Wir erklären euch die Vor- und Nachteile der Monitor-Panelarten IPS, TN, VA und OLED. Außerdem gibt es weitere Wissenstipps und eine kleine Marktübersicht.
Bildformate, Diagonale, Auflösung und TV-Bildschirme
Prinzipiell sind Panels mit einem Bildformat von 16:9 der Standard, wie ihr es auch von TV-Geräten her kennt. Die Größe wird als Diagonale in Zoll angegeben - 27 Zoll sowie 2560x1440 Pixel als Auflösung sind eine gute Empfehlung bei einem normalen Schreibtisch-Setting.
24 Zoll solltet ihr nur bei argem Platzmangel nehmen, 32 Zoll wiederum nur dann, wenn ihr weit genug vom Bildschirm weg sitzt. Noch größere 16:9-Bildschirme sind eher dann sinnvoll, wenn ihr zum Beispiel vom Sofa aus spielt - hier bietet sich ein moderner OLED-TV mit Gaming-Modus und HDMI 2.1 an.
Solche TV-Geräte kosten mit Diagonalen von 48 oder 55 Zoll ab etwa 750 Euro. Sie bieten immer mindestens 4K respektive UHD als Auflösung, also 3840x2160 Pixel, was enorm viel Leistung benötigt, wenn ihr die Auflösung voll nutzen wollt. Das gilt natürlich auch für 4K-Monitore. Es gibt bei Monitoren außerdem zwei beliebte Breitbildformate, die allerdings nicht von jedem Spiel unterstützt werden: 21:9 und 32:9.
Damit kann sich euer Sichtfeld bei einem Shooter in der Breite erweitern, oder habt bei Strategie-Games einen größeren Kartenausschnitt in der Breite zur Verfügung. Für Breitbildformate hat sich vor allem 21:9 mit einer Auflösung von 3440x1440 Pixel durchgesetzt, für ein extrem breites Spielerlebnis gibt es 32:9 bei meistens 5120x1440 Pixeln und einer Monitor-Breite von etwa 110 Zentimetern.
Quelle: Philips
Philips Evnia 6000 34M2C6500, 21:9, UW-WQHD, OLED
Aber auch für die Breitbildformate gilt, dass sie relativ viel Leistung fressen können - die 3440x1440 Pixel beim 21:9-Format bedeuten ein Pixel-Plus von 34 Prozent im Vergleich zu WQHD und sogar fast 140 Prozent zu Full-HD. Die folgende Tabelle zeigt euch die wichtigsten Auflösungen und Bildformate mit einem Vergleich sowie das Pixel-Plus in Prozent im Vergleich zu Full-HD.
Hinzu kommt eine ungefähre Einschätzung dazu, wie viele FPS, also Bilder pro Sekunde, im Vergleich zu Full-HD noch übrig bleiben, und zwar unter der Annahme, dass es bei Full-HD noch 100 FPS sind. Die Werte für die Leistung sind aber nur eine sehr grobe Einschätzung - es hängt extrem vom Spiel und dem Detailmodus sowie auch der Hardware ab, wie der Leistungsverlust am Ende wirklich aussieht:
| Bezeichnung | Typische Diagonalen | Seitenverhältnis | Pixel Breite | Pixel Höhe | Pixelsumme etwa | Pixel-Plus | Leistung c.a. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Full-HD | 23,8 / 24 / 27 / 31,5 Zoll | 16:9 | 1920 | 1080 | 2,07 Mio | entfällt | 100 |
| UW-UXGA | 29 / 34 Zoll | 21:9 | 2560 | 1080 | 2,77 Mio | 33 Prozent | 85 |
| WQHD | 23,8 / 27 / 31,5 / 32 Zoll | 16:9 | 2560 | 1440 | 3,69 Mio | 78 Prozent | 75 |
| UW-WQHD | 34 / 40 Zoll | 21:9 | 3440 | 1440 | 4,95 Mio | 139 Prozent | 60 |
| Dual QHD | 44,5 / 49 Zoll | 31:9 | 5120 | 1440 | 7,37 Mio | 256 Prozent | 45 |
| UHD / 4K | 27 / 28 / 31,5 / 32 Zoll | 16:9 | 3840 | 2160 | 8,29 Mio | 300 Prozent | 40 |
Bildfrequenz, Sync und Marktübersicht
Zwei wichtige Gaming-Features sollte euer Wunschmonitor auch noch haben: Zum einen ist eine hohe potenzielle Bildfrequenz ab 120, besser ab 144 Hertz, hilfreich für ein flüssigeres Bild. Außerdem steigt die Chance, dass ihr ein gerade fertig berechnetes Bild sofort zu Gesicht bekommt. Das zweite Feature ist Adaptive Sync, dank dem sich euer Monitor an die FPS-Werte der Grafikkarte anpasst.
Diese Technik vermeidet Tearing, eine Art Riss im Bild bei seitlichen Kamerabewegungen, ohne dass ihr im Vergleich zur Software-Lösung V-Sync eventuelle FPS-Einbußen habt. Früher war es noch relevant, für Nvidia-GPUs auf G-Sync zu achten, das wiederum nicht mit AMD-Grafikkarten kompatibel ist.
Mittlerweile reicht es, wenn ein Monitor die Bezeichnung Adaptive Sync oder AMDs Freesync hat. Beides funktioniert fast immer auch mit Nvidia-Grafikkarten. An dieser Stelle fügen wir aus Layout-Gründen direkt unsere Marktübersichtstabelle mit 29 OLED-Monitoren ein - die Infos zur Marktübersicht und der Tabelle findet ihr weiter unten:
| Modell | Diagonale | Format | Auflösung | Bildfrequenz | Preis ab etwa |
|---|---|---|---|---|---|
| Gigabyte MO27Q2 | 27 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 490 Euro |
| AOC Agon AG276QZD2 | 26,7 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 500 Euro |
| Gigabyte Aorus FO27Q2 | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 540 Euro |
| Dell Alienware AW3223DWF (Curved) | 34,2 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 165 Hz | 580 Euro |
| LG UltraGear OLED 27GS95QE-B | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 580 Euro |
| Samsung Odyssey OLED G6 G61SD | 27 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 590 Euro |
| Philips Evnia 8000 27M2N8500 | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 360 Hz | 600 Euro |
| LG UltraGear OLED 27GS95QX-B | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 600 Euro |
| Acer Predator X27Ubmiipruzx | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 600 Euro |
| Samsung Odyssey OLED G6 G60SD | 27 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 360 Hz | 600 Euro |
| ViewSonic XG272-2K-OLED | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 600 Euro |
| Asus ROG Strix OLED XG27AQDMG | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 600 Euro |
| Gigabyte M034WQC (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 175 Hz | 630 Euro |
| Philips Evnia 6000 34M2C6500 (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 175 Hz | 630 Euro |
| AOC Agon AG346UCD (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 175 Hz | 645 Euro |
| Gigabyte Aorus FO27Q3 | 27 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 360 Hz | 660 Euro |
| Acer Predator X34Vbmiiphuzx (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 175 Hz | 680 Euro |
| Dell Alienware AW2725DF | 26,7 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 360 Hz | 680 Euro |
| LG UltraGear OLED 34GS95QE-B (Curved) | 33,9 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 240 Hz | 700 Euro |
| CoolerMaster GZ2711 | 27 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 700 Euro |
| Gigabyte M034WQC2 (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 240 Hz | 710 Euro |
| Philips Evnia 8000 34M2C8600 (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 175 Hz | 720 Euro |
| MSI MAG 271QPX QD-OLED | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 360 Hz | 750 Euro |
| Asus ROG Swift OLED PG27AQDM | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 750 Euro |
| MSI MAG 271QPXDE QD-OLED E2 | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 240 Hz | 770 Euro |
| Samsung Odyssey OLED G8 G85SD (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | 3440 x 1440 | 175 Hz | 770 Euro |
| MSI MAG 341CQP QD-OLED (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | UW-WQHD 3440 x 1440 | 175 Hz | 790 Euro |
| MSI MAG 341CQPDE QD-OLED (Curved) | 34 Zoll | 21:9 | 3440 x 1440 | 175 Hz | 790 Euro |
| Asus ROG Strix XG27ACDNG | 26,5 Zoll | 16:9 | WQHD 2560 x 1400 | 360 Hz | 800 Euro |
Die Marktübersicht zeigt euch nur einen kleinen Ausschnitt aus dem aktuellen Monitormarkt - allein bei OLED-Monitoren mit WQHD und 4K in 26,5 oder 27 Zoll sowie im 21:9-Format und 3440x1440 Pixeln gibt es über 90 Modelle, die auch noch mindestens 144 Hertz sowie Adaptive Sync bieten - wir haben alle derzeit lieferbaren OLED-Modelle mit einer Preisgrenze von 800 Euro in die Tabelle aufgenommen, auf die diese Features zutreffen. Mit IPS, TN und VA-Panel findet ihr zum Beispiel beim Preisvergleich der PC Games Hardware weit über 700 weitere Modelle ab 24 Zoll.
