Grafikkarten: Alternativen - Cloudgaming und Konsolen

Special Antonio Funes
Grafikkarten: Alternativen - Cloudgaming und Konsolen
Quelle: Powercolor

Wir schauen auf die aktuellen Preise der Grafikkarten (Stand Anfang Dezember 2021) von AMD und Nvidia und analysieren die Preis-Leistungs-Verhältnisse von 18 Grafikkarten-Serien für eine Kaufberatung. Außerdem schauen wir uns einige mögliche Alternativen an, wenn man nicht einsieht, die derzeit horrenden Grafikkarten-Preise für eine Aufrüstung oder einen neuen, selbst zusammengestellten Gaming-PC zu bezahlen.

Cloud-Gaming

Eine weitere Möglichkeit, um mangels ausreichend starker Grafikkarte aktuelle Games spielen zu können, ist Cloud-Gaming. Hierzu hatten wir auch schon im Oktober ein Special veröffentlicht, in dem es auch um die Wichtigkeit einer guten Internetverbindung geht. Für alle Cloud-Gaming-Services gilt daher, dass man zuerst testen sollte, ob die eigene Internetleitung gut genug ist. Es geht dabei weniger um die Bandbreite, sondern vielmehr um die Latenz oder den Ping, den man hat.

Es gibt dabei mehrere mögliche Angebots-Modelle, bei denen wir vier anhand von Beispielen unterscheiden wollen:

1: Man mietet sich einfach nur die Hardwarepower, kann per Internet auf sie zugreifen und dabei dann installieren, was man möchte. Man bezahlt dabei aber auch den Speicherplatz mit, was gerade für Gaming sehr teuer werden kann, denn die installierten Games landen auf Speicher-Laufwerken des Anbieters.

2: Das Prinzip "Nvidia GeForce Now" - man mietet sich ebenfalls Hardwarepower, installiert dabei aber nichts auf eigene Faust. Vielmehr hat Nvidia einen großen Katalog an Games, die schon auf den Servern vorhanden sind. Welche dies sind, erfährt man online, das Portfolio erweitert Nvidia laufend. Der Clou: Ihr benötigt eine ganz normale Lizenz für das Spiel, mit der ihr normalerweise das Game auf eurem PC installiert, und müsst keine spezielle Cloud-Version kaufen. Nvidia arbeitet dabei mit Plattformen wie Steam und Origin zusammen. In Kürze startet Nvidia dabei eine neue Abo-Kategorie, die eine Leistung bietet, die einer GeForce RTX 3080 entspricht und bereits vorbestellbar ist. Die Basisversion von GeForce Now ist sogar kostenlos, aber bietet eine schwächere Grafikqualität sowie eine stark beschränkte Nutzungsdauer pro Tag.

3: Das Prinzip Stadia: Man bekommt bestimmte, ausgewählte Games vom Anbieter als eine Art Basis-Paket. Für einen Aufpreis ist eine bessere Bildqualität drin. Auch der Kauf einzelner Games ist möglich, allerdings sind diese dann ausschließlich für den Cloudgaming-Service verfügbar und nicht zum Beispiel am eigenen PC installierbar. Im Gegenzug kann man das Spiel dann aber auch "für immer" per Cloudgaming spielen, ohne irgendein Abo zu besitzen, sofern Stadia nicht eingestellt wird.

4: Der Xbox Game Pass: Mit dem Game Pass Ultimate bekommt man nicht nur viele Games, die man am PC und der Xbox installieren und spielen kann, sondern auch zahlreiche Games aus dem Angebot des Xbox-Portfolios des Game Pass, die man per Cloud am PC spielen kann, solange man das Abo hat.

Die Xbox Series S bietet für einen Preis von unter 300 Euro zumindest für eine Übergangsphase eine echte Alternative für Gamer, die keine überteuerte Grafikkarte kaufen wollen. Quelle: Microsoft Die Xbox Series S bietet für einen Preis von unter 300 Euro zumindest für eine Übergangsphase eine echte Alternative für Gamer, die keine überteuerte Grafikkarte kaufen wollen. Darunter sind auch Top-Titel wie Forza Horizon 5 oder Halo Infinite oder auch der Überraschungshit Hades, viele Games aus dem EA Access-Programm (Madden, NHL, Need for Speed-Reihe) und Klassiker wie Skyrim.

Alternative: Spielekonsole Xbox Series S

Zwar sind die Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X derzeit meist ausverkauft und oftmals nur zu frechen Scalper-Preisen zu haben.

Die Xbox Series S hingegen ist recht gut lieferbar und kostet etwa 290 Euro inklusive eines Controllers. Für diesen Preis bekommt man die nötige Power, um Games in etwa auf einem Level spielen zu können, das wir ungefähr mit der Grafikleistung einer Nvidia GeForce GTX 1660 bis RTX 2060 vergleichen wollen. Es ist also möglich, moderne Games für etwa 300 Euro mit einer ansprechenden Grafik zu spielen - der Nachteil für PC-Gamer ist aber, dass man sich die Xbox-Version eines Wunsch-Games besorgen muss. Da man Disc-Versionen auch wieder verkaufen kann, ist dies aber akzeptabel. Sobald Grafikkarten wieder halbwegs bezahlbar werden, kann man die Konsole und Games wieder verkaufen und hat sich den Kauf einer doppelt so teuren Grafikkarte erspart. Die Zeit, bis man eine wieder halbwegs erschwingliche Grafikkarte für seinen PC leisten kann, kann man zudem anstatt mit dem Kauf von Disc-Games auch hervorragend mit dem großen Angebot des Xbox Game Pass überbrücken, den man monatlich kündigen kann. Solltet ihr gar per Zufall eine Playstation 5 oder Xbox Series X für den Normalpreis von 500 Euro ergattern können, habt ihr in jedem Falle eine deutlich bessere Grafikleistung zur Verfügung als mit einer Grafikkarte für 500 bis 700 Euro.

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  2. Seite 2 Grafikkarten: Preisanalyse und aktuelle Preis-Leistungs-Sieger
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