Gaming-PCs zusammenstellen: Einsteiger- und Mittelklasse-PC

Special Antonio Funes
Gaming-PCs zusammenstellen: Einsteiger- und Mittelklasse-PC
Quelle: PCGH

Der Spieleherbst 2024 bietet zahlreiche Blockbuster-Games - wir bieten euch daher 4 PC-Konfigurationen von 680 bis 2120 Euro inklusive einem weißen Build.

Einsteiger-PC für 680 Euro

CPU-seitig setzen wir beim 680 Euro teuren Einsteiger-PC auf einen AMD Ryzen 5 5600X. Mit 120 Euro ist er ein günstiger und trotzdem für Spiele als Unterbau ordentlicher Prozessor, und für den Sockel AM4 gibt es zahlreiche günstige Mainboards im Handel, am besten mit dem Chipsatz B550. Wir wählen das ASRock B550M Phantom Gaming 4, obwohl es für 90 Euro nicht das günstigste B550-Modell ist.

Es hat aber drei für uns wichtige Features: Mindestens einen PCIe x16-Slot (elektrisch), genug Anschlüsse für 4-Pin-Lüfter sowie mindestens zwei M.2-Slots für entsprechende SSD. Im ersten M.2-Slot setzen wir eine entsprechende SSD mit 1000 GB Speicherplatz ein. Der zusätzliche M.2-Slot gewährleistet, dass ihr später sehr einfach eine zweite M.2-SSD einbauen könnt, um den Speicherplatz des PCs zu vergrößern.

Für die Spiele-Power besonders wichtig ist die Grafikkarte, die wir dem Ryzen 5 5600 zur Seite stellen. Da es um einen Einsteiger-PC geht, wählen wir eine AMD Radeon RX 7600 für 260 Euro. Alternativ nehmt ihr eine Nvidia GeForce RTX 4060 für 280 Euro, die einen winzigen Tick schneller ist.

Gehäuse und Netzteil kosten jeweils 50 Euro und sind für ihren Preis eine ordentliche Wahl. Wir spendieren für eine leise CPU-Kühlung einen 20 Euro-Kühler. So sieht der PC am Ende insgesamt aus:

Komponente Unser Vorschlag  
Prozessor AMD Ryzen 5 5600X (6 Kerne, 12 Threads, bis 4,6 GHz) 120 Euro
CPU-Kühler Actic Freezer 7 X 20 Euro
Mainboard ASRock B550M Phantom Gaming 4 90 Euro
Arbeitsspeicher 16GB (2x8GB) G.Skill Aegis DDR4-3200, CL16 30 Euro
Grafikkarte Sapphire Pulse Radeon RX 7600 OC 260 Euro
SSD Crucial P3 SSD 1000GB, M.2 PCIe 3.0 60 Euro
Netzteil be quiet! System Power 10, 450 Watt 50 Euro
Gehäuse AeroCool Quantum V2 (Grafikkarten max 29,7cm) 50 Euro
Zusatzlüfter Keine - 3 Lüfter sind bereits beim Gehäuse vorhanden 0 Euro
  Gesamtpreis 680 Euro

Sparen könnt ihr, indem ihr den AMD Ryzen 5 5500 oder Intel Core i3-12100F (jeweils 80 Euro) als CPU nehmt. Vergleichbar zum Ryzen 5 5600X ist wiederum der Core i5-12400F für ebenfalls 120 Euro. Denkt bei den Intel-Prozessoren an ein passendes Mainboard (Sockel 1700, B760-Chipsatz, für DDR4-RAM geeignet - etwa 90 Euro).

Stärkere AMD-CPUs sind die Achtkern-Ryzen-Modelle 5700X oder 5800X für 140 und 160 Euro. Statt des separaten CPU-Kühlers könnt ihr bei den Boxed-Versionen der genannten CPUs den mitgelieferten Kühler verwenden. Legt ihr keinen Wert auf einen zweiten M.2-Slot, sind auch beim Mainboard 20 Euro Ersparnis drin.

Bei der Grafikkarte wäre der Griff zu einer AMD Radeon RX 6600 noch akzeptabel, die es ab 200 Euro gibt - ihr verliert damit aber 25 Prozent Spieleleistung. Nach oben hin wiederum könntet ihr für mehr Spieleleistung einer Nvidia GeForce RTX 4060 Ti (über 20 Prozent schneller, ab 360 Euro) nehmen. Noch einmal über 20 Prozent flotter ist die AMD Radeon RX 7700 XT (ab 410 Euro).

AeroCool Quantum V2 Quelle: AeroCool AeroCool Quantum V2

Mittelklasse-PC für 1220 Euro

Unser zweiter PC hat den für Spiele sehr starken Intel Core i5-14600KF als CPU, die Grafikkarte ist eine Nvidia GeForce RTX 4070. Beim RAM erhöhen wir auf 32 GB, die SSD bietet 2000 GB Platz.

Obwohl die CPU übertaktbar wäre, haben wir kein dafür geeignetes Mainboard ausgesucht - wer gerne übertaktet, gibt eher mindestens 50 bis 60 Euro mehr aus und nimmt ein Modell mit Z690- oder Z790-Chipsatz, dazu schnelleres RAM und einen hochwertigeren Kühler. Dies ist unser Mittelklasse-PC für 1220 Euro, zu dem wir einige Anpassungs-Ideen haben:

Komponente Unser Vorschlag Preis ab
Prozessor Intel Core i5-14600KF (14 Kerne, 20 Threads, bis 5,3 GHz) 220 Euro
CPU-Kühler Endorfy Fera 5 (155m hoch) 30 Euro
Mainboard Gigabyte B760 DS3H DDR4 120 Euro
Arbeitsspeicher 32GB (2x16GB) TeamGroup T-Force Vulcan Z, DDR4-3200, CL18 60 Euro
Grafikkarte Gainward GeForce RTX 4070 Ghost OC 550 Euro
SSD Lexar NQ710, 2000GB, M.2 PCIe 4.0 110 Euro
Netzteil MSI MAG A550BN, 550 Watt 60 Euro
Gehäuse Fractal Design Focus G (Grafikkarten bis 38cm) 60 Euro
Zusatzlüfter 1x Arctic P12 PWM PST, 120mm, bis 1800 rpm 10 Euro
  Gesamtpreis 1220 Euro

Bei der Grafikkarte gibt es zwei Vorschläge: Die AMD Radeon RX 7800 XT ist sogar etwas schneller und für nur 500 Euro zu haben - dafür hat die Nvidia-Grafikkarte die bessere Raytracing-Leistung und ist stromsparender.

Wer noch mehr sparen muss, kann auch die AMD Radeon RX 7700 XT für 400 Euro einbauen - spart man dann noch durch eine SSD mit nur 1000 GB Speicherplatz, einem etwas günstigeren Gehäuse und CPU-Kühler, kann man unter 1000 Euro landen. Nach oben hin gibt es vor allem bei der Grafikkarte dank der starken CPU keine Grenzen.

Den nächsten lohnenswerten Schritt macht man aber mit einer Nvidia GeForce RTX 4070 Super für 600 Euro, oder - falls ihr sie auch für um etwa 600 Euro bekommen könnt - die gleich schnelle AMD Radeon RX 7900 GRE. Um den Prozessor durch Übertakten zu pushen, haben wir euch ja schon vor der Tabelle einige Hinweise gegeben.

  1. Seite 1 Gaming-PCs zusammenstellen: Gehäuse, Mainboard, SSDs
  2. Seite 2 Gaming-PCs zusammenstellen: Grafikkarte, CPU und Hinweise zu unseren PCs
  3. Seite 3 Gaming-PCs zusammenstellen: Einsteiger- und Mittelklasse-PC
  4. Seite 4 Gaming-PCs zusammenstellen: Oberklasse in Weiß und Top-PC
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