Gaming-PCs zusammenstellen: 4 Beispiel-PCs von 630 bis 1900 Euro und 5 typische Fehler

Special Antonio Funes
Gaming-PCs zusammenstellen: 4 Beispiel-PCs von 630 bis 1900 Euro und 5 typische Fehler
Quelle: Lian Li

Wir haben vier Gaming-PCs von 630 bis 1900 Euro zusammengestellt und listen zudem 5 typische Fehler auf, die man bei der Hardware-Auswahl machen kann.

In unserer Kaufberatung zu Gaming-PCs bieten wir euch vier PC-Zusammenstellungen als Beispiele dafür, was ihr für Budgets von 630 bis 1900 Euro in Punkte Gaming-Hardware erwarten könnt. Dabei liegt uns das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders am Herzen, so dass wir auf teure Übertaktungs-Mainboards und entsprechende Kühlungen verzichten, auf diese Optionen aber gesondert in einem kurzem Abschnitt eingehen.

Außerdem listen wir für euch 10 derzeit beim Preis-Leistungs-Verhältnis empfehlenswerte CPUs aus verschiedenen Leistungsklassen auf. Dazu passend haben wir auch noch in Sachen Grafikkarten 10 derzeit empfehlenswerte Reihen für euch aufgelistet. Somit könnt ihr auch abweichend von unseren vier Beispiel-PCs eigene Zusammenstellungen kreieren. Wir starten aber zuerst mit fünf häufig gemachten Fehlern, wenn es um das Zusammenstellen eines Gaming-PCs geht.

Fünf Fehler bei der PC-Planung

Der erste Punkt ist ein falscher Mix aus CPU und Grafikkarte. Auf lange Sicht macht es wenig Sinn, auf Teufel komm raus eine Top-Grafikkarte zu kaufen, dann aber nur eine Einsteiger-CPU für 200 Euro oder weniger als Partner zu nehmen. Zwar sollte auch die Grafikkarte für Gaming mindestens 250 bis 300 Euro kosten - aber sobald ihr es euch vom Gesamtbudget her leisten könnt, dabei eine CPU für eher 300 Euro statt nur 200, 150 oder gar 100 Euro zu nehmen, dann macht dies. Eine spätere Grafikkarten-Aufrüstung ist nämlich einfacher als ein CPU-Upgrade. Fehler Nummer 2 ist ein falsches Gehäuse. In jedem Falle muss das Gehäuse mindestens den Formfaktor haben, den auch euer Mainboard hat - von klein nach groß sind die vier wichtigen Standards Mini-ITX, µATX, ATX und E-ATX. Ebenso muss genug Platz für lange Grafikkarten, hohe CPU-Kühler und gegebenenfalls auch für einen Radiator einer All-in-One-Wasserkühlung vorhanden sein. Denkt auch an künftige Aufrüstungen. Zum Thema Gehäuse hatten wir vor Kurzem auch ein Special veröffentlicht.

MSI Radeon RX 7900 XTX Gaming Trio Quelle: MSI Beachtet die Grafikkarten-Länge - diese MSI Radeon RX 7900 XTX Gaming Trio misst zum Beispiel 32,5cm. Als dritten Fehler möchten wir das Überschätzen der Wichtigkeit der SSD-Geschwindigkeit thematisieren. Es ist nämlich nicht so, dass sich durch doppelte Transferraten die Ladezeiten halbieren - selbst zwischen einer SATA-SDD mit 550 MB/s Leserate und einer M.2-SSD mit 6000 MB/s laden Spiele meist nur zwei bis drei Prozent schneller. Trotzdem sollte es für Open-World-Games zumindest eine M.2-SSD mit PCIe 4.0-Anbindung ab 3500 MB/s Leserate sein. Wenn der Aufpreis nicht zu hoch ist, darf es auch ein schnelleres Modell sein. Patzer Nummer 4 sind die Lüfter. Sind bei einem Gehäuse drei Lüfter mit dabei, könnten es absolute Billiglüfter sein, die man nur erträgt, wenn man stets per Kopfhörer zockt. Am besten ist es daher, wenn ihr für den PC immer den Kauf von 2 bis 3 ordentlichen Lüftern im Budget einplant - ihr könnt die mitgelieferten Lüfter natürlich zuerst einmal ausprobieren. Im Budgetplan sollten zusätzliche Lüfter aber nicht fehlen, da drei gute Lüfter schnell 40 bis 60 Euro kosten können.

Fehler Nummer 5 ist ein falsch dimensioniertes Netzteil. Moderne Spiele-CPUs kombiniert mit starken Grafikkarten benötigen selten ein Netzteil, das mehr als 500 bis 600 Watt als Nennwert hat - sofern es ein Markennetzteil ist. Denn manch ein günstiges Modell liefert erst mit 700 Watt Nennwert das, was ein mit 500 Watt spezifiziertes Markenmodell locker bereitstellt. Der Grund dafür ist, dass manche günstige Netzteile ihren Nennwert in der Praxis nie erreichen oder zumindest nicht länger als wenige Sekunden halten können - der Hersteller will aber mit dem hohen Watt-Wert werben. Ein seriöser Markenhersteller hingegen verwendet als Nennwert die Leistung, die das Netzteil problemlos auch über lange Zeit stabil liefern kann. Im Falle von kurzen Leistungsspitzen können die meisten Markenmodelle gerne 20 bis 25 Prozent mehr Watt liefern als ihr Nennwert aussagt.

  1. Seite 1 Gaming-PCs zusammenstellen: Einleitung und 5 typische Fehler
  2. Seite 2 Gaming-PCs zusammenstellen: CPUs, GPUs und Übertaktung
  3. Seite 3 Gaming-PCs zusammenstellen: Vier PCs von 630 bis 1900 Euro
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk