Grafikkarten: Preissituation und Preisverlauf
Special
Wegen der weiterhin sinkenden Grafikkarten-Preise bieten wir ein Special für den Monat Juli rund um Grafikkarten. Wir zeigen euch die Preis-Entwicklung, berechnen das Preis-Leistungs-Verhältnis aktueller Grafikkarten-Reihen und klären auch auf, wie und nach welchen Kriterien wir die Grafikkarten-Preise recherchieren. Natürlich mündet dies am Ende in einer Kaufberatung zu aktuellen Modellen.
Aktuelle und frühere Preis-Situation
Im Mai verzeichneten wir bei der Einsteigergrafikkarte Nvidia GeForce GTX 1650 Super sowie der Nvidia GeForce RTX 3080 prozentuale Rekordaufpreise - denn die Aufpreise im Vergleich zum Oktober 2020 betrugen 200 Prozent - dies entspricht einer Verdreifachung. Bis auf die RTX 2060 und GTX 1650 waren die Preise aller anderen verfügbaren Grafikkartenserien zudem mindestens doppelt so hoch wie noch im Herbst 2020.
In diesem Artikel
Bei stärkeren Grafikkarten-Serien, die im Herbst 2020 oder als Release-Preisempfehlung für Preise ab 400 Euro gelistet waren, bedeutete dies Preis-Aufschläge von mehr als 450 Euro, teilweise auch über 1000 Euro. Aber auch im Einsteigerbereich waren für halbwegs taugliche Modellreihen (ab der Nvidia GeForce GTX 1650 Super) 280 Euro und mehr zusätzlich zu berappen, was bei einem typischen Einsteiger-PC-Budget von 500 bis 700 Euro quasi einen Genickbruch für das Vorhaben darstellt. Die folgende Grafik zeigt euch pro Grafikkartenserie drei Preise: Das Maximum vom Mai 2021, den aktuellen Preis sowie einen Basispreis. Dies ist der Preis vom Herbst 2020 oder bei Grafikkarten, die erst ab September 2020 erschienen, die Preisempfehlung von AMD oder Nvidia beim Release der Grafikkarte.
Quelle: Antonio Funes
Preise Herbst 2020 Mai und Juli 2021
Hinweise: RX-Modelle stmmen von AMD, GTX und RTX-Modelle von Nvidia. Bei der Nvidia GeForce RTX 3070 Ti und 3080 Ti haben wir für den Mai-Preis den Marktpreis vom Juni genommen, da beide Modelle erst im Juni erschienen sind. Wie groß die Unterschiede relativ, also in Prozent gemessen im Vergleich zum Basispreis sind, zeigt die nächste Grafik:
Quelle: Antonio Funes
Aufpreise in Prozent Mai und Juli 2021
Wie man sieht, gibt es weiterhin noch teils deftige Preisaufschläge von mindestens 40 Prozent - aber die Aufschläge sind im Vergleich zum Mai deutlich geringer.
Die Nvidia GeForce RTX 3070 Ti steht dabei mit 44 Prozent im Vergleich zu den anderen RTX-3000er-Modellen ungewöhnlich gut da, die allesamt mindestens 70 Prozent teurer als zum Release sind. Dies ist aber unserer Analyse nach der Tatsache geschuldet, dass die RTX 3070 Ti zusammen mit der RTX 3080 Ti erst vor wenigen Wochen auf den Markt kam, also zu einer Zeit, als die Preise allgemein bereits extrem hoch waren. Nvidia hat bei der UVP also die Marktsituation mit eingepreist, so dass der heutige prozentuale Aufpreis moderat erscheint.
Anders gesagt: Wäre die RTX 3070 Ti schon im Oktober oder November 2020 auf den Markt gekommen, dann hätte Nvidia eine deutlich geringere UVP verkündet, und der prozentuale Aufschlag von heute im Vergleich zur UVP läge mit hoher Sicherheit ebenfalls bei mindestens 60 Prozent oder mehr. Eine letzte Grafik zur Preisentwicklung wollen wir euch noch präsentieren, bevor es zur Kaufberatung geht. Denn für einige Grafikkartenserien möchten wir euch die Preisentwicklung anhand einer Kurve aufzeigen, bei der vor allem die Entwicklung von Mai bis heute im Vordergrund steht:
Quelle: Antonio Funes
Preisentwicklung bis 8. Juli 2021
Ein kleiner Hinweis: Die Nvidia GeForce RTX 3080 ist ähnlich stark wie die AMD Radeon RX 6800 - aber da ihr Maximalpreis bei über 2000 Euro lag, hätte ihre Kurve die Grafik schwieriger lesbar gemacht. Auch ihr Preis ist inzwischen stark gesunken, aber im Vergleich zur AMD-Konkurrenz mit 1250 Euro noch viel zu hoch.
