Gaming-PC zusammenstellen: Vier Gaming-PCs von 585 bis 2180 Euro
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Wir geben euch, damit ihr einen ordentlichen und relativ günstigen Gaming-PC zusammenstellen könnt, Tipps zur Auswahl von CPU, Grafikkarte, Mainboard, Gehäuse und Netzteil. Außerdem haben wir eine Übersicht, die zeigt, wie teuer 40 verschiedene Kombinationen aus CPU und Grafikkarte sein können. Und: Es gibt vier Beispiel-PCs von 585 bis 2180 Euro.
Hinweise zu unseren PC-Vorschlägen
Wir haben nun noch vier PC-Zusammenstellungen als Beispiele für euch vorbereitet. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass vor allem der Mix aus CPU, Grafikkarten-Reihe und RAM-Menge sowie für die anderen Komponenten die Preisklassen entscheidend ist. Welches Grafikkarten-Modell ihr aber genau wählt und was für ein Gehäuse, Netzteil, Mainboard und Kühllösung ihr kauft, bleibt euch überlassen. Auch die Frage, wie viel SSD-Speicherplatz ihr am Ende in den PC einbaut und ob ihr vielleicht als Zweitlaufwerk eine große Festplatte auswählt, sollte ihr für euch selbst beantworten. Einige unserer Vorschläge basieren auch auf derzeit guten Angeboten - wenn es also zum Beispiel eine von uns genannte Grafikkarte nicht mehr zu dem Preis gibt, den wir angeben, könnt ihr auch nach einem anderen Modell derselben Reihe Ausschau halten.
Beachtet auch, dass die Preise bei unseren Zusammenstellungen nahe an den Bestpreisen für jedes Produkt sind - es kann sein, dass der PC am Ende für euch etwas teurer wird, wenn ihr bei mehreren Shops bestellen müsst und sich Versandkosten summieren oder wenn ihr im umgekehrten Fall die Bestellung nicht auf zu viele Händler verteilen wollt und manche Komponenten in euren bevorzugten Shops nicht zum Bestpreis bekommt.
Ganz allgemein könnt ihr vor allem bei den drei teureren PCs auch noch bei Dingen wie dem Gehäuse, Netzteil und Mainboard zu günstigeren Varianten greifen und sparen, ohne an Leistung zu verlieren.
Vier Gaming-PCs von 585 bis 2180 Euro
Wir haben die vier PCs auf zwei Tabellen verteilt und nehmen uns daher zuerst die beiden günstigeren PCs für 585 und 970 Euro vor. Der Einsteiger-PC nutzt einen Core i5-10400F (Sockel 1200) - der Sockel ist zwar nicht mehr aktuell, aber die CPU leistet noch immer genug und kann bei Bedarf ersetzt werden.
Die AMD Radeon RX 6600 liefert genug Power für Full-HD - wer will, kann aber auch 60 Euro mehr für eine RX 6650 XT ausgeben und bekommt einen entsprechenden Schub. Bei den anderen Bauteilen lässt sich nicht sinnvoll sparen, außer man lässt den CPU-Kühler weg und setzt auf den mitgelieferten Intel-Kühler der Box-Version des Prozessors. Auf keinen Fall sollte man zudem auf eine SSD verzichten und auf die Idee kommen, nur eine Festplatte einzubauen.
Der Mittelklasse-PC arbeitet mit dem für seinen Preis sehr guten Ryzen 7 5700X - die Ersparnis durch einen Ryzen 5 5600X lohnt sich nicht, Die Nvidia GeForce RTX 3060 Ti oder alternativ auch die ähnlich schnelle und etwas günstigere AMD RX 6700 XT reicht oft auch für WQHD-Gaming noch gut aus.
Das Mainboard ermöglicht auch eine gewisse Übertaktung - wer darauf keinen Wert legt, kann aber auch ein Mainboard für nur 70-80 Euro nehmen. So sehen die beiden günstigeren PCs im Detail aus:
| Komponente | Einsteiger-PC - 585 Euro | Preis ab | Mittelklasse-PC - 970 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Core i5-10400F (6 Kerne, 12 Threads, bis 4,3 GHz) | 100 Euro | 100 | AMD Ryzen 7 5700X (8 Kerne, 16 Threads, bis 4,6 GHz) | 185 Euro |
| Mainboard | Biostar H410MHG (µATX-Format) | 75 Euro | 75 | Gigabyte B550 Gaming X V2 (ATX-Format) | 115 Euro |
| Arbeitsspeicher | 16GB (2x8GB) Crucial DIMM Kit DDR4-3200, CL22 | 35 Euro | 35 | 16GB (2x8GB) G.Skill Aegis DDR4-3200, CL16 | 35 Euro |
| Grafikkarte | ASRock Radeon RX 6600 Challenger D | 230 Euro | 230 | KFA² GeForce RTX 3060 Ti EX | 400 Euro |
| SSD | Kingston A400, 960GB, SATA-SSD | 40 Euro | 40 | Kingston NV2 NVMe 2000GB (M.2-SSD) | 85 Euro |
| Gehäuse | AeroCool Bolt, inkl. 1x 120mm-Lüfter | 40 Euro | 40 | Sharkoon RGB Slider, inkl. 1x 120mm-Lüfter | 55 Euro |
| Netzteil | Xilence Performance A+ III Serie 550 Watt | 45 Euro | 45 | be quiet! System Power 9 CM 500 Watt | 60 Euro |
| CPU-Kühler | Dynatron / Inter-Tech Argus SU-260 | 20 Euro | 20 | be quiet! Pure Rock 2 Silver | 35 Euro |
| Summe | 585 Euro | 585 | Summe | 970 Euro |
Wir kommen nun zu zwei PCs für 1595 und 2180 Euro. Der erste PC setzt auf den enorm starken Core i5-13600KF. AMD-Fans können auch den gleich teuren, dafür ein wenig langsameren Ryzen 7 5800X3D setzen. Das Mainboard ist dank Z-Chipsatz zum Übertakten geeignet, aber falls Übertaktung kein Thema ist, kann man sich auch ein Sockel 1700-Modell für DDR4-RAM für etwa 100 Euro besorgen.
Die Nvidia GeForce RTX 4070 hat sich als sparsamer Preis-Leistungs-Tipp in der Preisklasse von 500 bis 700 Euro entpuppt und sollte nicht geändert werden, außer man geht direkt herunter auf eine RTX 3060 Ti oder nach oben hin zur AMD RX 7900 XT, die in auch unserem High-End-PC sitzt. Letzterer setzt auf die zweitstärkste aktuelle Gaming-CPU, den Ryzen 7 7800X3D. Nur der deutlich teurere Ryzen 9 7950X3D ist schneller, aber nur um unter 5 Prozent.
| Komponente | Oberklasse-PC - 1595 Euro | Preis ab | High-End-PC - 2180 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Core i5-13600KF (14 Kerne, 20 Threads, bis 5,1 GHz) | 310 Euro | AMD Ryzen 7 7800X3D (8 Kerne, 16 Threads, bis 5,0 GHz) | 470 Euro | |
| Mainboard | MSI Pro Z690-A WIFI DDR4 | 195 Euro | Asus TUF Gaming B650-Plus WIFI | 210 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 32GB (2x16GB) Corsair Vengeance LPX DDR4-3200, CL18 | 70 Euro | 32GB (2x16GB) G.Skill Ripjasw S5 DDR5-5600, CL28 | 115 Euro | |
| Grafikkarte | Palit GeForce RTX 4070 Dual | 650 Euro | Sapphire Pulse Radeon RX 7900 XT | 870 Euro | |
| SSD | Western Digital WD Black SN770 2000GB (M.2-SSD) | 125 Euro | Crucial P5 Plus, 2000GB (M.2-SSD) | 140 Euro | |
| Zweite SSD | ADATA Legend 710, 1000GB (M.2-SSD) | 45 Euro | Corsair Force MP600 Core XT, 2000GB (M.2-SSD) | 115 Euro | |
| Gehäuse | Fractal Design Focus 2 Glasfenster, inkl. 2x140mm-Lüfter | 80 Euro | DeepCool CH510 Mesh Digital, inkl. 1x120mm-Lüfter | 90 Euro | |
| Netzteil | Sharkoon WPM Zero Gold 550 Watt (teilmodular) | 75 Euro | Chieftec Proton BDF-650C 650 Watt (vollmodular) | 95 Euro | |
| CPU-Kühler | Xilence M906 | 45 Euro | Cooler Master ML240L RGB V2 (Aio-Wasserkühlung) | 75 Euro | |
| Summe | 1595 Euro | Summe | 2180 Euro |
Theoretisch ist es auch möglich, bei unserem teuersten PC anstelle der für die Leistungsklasse an sich angemessenen Ausstattung günstigere Bauteile zu kaufen, und über 300 Euro zu sparen. Dies funktioniert, wenn man die zweite SSD weglässt und beim Mainboard, Gehäuse und Netzteil deutlich günstigere Modelle nimmt sowie einen Standard-Kühler verwendet.
