Gaming-PC aufrüsten: Allgemeine Tipps und 72 Beispiel-Kit-Preise (Mainboard, CPU, RAM)

Special Antonio Funes
Gaming-PC aufrüsten: Allgemeine Tipps und 72 Beispiel-Kit-Preise (Mainboard, CPU, RAM)
Quelle: Scythe

Wir geben euch viele Tipps zum Aufrüsten mit einem Schwerpunkt auf Pakete bestehend aus CPU, Mainboard und RAM. Aber auch Grafikkarten sind mit dabei.

Wenn aktuelle Spiele trotz fehlerfreiem Windows selbst auf niedrigen Details in Full-HD nicht mehr flüssig laufen oder auch dann, wenn euer PC bei aktuellen Spielen lediglich in den von euch gewünschten Auflösungen und Einstellungen nicht mehr genügend FPS bietet, wird es dringend Zeit für neue Hardware. Dabei kann es sein, dass der Kauf eines neuen PCs die beste Entscheidung ist. Oftmals reicht es aber aus, die ein oder andere Komponente aufzurüsten. In unserem Special geht es daher um allgemeine Tipps, was ihr aufrüsten könnt und welche Anzeichen euch einen Hinweis darauf geben und welche Komponente(n) sinnvollerweise infrage kommen - muss dabei die CPU oder eher die Grafikkarte erneuert werden?

Wir bieten neben einer aktuellen Übersicht zu empfehlenswerten Grafikkarten zudem eine große Berechnung, was bestimmte Mainboard-RAM-Kombinationen zusammen mit 12 derzeit empfehlenswerten CPUs kosten. Insgesamt sind es 72 Kombinationen von 220 bis 1100 Euro, von einem Core i3 bis zur Top-CPU Ryzen 9 7950X3D. Wir schildern euch zudem auch auf einer ganzen Seite, wie man am besten ein altes Mainboard aus- und ein neues inklusive CPU und RAM einbaut.

CPU oder Grafikkarte tauschen?

Es ist in vielen Fällen nicht einfach herauszufinden, ob nun der Prozessor oder die Grafikkarte die Schwachstelle in einem PC ist. Prinzipiell aber gilt, dass moderne Games sowie auch die Ansprüche von Spielern, in höheren Auflösungen als Full-HD spielen zu wollen, eher die Grafikkarte fordern.

Denn Verbesserungen bei Spielen in den letzten 10 Jahren fanden vor allem bezüglich Grafik statt, die CPU-Anforderungen aber stiegen nur langsam, auch da Games im Kern für die Last-Gen-Konsolen funktionieren mussten. Sollte eure Grafikkarte älter als 3-4 Jahre alt und beim Kauf keine absolute High-End-Grafikkarte gewesen sein, steht die Chance gut, dass ein Grafikkarten-Tausch euren PC für aktuelle Spiele wieder fit macht.

Es kann aber durchaus bei CPUs ab einem Alter von etwa fünf Jahren oder mit weniger als 6 Kernen sein, dass die CPU der Grund für schwache FPS-Werte ist. Als Faustregel sollte eine CPU heutzutage 6 Kerne mit SMT haben. SMT bedeutet, dass die CPU pro Kern 2 Threads verwalten kann. Allerdings kann auch ein aktueller Core i3 mit nur 4 Kernen und SMT noch ausreichen.

Sapphire Nitro+ Radeon RX 6700 XT Quelle: PC Games Hardware Grafikkarten-Reihen wie die AMD Radeon RX 6700 XT machen für einen Preis ab 410 Euro viele PCs wieder für Full-HD und häufig auch WQHD fit. Klare CPU-Grenzen sind schwer festzumachen - aber wer keine stärkere CPU als einen Ryzen 5 1600X oder Intel Core i5-8600 hat, macht mit einer Aufrüstung auf mindestens einen modernen Ryzen 5 oder Intel Core i5 nichts verkehrt. Trotzdem kann es sein, dass eine neue Grafikkarte zum gleichen Preis den größeren Vorteil bringt oder aber trotz des CPU-Upgrades eine neue Grafikkarte nötig ist.

Im Extremfall könnten bei euch nämlich CPU und auch Grafikkarte aktuell einen Flaschenhals darstellen. Hierzu ein Beispiel: Eure CPU ist ein Ryzen 5 1600X und sorgt dafür, dass in einem brandneuen Multiplayer-Shooter - egal welche Grafikkarte ihr nutzt - bei etwa 40 FPS die Obergrenze ist.

Auf der anderen Seite habt ihr als Grafikkarte eine Nvidia GeForce GTX 1070, die ebenfalls in diesem Shooter bei 40 FPS ihre natürliche Grenze hat - hier müsst ihr dann in jedem Falle beides tauschen: CPU und Grafikkarte.

Beim Prozessor bedeutet ein Wechsel vor allem dann, wenn eure CPU wirklich die klare Schwachstelle ist, so gut wie immer auch einen Plattform-Tausch, also: ein neues Mainboard und oftmals auch neues RAM.

Es gibt nur wenige Ausnahmen, zum Beispiel wenn ihr zwar schon eine Sockel 1200-CPU habt, aber nur in Form eines Zweikern-Celeron, oder wenn euer vorhandener Sockel 1200-Core i3 für eure Ansprüche zu schwachbrüstig ist. Ebenso kann es bei einer alten Sockel-AM4-CPU von AMD sein, dass das Mainboard in der Lage ist, einen preisleistungs-starken Ryzen der 5000er-Serie zu betreiben. In diesen Fällen benötigt ihr einfach nur eine neue CPU, aber kein neues Mainboard und RAM.

  1. Seite 1 PC-Aufrüstung: CPU oder Grafikkarte aufrüsten?
  2. Seite 2 PC-Aufrüsten: Sockel AM5, Grafikkarten und weitere Optionen
  3. Seite 3 PC-Aufrüsten: Mainboard wechseln
  4. Seite 4 PC-Aufrüsten: Aufrüst-Kits - Kosten und Preis-Leistung
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