PC-Aufrüsten: Sockel AM5, Grafikkarten und weitere Optionen

Special Antonio Funes
PC-Aufrüsten: Sockel AM5, Grafikkarten und weitere Optionen
Quelle: Scythe

Wir geben euch viele Tipps zum Aufrüsten mit einem Schwerpunkt auf Pakete bestehend aus CPU, Mainboard und RAM. Aber auch Grafikkarten sind mit dabei.

AMDs Sockel AM5 mit Nachteilen

Was aktuelle CPUs angeht, so verweisen wir euch auf das spätere Kapitel mit unseren Vorschlägen für Aufrüstkits, aus denen auch CPU-Kauftipps hervorgehen. Außerdem schaut gerne in unser Special aus der vorletzten Woche, in dem es sich um CPU-Kauftipps mit einem Schwerpunkt zum neuen Ryzen 9 7900X3D dreht. In dem Special erfahrt ihr auch, dass der neue Sockel AM5 von AMD zwei Probleme beim Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Zum einen ist DDR5-RAM zwingend nötig und deutlich teuer als DDD4-RAM. Beim direkten Konkurrenten, dem Intel Sockel 1700, kann man je nachdem, welches Mainboard man nimmt, DDR4- oder DDR5-RAM verwenden. Dabei gibt es beim Sockel 1700 mit DDR4-RAM nur sehr kleine Leistungsnachteile in Games im Vergleich zu DDR5-RAM.

Bei 16GB RAM macht der Preisunterschied zwischen DDR4 und DDR5 etwa 30 bis 40 Euro aus, bei 32GB etwa 65 bis 80 Euro. Dies kann beim Gesamtpaket zu verschmerzen sein - falls ihr allerdings zusätzlich auch noch vorhattet, für ein Mainboard möglichst eher nur um die 80 bis 120 Euro auszugeben, wird dies beim Sockel AM5 scheitern. Denn es geht dort bei den Mainboardpreisen erst ab etwa 180 Euro los. Je mehr ihr aber ohnehin für ein Mainboard ausgeben wolltet, desto weniger spielen die Preise der Sockel AM5-Modelle eine Rolle.

Grafikarten: Aktuelle Empfehlungen

Wir wollen hier nur in aller Kürze einige Grafikkarten-Reihen empfehlen. AMD steht dabei im Hinblick auf Preis-Leistung besser als Nvidia da. Dafür bietet Nvidia in den Spielen, die Raytracing bieten, bei aktiviertem Raytracing die deutlich bessere Performance. Die KI-Technik DLSS hingegen ist AMDsFSR 2.0 beim Ergebnis sehr ähnlich.

Bei diesen beiden Methoden rechnet die Grafikkarte in einer geringeren Auflösung als die, die das Ziel ist. Eine KI rechnet das Bild dann zur Zielauflösung hoch. In der Summe bekommt man deutlich mehr FPS und verliert nur sehr wenig an Qualität.

Doch hier unsere aktuellen Grafikkarten-Empfehlungen, wobei wir neben einem Leistungswert - die Basis ist die AMD Radeon RX 7900 XT mit einem Wert von 100 - auch einen Preis-Leistungs-Wert angeben. Beim Leistungswert gilt: je größer, desto schneller. Beim Preis-Leistungs-Wert aber gilt: je kleiner, desto besser. Hier nun die Übersichtstabelle:

Grafikkarten-Reihe Leistung Preis Preis-Leistung
AMD RX 7900 XT 100 850 € 85
Nvidia RTX 4070 Ti 89 890€ 100
AMD RX 6950 XT 86 760 € 89
AMD RX 6800 XT 75 620 € 83
Nvidia RTX 3070 Ti 66 600 € 91
AMD RX 6800 63 570 € 90
Nvidia RTX 3070 58 530€ 91
AMD RX 6750 XT 58 470 € 81
AMD RX 6700 XT 51 410 € 80
Nvidia RTX 3060 Ti 49 420 € 85
AMD RX 6650 XT 42 320 € 77
RX 6600 37 260 € 69

Wir haben Reihen mit einem PL-Wert von über 100 Euro weggelassen, ebenso Grafikkarten-Serien, die im Vergleich zur ähnlich starken Konkurrenz deutlich teurer sind.

MSI Radeon RX 6600 Mech 2X 8G Quelle: MSI Aktuell bei Preis-Leistung die beste Reihe: AMD RX 6600. Aber: Sie reicht nur für Full-HD-Gaming. Zu jeder Grafikkarte-Serie gibt es viele Modelle verschiedenster Hersteller. Die Tabelle bezieht sich auf das aktuell günstigste, lieferbare Modell. Je nach dem, welches Modell ihr aussucht, kann der Preis auch deutlich höher sein. Dabei kann es aber auch durchaus Vorteile geben, zum Beispiel eine deutlich leisere Kühlung oder eine Übertaktung ab Werk.

Was kann man noch aufrüsten?

Neben Grafikkarte und CPU kann man natürlich auch noch weitere Dinge aufrüsten. Keine richtige Aufrüstung im Leistungssinne sind Dinge wie Gehäuse, Netzteil oder Festplatte. Bedingt mit der Leistung zu tun hat es, wenn ihr ein neues Mainboard oder eine SSD einbaut. Allein auf ein neues Mainboard zu setzen, bringt bei der Leistung nichts, außer ihr wollt und könnt dann die vorhandene CPU übertakten, was aber nur bei relativ neuen Modellen sinnvoll sein kann.

Wichtig: Bei AMDs Sockel AM4 könnt ihr den Ryzen 7 5800X3D nicht übertakten. Bei Intel wiederum muss die CPU ein K-Suffix haben, etwa Core i5-11600KF, und man braucht ein Mainboard mit Z-Chipsatz.

Bei SSDs gibt es einen Vorteil bei den Ladezeiten, und in künftigen Open World-Games kann es passieren, dass es ohne SSD winzige Ruckler beim Nachladen von Inhalten gibt. Wir empfehlen euch dazu auch unser letztes SSD-Special. Last, but not Least: Arbeitsspeicher. Mehr RAM bringt nur selten einen Leistungsschub, außer man hat derzeit deutlich zu wenig RAM. Mehr zum Thema RAM findet ihr in unserem Special aus der Vorwoche.

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  3. Seite 3 PC-Aufrüsten: Mainboard wechseln
  4. Seite 4 PC-Aufrüsten: Aufrüst-Kits - Kosten und Preis-Leistung
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