Grafikkarten: Preisentwicklung, Preis-Leistung und aktuelle Kauftipps für den Juli

Special Antonio Funes
Grafikkarten: Preisentwicklung, Preis-Leistung und aktuelle Kauftipps für den Juli
Quelle: Gigabyte

Wegen der weiterhin sinkenden Grafikkarten-Preise bieten wir ein Special für den Monat Juli rund um Grafikkarten. Wir zeigen euch die Preis-Entwicklung, berechnen das Preis-Leistungs-Verhältnis aktueller Grafikkarten-Reihen und klären auch auf, wie und nach welchen Kriterien wir die Grafikkarten-Preise recherchieren. Natürlich mündet dies am Ende in einer Kaufberatung zu aktuellen Modellen.

Grafikkarten: Preise und Kaufberatung

Da die Preise für Gamer-Grafikkarten weiterhin sinken und der Trend von massiv steigenden Preisen, der im Herbst 2020 begann, gebrochen zu sein scheint, bieten wir heute erneut eine Grafikkarten-Kaufberatung. Erst vor drei Wochen hatten wir zu diesem Thema ja bereits ein Special veröffentlicht, und unser PC-Special aus der letzten Woche hatten wir nicht zuletzt wegen der sinkenden Grafikkarten-Preise ins Leben gerufen. Die eigentlichen Kaufempfehlungen haben sich seitdem zwar nicht verändert - allerdings blicken wir heute ein wenig genauer ins Detail, was die Preise und unsere Recherchen dazu sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht.

So finden wir die Preise

Für unser Kaufberatungen in Sachen Hardware nutzen wir Preisvergleich-Websites wie auch den Preisvergleich der PC Games Hardware. Bei Grafikkarten haben wir wegen der Krise (das Angebot konnte bei weitem nicht die Nachfrage bedienen, so dass sich die Preise teils sogar mehr als verdreifachten) in den letzten Monaten genauer hingesehen und dabei immer wieder den Preis des jeweils günstigsten Modelles einer Grafikkarten-Serie notiert. Zur Erklärung für Laien zum Thema Grafikkarten-Serie: Von jeder Grafikkartenserie wie der Nvidia GeForce RTX 3070 oder AMD Radeon RX 6800 gibt es mehrere Modell-Varianten von Partnerherstellern wie Asus, Gigabyte, MSI oder XFX, meistens so genannte Custommodelle mit einer vom Partnerhersteller kreierten Kühllösung - der Bestpreis bezieht sich dann stets auf eines dieser Custommodelle, welches in unser Kaufberatung dann die ganze Serie repräsentiert.

Die Nvidia GeForce 3080 stieg im Frühjahr auf irsinnige Preise von über 2000 Euro Quelle: iSI Die Nvidia GeForce 3080 stieg im Frühjahr auf irsinnige Preise von über 2000 Euro Bei den von uns notierten Bestpreisen war die Voraussetzung, dass das Grafikkarten-Modell bei einem etablieren Händler zu genau diesem Preis auch direkt ab Lager lieferbar war. Wir wollten also wirklich den jeweils günstigsten Preis ermitteln, für den man bei einer Grafikkarten-Serie sofort zuschlagen und dabei auch eine gewisse Seriosität erwarten kann. Angebote von Shops, die noch unbekannt sind oder im Ausland sitzen, haben wir ebenso weggelassen wie eBay-Angebote. Und auch Grafikkarten-Preise, die zwar von bekannten Shops wie Mindfactory oder Alternate stammen, aber für nicht ab Lager verfügbare Modelle gelten, haben wir natürlich nicht notiert.

Hätten wir nur pauschal das jeweils günstigste Angebot im Preisvergleich betrachtet, wären Preise zustande gekommen, die die Situation verharmlosen, da es immer wieder sehr günstige, aber nicht direkt lieferbare Listungen auf Preisvergleich-Websites und in Shops gibt. Heute haben wir zum Beispiel eine Nvidia GeForce RTX 3070 von EVGA für 750 Euro, gelistet von Saturn, im Preisvergleich der PC Games Hardware entdeckt. Im Mai kostete das beste lieferbare Angebot noch fast 1400 Euro, seit Anfang Juli liegen die Preise bei etwa 870 Euro. Allerdings ist das Modell bei Saturn, welches 750 Euro kostet, nicht ab Lager lieferbar. Beachtet man die Lieferbarkeit, dann wird man zu dem Schluss kommen, dass günstige und auch lieferbare RTX 3070-Modelle aktuell doch noch eher ab etwa 850 Euro kosten. Nur als Anmerkung: Zum Release waren es 500 Euro für die Founders Edition respektive ab 580 Euro für Custommodelle - nach wenigen Minuten waren alle Exemplare verkauft. Die Preise sind also trotz des Abwärtstrends immer noch hoch.

In Einzelfällen kann es passieren, dass die von uns gefundenen günstigen Modelle Ausnahmen sind. Ein Beispiel: Vor einigen Wochen gab es eine Modellvariante der GeForce RTX 3080 für einen aus damaliger Sicht sehr guten Preis bei einem bekannten Shop ab Lager lieferbar. Es lag aber wirklich nur dieses eine Modell in diesem Preisbereich - andere Modelle waren mindestens 200 Euro teurer. Und selbst das besagte günstigste Modell war beim nächsten Shop, der es direkt ab Lager liefern konnte, wiederum 200 Euro teurer. In so einem Fall nehmen wir trotzdem diesen zu dem Zeitpunkt niedrigsten Preis als Maßstab, da wir von einem Trend ausgehen, dem andere Shops nach und nach folgen. Genau dies war in dem Beispiel dann auch einige Tage später der Fall - die RTX 3080 kostete nämlich noch im Mai über 2000 Euro, Mitte Juni waren es noch 1500 Euro, Anfang Juli 1300 Euro und aktuell 1250 Euro. Auf der nächsten Seite schauen wir uns die aktuellen Tiefstpreise im Vergleich zu einigen Eckdaten seit Oktober 2020 an.

  1. Seite 1 Grafikkarten: Unsere Preis-Ermittlung
  2. Seite 2 Grafikkarten: Preissituation und Preisverlauf
  3. Seite 3 Grafikkarten: Preis-Leistung und Empfehlungen
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