Monitore: Pixel brauchen Power
Special
Welche Monitore sind die besten für Gamer und was kosten sie? Einen Monitor sollte man in Ruhe auswählen, da man ihn viele Jahre nutzt - doch was sollte man beachten? Wir klären auf über Themen wie Panel-Typen und OLED, geben aber auch Tipps zu Fragen wie der Größe, Auflösung, dem Seitenverhältnis und Gaming-Features. Außerdem haben wir eine Marktübersicht mit 60 Monitoren ab 27 Zoll vorbereitet.
Pixel brauchen Power
In unserem Special aus der Vorwoche findet ihr einiges rund zum Thema Grafik-Tuning bei Spielen. Unter anderem ging es dabei auch um die Auswirkung der Auflösung auf die FPS-Werte, also die Bilder pro Sekunde, die man als Endergebnis zu Gesicht bekommt. Dabei gilt: Sind die Grundeinstellungen beim Spiel, was die Details angeht, identisch, dann hat man am Ende weniger FPS zur Verfügung, wenn man die Auflösung erhöht. Denn je mehr Pixel ein PC bei der Berechnung von 3D-Gaming-Grafik zu stemmen hat, desto mehr Leistung wird benötigt, um noch ein flüssiges Spielen zu ermöglichen.
In diesem Artikel
Eine Ausnahme gibt es nur dann, wenn der Prozessor der Grund für eine FPS-Begrenzung ist.
Quelle: Gigabyte
Gigabyte M28U mit 4K
Nehmen wir an, dass eine Grafikkarte ein bestimmtes Spiel in Full-HD mit 120 FPS darstellen könnte und in WHQD noch 90 FPS schafft. Falls nun aber die CPU maximal 80 FPS liefert, wird man in Full-HD und WQHD jeweils auch nur 80 FPS haben - ein Erhöhen der Auflösung hat in diesem Beispiel also keinen Nachteil. Je niedriger die FPS-Werte aber schon bei Full-HD sind, desto eher nehmen die Werte noch weiter ab, wenn man mit einer höheren Auflösung spielt. Daher sollte man auch beim Monitorkauf die Auflösung unbedingt beachten.
Es ergibt wenig Sinn, sich einen teuren 4K-Monitor zu kaufen, wenn man nur eine Grafikkarte wie die Nvidia GeForce RTX 2060 oder AMD Radeon RX 5700 XT besitzt. Ebenso muss man auch bei der Breite des Monitors aufpassen, dass die Gesamtpixelzahl nicht zu deutlich weniger FPS führt als man es mit dem aktuellen Monitor noch gewohnt ist. Die folgende Tabelle zeigt euch gängige Auflösungen für Gaming-Monitore sowie auch die Gesamtzahl an Pixeln - ganz recht steht noch, wie viel Prozent mehr Pixel es jeweils im Vergleich zu Full-HD sind:
| Bezeichnung | Seitenverh. | Pixel (B) | Pixel (H) | Pixelsumme | Pixel-Plus vs. FHD |
|---|---|---|---|---|---|
| Full-HD | 16 zu 9 | 1920 | 1080 | 2073600 | entfällt |
| WQHD | 16 zu 9 | 2560 | 1440 | 3686400 | 78 Prozent |
| UW-WQHD | 21 zu 9 | 3440 | 1440 | 4953600 | 139 Prozent |
| QHD+ | 24 zu 10 | 3840 | 1600 | 6144000 | 196 Prozent |
| Dual QHD | 32 zu 9 | 5120 | 1440 | 7372800 | 256 Prozent |
| UHD / 4K | 16 zu 9 | 3840 | 2160 | 8294400 | 300 Prozent |
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der Leistungsverlust nicht linear zur Auflösung geschieht, sondern moderater verläuft. Man verliert also nicht die Hälfte an Leistung, wenn sich die Pixelzahl verdoppelt.
Da ja neben der Grafik auch andere Dinge die FPS beeinflussen, ist der Effekt durch die höhere Auflösung deutlich schwächer. Man kann grob sagen, dass es bei WHQD noch immer um die 70 bis 75 Prozent der FPS sind, die man bei ansonsten gleichen Einstellungen bei Full-HD hat. Bei 4K sind es 35 bis 45 Prozent, die übrig bleiben im Vergleich zu Full-HD. Andere Auflösungen liegen entsprechend zwischen diesen Werten. Wäre es ein linearer Verlust, hätte man bei 4K nur noch ein Viertel (25 Prozent) der FPS übrig im Vergleich zu Full-HD, denn 4K hat viermal mehr Pixel als Full-HD. Ganz allgemein hängt es aber sehr vom Spiel ab - in manchen Games bleiben nur gut 30 Prozent der FPS übrig, wenn man statt in Full-HD in 4K spielt, bei anderen Games sind es vielleicht sogar mehr als 60 Prozent Rest-FPS.
