Gaming-PCs zusammenstellen: Grafikkarte, CPU und Hinweise zu unseren PCs

Special Antonio Funes
Gaming-PCs zusammenstellen: Grafikkarte, CPU und Hinweise zu unseren PCs
Quelle: PCGH

Der Spieleherbst 2024 bietet zahlreiche Blockbuster-Games - wir bieten euch daher 4 PC-Konfigurationen von 680 bis 2120 Euro inklusive einem weißen Build.

Grafikkartenlänge

Beachtet unbedingt wegen der Grafikkartenlänge, dass das Gehäuse dabei genug Platz bietet. Die Info über die maximal zulässige Grafikkartenlänge steht in den technischen Daten des Gehäuses. Dabei müsst ihr wissen, dass manchmal ein Teil des Festplattenkäfigs ausgebaut werden muss, um die maximal mögliche Länge zu nutzen.

Dies ist aber kein Beinbruch, da der Wegfall von zwei oder drei Festplatten-Einbauplätzen in den seltensten Fällen stört, zumal SATA-SSDs, die auch woanders Platz finden oder man ohnehin M.2-SSDs verwendet, die direkt auf dem Mainboard verbaut werden.

Ein anderer Grund, warum ihr die maximal genannte Grafikkartenlänge nicht ausnutzen könnt, kann sein, dass ihr vorn im Gehäuse einen Radiator für eine Wasserkühlung platziert. Achtet daher auf solche Kleinigkeiten, die euch den Einbau der Wunschgrafikkarte vermiesen könnten.

Grafikkarte und CPU

Für die Gaming-Leistung ist die Grafikkarte besonders wichtig. Selbst mit einer aktuellen Budget-CPU wie dem Intel Core i3-12100F für 80 Euro kann 4K-Gaming bei hohen Details möglich sein, wenn man eine starke Grafikkarte als Partner im Boot hat. Langfristig macht es aber mehr Sinn, das Budget nicht allzu krass aufzuteilen.

Es ist nicht klug, von beispielsweise 800 Euro Budget satte 500 Euro in die CPU, aber nur 300 Euro für die Grafikkarte zu investieren. Ein kluger Mix ist wichtig, wobei ihr immer bedenken solltet, dass die Grafikkarte schneller und einfacher getauscht werden kann als die CPU. Im Zweifel nehmt eher die bessere CPU, die ihr dann langfristiger nutzt.

Ein grober Tipp ist die folgende Tabelle, in der wir für einige Prozessoren die aus unserer Sicht angemessenen Grafikkarten-Reihen nennen, und zwar jeweils die mindestens und maximal zu empfehlende Reihe von AMD und Nvidia:

Prozesssoren AMD Minimal AMD maximal Nvidia minimal Nvidia maximal
Core i3-12100F, Ryzen 5 5500 RX 6600 RX 7700 XT RTX 4060 RTX 4060 Ti
Core i5-12400F, Ryzen 5 5600 bis 5800X RX 7600 RX 7800 XT RTX 4060 Ti RTX 4070
Ryzen 7 5700X3D, Core i5-13600KF RX 7700 XT RX 7900 XT RTX 4070 RTX 4070 Ti Super
Ab Core i5-14600KF, Ryzen 7 9700X RX 7800 XT RX 7900 XTX RTX 4070 Super RTX 4080 Super

Ihr dürft freilich auch eine Budget-CPU mit einer High-End-Grafikkarte kombinieren oder der Top-CPU nur eine Einsteigergrafikkarte als Partner dazukaufen. Beides ist aber, wie zuvor erwähnt, keine besonders gute Idee. Eine Ausnahme ist folgende Situation: Nehmen wir an, ihr braucht dringend einen neuen PC, aber das Budget reicht nur für eine Top-CPU mit einer Einsteigergrafikkarte oder aber jeweils Mittelklasse bei CPU und Grafikkarte.

Gleichzeitig wisst ihr aber, dass ihr in ein paar Monaten weitere 400 Euro oder mehr zusammenhaben werdet. In dem Fall kauft ruhig die Top-CPU mit der Einsteigergrafikkarte und verkauft sie dann nach ein paar Monaten, um den Erlös plus das neu gesparte Geld für eine richtig starke Grafikkarte zu nutzen.

Die auf viele Jahre gesehen gute CPU-Basis ist somit bereits sicher, und müsst euch nur wenige Monate bei den Grafikeinstellungen zurückhalten. Denkt aber an ein ausreichend starkes Netzteil.

XFX Speedster SWFT 210 Radeon RX 7800 XT Core Edition Quelle: XFX Die AMD Radeon RX 7800 XT, hier ein Modell von XFX, ist günstiger und schneller als die Nvidia RTX 4070, braucht aber mehr Strom und fällt bei Raytracing zurück.

Hinweise zu unseren Konfigurationen

Wichtig für euch zu wissen ist, dass die Preisangaben auf Bestangeboten aus Preisvergleichen basieren, aber jeweils um einige Euro aufgerundet sind. Außerdem verstehen sich die Gesamtpreise ohne Windows-Lizenz. Der Kern der PCs ist jeweils der Mix aus CPU und Grafikkarte. Bei den restlichen Komponenten entscheiden wir uns bewusst für Bauteile, die für die Kombination jeweils angemessen erscheinen.

Für die Einsteiger-CPU und Grafikkarte nehmen wir also ein eher günstiges Gehäuse und Mainboard, dem Top-PC hingegen spendieren wir ein edleres Gehäuse, eine hochpreisige Kühlung und mehr Speicherplatz.

Selbst beim Top-PC ist aber Preis-Leistung wichtiger als Luxus. Ihr müsst ihr euch natürlich für eure Auswahl an Komponenten nicht eins zu eins an unsere Vorschläge halten, vor allem da ja auch Angebote wie am Black Friday anstehen können. Auch bei CPU oder Grafikkarte könnt ihr je nach Budget eine Leistungsklasse weiter oben oder unten zugreifen.

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  3. Seite 3 Gaming-PCs zusammenstellen: Einsteiger- und Mittelklasse-PC
  4. Seite 4 Gaming-PCs zusammenstellen: Oberklasse in Weiß und Top-PC
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