Monitore: OLED it be? OLED-Panels für Gaming
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Welche Monitore sind die besten für Gamer und was kosten sie? Einen Monitor sollte man in Ruhe auswählen, da man ihn viele Jahre nutzt - doch was sollte man beachten? Wir klären auf über Themen wie Panel-Typen und OLED, geben aber auch Tipps zu Fragen wie der Größe, Auflösung, dem Seitenverhältnis und Gaming-Features. Außerdem haben wir eine Marktübersicht mit 60 Monitoren ab 27 Zoll vorbereitet.
OLED it be? OLED als Gaming-Monitor
Im TV-Bereich gilt OLED als das Non-Plus-Ultra. Was ist der Vorteil? Bei klasischen Display-Typen gibt es hinter der Pixelschicht eine Beleuchtung, die von hinten nach vorne strahlt. Die Pixel bestehen aus Kristallen in verschiedenen Farben, die durch Spannungsänderung ihre Ausrichtung ändern und somit mehr oder weniger Hintergrundlicht passieren lassen. Durch den passenden Mix erhält ein Pixel dann die gewünschte Farbe. Der Nachteil der Technik: Das Hintergrundlicht kann dazu führen, dass bei dunklen Bildern am Rand hellere Stellen zu erkennen sind, teilweise kann es auch helle Wölkchen mitten im Bild geben. Außerdem wirkt die Farbe Schwarz nie zu 100 Prozent tiefschwarz, da selbst bei quasi "geschlossenen" Pixeln, die schwarz darstellen sollen, ein klein wenig Restlicht den Weg zum Auge des Betrachters schafft. Manche Panel verringern den negativen Effekt, indem sie die Beleuchtung aufteilen, so dass mehrere, einzeln abschaltbare Display-Bereiche für ein "echtes" Schwarz entstehen.
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Bei OLED-Displays leuchtet hingegen jedes einzelne Pixel selbstständig - es gibt keine Hintergrundbeleuchtung. Somit sind Helligkeitsunterschiede oder gar Wölkchenbildung kein Thema, und wenn das Bildsignal an bestimmten Stellen die Farbe Schwarz verlangt, wird diese auch geboten, da die entsprechenden Pixel dann nicht mehr leuchten. Wegen der fehlenden Hintergrundbeleuchtung bleiben diese Pixel dann auch Schwarz. Insgesamt verspricht OLED ein besonders brillantes und kontrastreiches Bild. Doch die OLED-Technik ist deutlich teurer als die klassischen Panel-Typen mit Hintergrundbeleuchtung - bei PC-Monitoren ist OLED daher bisher noch gar nicht vertreten, der PC Games Hardware-Preisvergleich listet zwei Modelle, die aber nicht lieferbar sind und über 3000 Euro kosten. Möglicherweise sehen die Hersteller bisher bei PC-Anwendern keinen Bedarf, da die meisten Nutzer nur ein wenig im Netz surfen, Musik hören, ein paar Videos ansehen und Office-Anwendungen verwenden, wofür sie aber dann nicht viel Geld beim Monitor ausgeben wollen.
Quelle: LG Electronics
LG Electronics ist führend bei der OLED-Technik. Der LG OLED48A19LA ist für etwa 1100 bis 1200 Euro in 48 Zoll eher der Einstieg.
Monitore für über 200 bis 300 Euro sind für viele Nutzer erfahrungsgemäß völlig außerhalb jeder Diskussion. Für den Fernseher geben Konsumenten aber viel eher auch eine Menge Geld aus. Dies könnte der Grund sein, warum die Hersteller sehr wenig auf OLED setzen, was PC-Monitore angeht, sondern nur um TV-Sektor unterwegs sind, wo sie in Sachen Gaming ja zumindest Konsolenspieler erreichen und auch für Sofa-PC-Gamer attraktiv sein können.
Wer beim PC-Gaming auf OLED setzen will, muss sich also derzeit so oder so bei TV-Geräten umschauen - hier geht es erst ab 48 Zoll Diagonale los, preislich ab etwa 1000 Euro. Für Gaming sind diese Geräte in der Regel sehr gut geeignet, so gut wie alle Modelle sind auch für Spielekonsolen, also auch Gaming allgemein optimiert. Für PC-Gamer gibt es aber bei OLED auch noch Problem, welches das Erlebnis trüben könnte und selbst dann, wenn man den Platz und das Geld für einen OLED-TV hat, zur Frage führt: OLED it be? Also: OLED kaufen oder es sein lassen? Denn bei einem OLED-Display kann sich ein Bild oder Teile davon "einbrennen".
Es ist strenggenommen kein echtes Einbrennen, sondern ein Phänomen, dass nur so wirkt wie ein Einbrennen. Dies kann passieren, wenn bestimmte Pixel bei einem OLED-Panel viele Stunden lang über Wochen und Monate immer wieder die gleiche Farbe anzeigen. Ein Beispiel wäre ein Sender-Logo, wenn man jeden Tag stundenlang immer denselben TV-Kanal ansieht, oder im Falle eines PCs: Wer viele Stunden am Tag immer wieder denselben Shooter spielt, der hat möglicherweise irgendwann auch außerhalb des Shooters schemenhaft das Fadenkreuz und HUD-Elemente im Bild.
Diese Problematik ist aber immer weiter eingedämmt worden, so dass man sich darüber nur wenig Sorgen machen muss, vor allem wenn das Panel nicht exzessiv etwas über Wochen und Monate jeden Tag stundenlang identische Bildteile anzeigen muss, ohne zwischendurch durch andere Bilder entlastet zu werden. Vor allem OLED-Fernseher bieten zudem eine Funktion, bei der das Bild schleichend um wenige Pixel verschoben wird, so dass die Pixel, die ansonsten dauerhaft die gleiche Farbe anzeigen, geschont werden. Ebenso gibt es Wartungsfunktionen, die wie eine Art Bereinigung funktionieren.
Diese Funktion macht einen Einbrenneffekt zusätzlich unwahrscheinlicher. Trotzdem finden sich auf zahlreichen Websites von Fachmagazinen Hinweise, dass jemand, der vielleicht wirklich jeden Tag mehr als vier bis fünf Stunden über viele Monate hinweg immer dasselbe Game betreibt, einen Einbrenneffekt erleben kann. Nicht verwechseln sollte man dieses Problem mit einem Nachleuchten - letzteres kann vorkommen, wenn man längere Zeit den gleichen TV-Sender einschaltet oder ein Spiel mit bestimmten Interface-Elementen gespielt hat und dann den Bildinhalt komplett wechselt. Dabei kann für kurze Zeit noch schemenhaft etwas vom alten Bild zu erkennen sein.
