berechnet. Dazu haben wir den aktuellen Preis jeder einzelnen Grafikkarten-Reihe durch ihren Leistungsindex geteilt und das Ergebnis mit 10 multipliziert. Letzteres dient dazu, die Ergebnisse gleich noch grafisch sinnvoll zusammen mit den Leistungsindex-Werten darzustellen. Die daraus resultierenden Werte, die wir PL-Werte nennen, liegen nämlich zwischen 58 und 105.
Als Preis für jede Grafikkarten-Reihe dient der Durchschnittspreis der derzeit günstigsten zwei bis vier Modelle auf dem Markt, wobei wir nur ab Lager lieferbare Angebote von etablierten Shops einbezogen haben. Außerdem vergesst nicht, dass unsere Leistungswerte auf Durchschnittswerten über mehrere Auflösungen basieren. So sieht die Situation derzeit aus:
Quelle: Antonio Funes
Preis-Leistung
Überall da, wo zwei ähnlich starke Reihen von AMD und Nvidia konkurrieren, steht AMD besser da und ist daher unser Kauftipp. Lediglich im Einsteigerbereich unter 400 Euro gibt es Optionen - dieser Bereich sollte aber wegen der nur 8GB VRAM, die dort (fast) alle Grafikkarten bieten, kleinen Budgets und Full-HD-Gaming vorbehalten sein. Unter 300 Euro kommen daher die AMD Radeon RX 7600, die Nvidia GeForce RTX 5050 oder die Intel Arc B580 infrage. Letztere hat 12GB VRAM, was ein Vorteil ist, da manche Spiele schon bei Full-HD für maximale Details mehr als 8GB VRAM verlangen. Bei der nächsten Leistungsstufe könnt ihr zur AMD Radeon RX 9060 XT (8GB) oder Nvidia GeForce RTX 5060 greifen.
Sobald wir zu den Grafikkarten kommen, die definitiv auch für WQHD-Gaming (2560x1440 Pixel) taugen, ist AMD trotz Preiserhöhungen die bessere Wahl. Die Radeon RX 9060 XT (16GB) ist um 100 Euro günstiger als Nvidias kaum schnellere GeForce RTX 5060 Ti (16GB). Auch die AMD Radeon RX 9070 gewinnt gegen die langsamere, aber nicht günstigere Nvidia GeForce RTX 5070, die zudem nur 12GB VRAM hat. Die teuerste aktuell überhaupt noch empfehlenswerte Grafikkarte ist die AMD Radeon RX 9070 XT ab, die 240 Euro weniger als die quasi gleichschnelle Nvidia GeForce RTX 5070 Ti kostet. Die nur 16 Prozent schnellere GeForce RTX 5080 kostet nochmal 300 Euro mehr - für uns indiskutabel. Wir haben nun acht Modelle aus dem Bereich der mindestens für WQHD-Gaming geeigneten Grafikkarten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis herausgesucht und jeweils ein Angebot verlinkt - die GeForce RTX 5070 ist für treue Nvidia-Fans mit dabei:
- ASRock Radeon RX 9060 XT 16GB OC - bei Caseking für 422,89 Euro plus 4,99 Euro Versand
- PowerColor Reaper Radeon RX 9060 XT 16GB - bei Caseking für 432,42 Euro plus 4,99 Euro Versand
- Gainward GeForce RTX 5070 Python III OC - bei Caseking für 599,39 Euro plus 4,99 Euro Versand
- MSI GeForce RTX 5070 12G Ventus 2X OC - bei Amazon für 615,99 Euro
- Asus Prime Radeon RX 9070 OC Edition - bei Casekling für 597,17 Euro plus 4,99 Euro Versand
- XFX Swift Radeon RX 9070 OC White - bei Galaxus für 617,62 Euro
- Asus Prime Radeon RX 9070 XT OC Edition - bei Casekling für 657,48 Euro plus 4,99 Euro Versand
- Gigabyte Radeon EX 9070 XT Gaming 16G - bei Caseking für 672,98 Euro plus 4,99 Euro Versand
Zum Abschluss noch ein kurzer Tipp: Einige Modelle messen mehr als 28 Zentimeter, was in manchen kompakteren Gehäusen ein Problem sein kann. Informiert euch also über die Grafikkartenlänge sowie die beim Gehäuse maximale Grafikkartenlänge jeweils beim Hersteller. Beim Gehäuse könnt ihr natürlich auch einfach nachmessen.
