Gaming-PC zusammenstellen:Sockel und CPU-Empfehlungen
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Wir geben euch, damit ihr einen ordentlichen und relativ günstigen Gaming-PC zusammenstellen könnt, Tipps & bieten vier Beispiel-PCs von 585 bis 2180 Euro.
Welcher Sockel und welche CPU?
CPUs werden in den sogenannten Sockel eines Mainboards eingelegt, damit die Pins der CPU Kontakt zum Mainboard haben. Dabei spricht man davon, dass die CPU und das Mainboard einen "Sockel haben", obwohl an sich nur das Mainboard einen Sockel hat. Gemeint ist bei der CPU aber die Eignung für das Mainboard. Die aktuell empfehlenswerten Sockel sind bei AMD die Sockel AM4 und AM5 sowie bei Intel die Sockel 1200 und 1700. Mainboards, die einen dieser Sockel haben, können nur mit einer CPU zusammenarbeiten, die denselben Sockel "hat". Rein mechanisch passen die CPUs nur in Sockel, zu denen sie kompatibel sind.
Es gab in der Vergangenheit auch Ausnahmen - dabei ging es aber nur um eine Inkompatibilität trotz passendem Sockel, die selbst per BIOS-Update nicht beseitigt werden konnte. Defekte waren nicht zu befürchten, aber die CPU funktionierte mit bestimmten Mainboards nicht. Derzeit gibt es solche Ausnahmen aber nicht mehr - ihr müsst höchstens bei etwas älteren Mainboards ein BIOS-Update machen, damit eine moderne CPU auch wirklich zu 100 Prozent korrekt erkannt wird.
Bei den kompatiblen Mainboards mit passendem Sockel gibt es wiederum verschiedene Chipsätze, die bestimmte Basis-Features eines Mainboards vorgeben. Für die reine Spieleleistung und für den Fall, dass ihr die CPU nicht übertakten wollt, spielt der Chipsatz aber keine Rolle.
Quelle: Gigabyte
Zum Übertakten braucht man bei Intel eine K-CPU und ein Mainboard mit Z-Chipsatz wie dieses Gigabyte Z590 Gaming X
Trotzdem empfehlen wir für den Sockel AMD AM4 die Chipsätze B550 und X570, bei Intel ist wiederum für das Übertakten einer CPU ein Mainboard mit einem Z-Chipsatz nötig, und auch die CPU muss eine Besonderheit erfüllen: Sie muss ein K in der Modellbezeichnung haben.
Der Core i5-13600 oder 13600F ist zum Beispiel nicht übertaktbar, der Core i5-13600K oder 13600KF hingegen schon. Das F steht übrigens bei Intel für eine fehlende IGP (interne Grafikeinheit). Wer sowieso eine Grafikkarte nutzt, braucht keine IGP und kann mit den F-Modellen oftmals ein paar Euro sparen.
Unsere CPU-Kauftipps
Im Einsteigerbereich ist der Core i5-10400F ein sehr guter Tipp. Er hat 6 Kerne und kostet nur knapp 100 Euro, zudem bietet der Sockel 1200 recht günstige Einstiegs-Mainboards. Trotz nur 4 Kernen ist der ähnlich teuer, aber neuere Core i3-13100F in Spielen sogar einen Tick stärker - dafür kosten günstige Mainboards für den Sockel 1700 etwa 20 Euro mehr.
AMD können wir ab dem Ryzen 5 5600 (6 Kerne, 130 Euro) empfehlen, und auch der Ryzen 5 5600X mit 6 Kernen sowie der Ryzen 7 5700X und 5800X mit jeweils 8 Kernen sind ihren Preis von 165 bis 210 Euro jeweils wert. Danach kommt bis zur 300 Euro-Grenze keine wirklich empfehlenswerte CPU.
Zwar sind im Bereich von 200 bis 300 Euro ein paar Prozent Mehrleistung drin, aber der Aufpreis ist zu hoch oder aber der Preis so hoch, dass man lieber direkt 310€ investieren sollte. Denn hier sind der Ryzen 7 5800X3D und der etwas flottere Core i5-13600KF für 310 Euro zu finden, die über 25 Prozent schneller als der Ryzen 7 5800X sind.
Oberhalb dieser beiden CPUs könnte der Core i7-13700F eine Option sein, aber für seinen Preis von 420 Euro ist das Leistungsplus von unter 8 Prozent ein wenig mager.
Wer eine absolute Top-Gaming-CPU sucht, sollte eher den neuen Ryzen 7 7800X3D für 470 Euro nehmen. Passende Mainboards mit dem empfehlenswerten Chipsatz B650 gibt es aber erst ab 150 Euro, was aber nur eine Rolle spielt, wenn ihr beim Griff zu einer Intel-Alternative für ein Mainboard deutlich unter 150 Euro ausgeben wolltet.
Neben dem teureren Mainboard ist auch das RAM teurer, denn der Sockel AM5 benötigt DDR5-RAM. 16GB kosten ab 65 Euro, 32GB ab 100 Euro. Die anderen Sockel sind für DDR4-RAM geeignet (beim Sockel 1700 auf den Zusatz DDR4 beim Mainboard achten), welches 35 Euro (16GB) beziehungsweise 65 Euro (32GB) kostet.
