Gaming-PC zusammenstellen: Tipps zur Bauteil-Auswahl und vier Beispiel-PCs ab 585 Euro

Special Antonio Funes
Gaming-PC zusammenstellen: Tipps zur Bauteil-Auswahl und vier Beispiel-PCs ab 585 Euro
Quelle: DeepCool

Wir geben euch, damit ihr einen ordentlichen und relativ günstigen Gaming-PC zusammenstellen könnt, Tipps zur Auswahl von CPU, Grafikkarte, Mainboard, Gehäuse und Netzteil. Außerdem haben wir eine Übersicht, die zeigt, wie teuer 40 verschiedene Kombinationen aus CPU und Grafikkarte sein können. Und: Es gibt vier Beispiel-PCs von 585 bis 2180 Euro.

In unserem Special geht es um das Zusammenstellen eines Gaming-PCs aus einzelnen Komponenten. Wir erklären euch, worauf ihr bei Gehäuse, Mainboard, Netzteil sowie natürlich auch der CPU und Grafikkarte achten solltet. Denn das Wichtigste, auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis, ist die Kombination aus CPU und Grafikkarte. Wir haben für euch auch vier Beispiel-PCs von 585 bis 2180 Euro zusammengestellt. Außerdem gibt es eine Übersicht, die euch zeigt, wie viel euch 40 mögliche CPU-Grafikkarten-Kombinationen für die Sockel AMD AM4 und AM5 sowie Intel 1200 und 1700 kosten.

Beginnen wollen wir aber mit dem Gehäuse- und Mainboard-Formfaktor. Zu empfehlen ist beim Gehäuse ein Midi-Tower mit Support für ATX-Mainboards. ATX ist ein sogenannter Formfaktor, der für das Mainboard und auch für das Netzteil die maximalen Maße sowie die Position für Bohrlöcher festlegt. Die Bohrlöcher sind für Schrauben da, mit denen ihr das Mainboard im Gehäuse fixiert. Bei Mainboards ist der Formfaktor ATX am weitesten verbreitet, aber es gibt auch sehr viele µATX-Mainboards, die keine Nachteile haben, außer ihr benötigt ungewöhnlich viele Steckplätze für Zusatzkarten.

Noch kleiner ist das Format Mini-ITX, was wir wegen der relativ hohen Preise aber nur PC-Projekte empfehlen, bei denen ihr wirklich einen sehr kompakten PC haben wollt.

Gehäuse von klein bis groß

Wer ein kleines Gehäuse will, sollte zuerst schauen, ob er nicht ein ausreichend kleines µATX-Gehäuse findet. Sogenannte Big-Tower sind wiederum nur dann sinnvoll, wenn ihr ein besonders großes Mainboard im E-ATX-Format und/oder extrem viele Festplatten einbauen wollt.

Auch für eine üppige selbst zusammengestellte Wasserkühlung macht ein Big Tower eventuell mehr Sinn als ein ATX-Tower. Preislich bekommt ihr ab 40 Euro gut geeignete ATX-Tower, oft auch schon inklusive eines Lüfters im Lieferumfang.

MSI MAG B550M Bazooka Quelle: MSI µATX-Mainboards haben oft eine sehr quadratische Form, da sie deutlich kürzer als ATX-Modelle sind - hier zu sehen ein MSI MAG B550M Bazooka Wer mehr ausgibt, bekommt zum Beispiel durchdachtere Kabel- und Lüftungskonzepte, edleres Material, mehr oder bessere Lüfter, RGB-Beleuchtung, eine Lüftersteuerung, Staubschutzbauteile sowie mehr Platz für Lüfter und Radiatoren.

Je teuer das Gehäuse, desto eher sind gleich mehrere der genannten Features mit dabei. Wer nicht sparen, aber auch kein Luxus-Modell haben will, sucht am besten in der Preisklasse zwischen 60 und 90 Euro.

Netzteil

Grafikkarten-Hersteller empfehlen oft einen Watt-Wert für Netzteile, der weit übertrieben ist. Denn wenn ihr ein Marken-Netzteil wählt, kommt ihr auch geringeren Werten aus. Manch ein Billignetzteil mit zum Beispiel 650 Watt liefert nämlich nur so viel Strom stabil, wie es ein Markenmodell mit nur 500 Watt Nennleistung tut.

Sofern ihr nicht enorm übertaktet, reicht für eine Kombination aus starker Spiele-CPU und einer Grafikkarte bis hin zur oberen Mittelklasse ein 500 bis 600 Watt Markenmodell ab etwa 50 bis 60 Euro völlig aus. Für Einsteiger-PCs sind auch Modelle bis 50 Euro oft gut geeignet. Für High-End-PCs kann es Sinn machen, vorsichtshalber 650 bis 700 Watt zu nehmen.

Zur Verdeutlichung: Die Top-CPU Core i9-13900KS braucht dann, wenn alle Kerne bei Volllast sind, über 390 Watt. In Spielen aber sind es nur um die 150 Watt. Eine Nvidia GeForce RTX 4070 Ti oder AMD RX 7900 XT benötigt etwa 300 Watt. Selbst inklusive Laufwerken und Co sind das für den gesamten PC also keine 500 Watt - ein 650 bis 700 Watt-Netzteil kompensiert also selbst eventuelle Leistungsspitzen, falls die CPU doch einmal über die 150 Watt hinausgeht, problemlos.

Auch die sehr stromhungrigen Grafikkarten GeForce RTX 3080 Ti bis 3090 Ti oder RTX 4090, die eher 360 bis 420 Watt benötigen, würden mit einem 650-Watt-Markenmodell und dem Core i9 gut versorgt werden. Für einen kleinen Aufpreis sind Netzteile übrigens modular - das heißt, dass ihr die Kabel abnehmen könnt, was den Einbau erleichtert. Nicht benötigte Kabel kann man auch ganz weglassen.

  1. Seite 1 Gaming-PC zusammenstellen: Formfaktor, Gehäuse und Netzteil
  2. Seite 2 Gaming-PC zusammenstellen:Sockel und CPU-Empfehlungen
  3. Seite 3 Gaming-PC zusammenstellen:Grafikkarten und 40 CPU-GPU-Kombinationen
  4. Seite 4 Gaming-PC zusammenstellen: Vier Gaming-PCs von 585 bis 2180 Euro
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