Grafikkarten: Alternativen - Laptops und Komplett-PCs
Special
Wir schauen auf die aktuellen Preise der Grafikkarten (Stand Anfang Dezember 2021) von AMD und Nvidia und analysieren die Preis-Leistungs-Verhältnisse von 18 Grafikkarten-Serien für eine Kaufberatung. Außerdem schauen wir uns einige mögliche Alternativen an, wenn man nicht einsieht, die derzeit horrenden Grafikkarten-Preise für eine Aufrüstung oder einen neuen, selbst zusammengestellten Gaming-PC zu bezahlen.
Alternativen zum Grafikkarten-Kauf
Grafikkarten sind derzeit also weiterhin enorm teuer. Doch vor allem dann, wenn man sich einen neuen PC zusammenstellen wollte und die Grafikkarten-Preise dieses Vorhaben verhindern oder das Budget nur eine schwache Grafikkarte zulässt, gibt es Alternativen. Die Optionen werden sicher nicht jedem zusagen, aber wir wollen vier Alternativen auf dieser und der nächsten Seite näher beschreiben.
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Alternative: Laptop
Vor allem dann, wenn man eigentlich einen neuen PC kaufen wollte oder zumindest die leistungsrelevanten Bauteile (CPU mit Mainboard, RAM und Grafikkarte) erneuern wollte, kann es sich lohnen, ein Notebook als Ausweichoption zu wählen.
Quelle: PCGH/Amazon
In der Black Week gab es einige gute Notebook-Angebote, nicht nur bei Amazon. Vor Weihnachten wird es sicher weitere preislich attraktive Modelle geben.
Hierbei muss man zwar auf Angebote achten - aber es gibt durchaus viele Laptops, die man bei Verfügbarkeit in einem Shop zu einem Preis bekommen kann, der attraktiver als bei einem PC ist. Zum Beispiel sind Laptops zu haben, die eine mobile RTX 3060 nutzen, und nur 1000 Euro kosten. Zwar ist die mobile Version der Grafikkarte ein wenig langsamer als die Desktop-Variante, aber wenn man bedenkt, dass die etwas schnellere Desktop-Version 740 Euro oder eine etwas langsamere RTX 2060 über 520 Euro kostet, sind 1000 Euro für ein Notebook inklusive Core i5-CPU und 16GB RAM sowie oftmals auch inklusive Windows durchaus attraktiv. Wichtig zu wissen sind dabei aber die Nachteile eines Laptops, derer man sich bewusst sein muss. Viele Tipps rund um den Notebookkauf findet ihr in unserem Special vom August, noch vor Weihnachten folgt ein aktuelles Special mit einem Update der Marktübersicht. Wir zählen die Nachteile von Notebooks, die ihr bedenken müsst, hier nun stichpunktartig auf:
- Mangelnde Erweiterbarkeit: Eine zweite oder größere SSD oder mehr RAM, sofern die Riegel nicht fest verlötet sind, sind oftmals als Erweiterung möglich - mehr aber nicht. Man kann sich nicht einfach in zwei bis vier Jahren eine neue Grafikkarte kaufen, um die Spieleleistung zu erhöhen, und auch bei CPUs ist es schwierig oder wegen verlöteter Teile nicht möglich.
- Lautstärke: Da die Bauteile wenig Platz haben, ist die Kühlung trotz effizienter Komponenten nicht leicht und daher oftmals mit lauten Lüftergeräuschen bei Last verbunden.
- Schwierige Leistungseinschätzung: Prinzipiell tragen die Grafikkarten bei Laptops (bei denen übrigens nur Nvidia eine Rolle spielt) identische Modellnummern im Vergleich zu Desktop-Grafikkarten, sind aber meistens trotzdem ein wenig langsamer, obgleich sie oftmals nah an die Desktop-Version herankommen. Von Laptop-Modell zu Laptop-Modell kann sich die Leistung dann abermals unterscheiden, da zum Beispiel in einem Fall die Grafikkarte besonders niedrig getaktet ist, um Strom und Abwärme einzusparen, bei einem anderen Fall aber die Grafikkarte vielleicht sogar übertaktet ist. Teils sind bis zu 15 Prozent Leistungsdifferenz möglich, je nach Notebook-Modell. Hinzu kommen GPU-Varianten wie etwa die Q-Max-Versionen, die zum Teil deutlich schwächer als die normalen mobilen GPUs mit gleicher Modellnummer sind.
Alternative: Komplett-PCs
Gerade vor Weihnachten kann man auch mit einem Komplett-PC Glück haben und ein Schnäppchen ergattern.
Es gab in den letzten Wochen durchaus ab und an bei größeren Elektronikketten oder im Online-Handel PCs, bei denen die Summe der Einzelteile deutlich teurer war als das, was man für den PC bezahlen musste. Es gab unter anderem vereinzelt PCs mit einer starken CPU und einer GeForce RTX 3060 Ti oder 3070 sowie Windows 10 für Preise, die 200 Euro unter dem waren, was die Summe der Einzelteile gekostet hätte. Am besten ihr stellt euch eine Art PC-Basis zusammen und notiert euch deren Preis. Wenn es dann einen PC mit einem ähnlichen Grundgerüst gibt, dann addiert den Preis, der aktuell für eine einzeln gekaufte darin enthaltenen Grafikkartenserie fällig würde, zu eurem PC-Basis-Preis. Ist der Komplett-PC günstiger als diese Summe, dann habt ihr ein Angebot mit einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis entdeckt. Drei Beispiele für eine PC-Basis: Ein Ryzen 5 5600X oder Intel Core i7-10700 oder 10700F, ein Mainboard für 80 bis 100 Euro, 16GB DDR4-3200-RAM, 1TB SSD, Mittelklasse-Gehäuse und- Netzteil zu je 60 Euro, ein CPU-Kühler für 25 Euro - dies ergibt etwa 680 Euro für die PC-Basis. Bei einem Core i5-10400F als CPU sind es eher 540 Euro. Bei einer Top-CPU mit einem Übertakter-Mainboard wiederum kommen etwa 870 Euro zusammen.
