Der Core 2 Duo Speicherwegweiser

Special Michael Galuschka

Wie schnell kann, darf, soll oder muss Hauptspeicher für den Core 2 Duo sein? Wir haben alle handelsüblichen Konfigurationen durchgetestet und sagen Ihnen, welcher Speicher es für welchen Prozessor sein sollte.

Die Testergebnisse


Zeit also, der Frage auf den Grund zu gehen: Lohnt sich teuerer Speicher wirklich bzw. welche Sorte ist für ein Core 2 Duo-System ideal? Zuerst standen für die Beantwortung der Frage reine Speicherbenchmarks auf dem Programm, um die »Rohleistung« zu ermitteln. Sprich: Die restlichen Komponenten haben auf die Ergebnisse nur begrenzt Einfluss. Am ehesten sind das noch der Mainboard-Chipsatz und vor allem der Speichercontroller. Die Resultate zeigen also erst mal nur, wie groß das zusätzliche Leistungspotenzial der schnelleren Riegel grundsätzlich ist.

Hohe Berge


Das Testsystem ist ein Rechner mit einem Core 2 Extreme X6800EE, dem Asus-Mainboard P5N32-SLI SE Deluxe (nForce 4 SLI X16), einer Geforce 7900 GTX sowie den 2 GB Highend-RAM von Geil (siehe Kasten). Als Benchmark-Programm verwendeten wir Everest Ultimate Edition 3.01 von Lavalys. Damit erhält man nachvollziehbare und vor allem sehr stabile, gleichmäßige Ergebnisse. Ingesamt kann Everest vier Werte ausgeben: Lesedurchsatz, Schreibdurchsatz, Kopieren (eine Kombination aus Lesen und Schreiben) sowie die Latency. Damit ist die Gesamtverzögerung beim Speicherzugriff gemeint, deren wichtigster Einzelbestandteil wiederum die bereits weiter oben beschriebene CAS Latency ist.

Schneller Leser, kleine Schreibschwäche


Der Core 2 Duo Speicherwegweiser Die Werte für den Schreibzugriff bleiben bei unseren Messungen komplett konstant. Hier ist der durch den vorgegebenen Takt des Front Side Bus bestimmte Datendurchsatz des Gesamtsystems der begrenzende Faktor. Die Leseleistungen veränderten sich hingegen stark, die Ergebnisse für das Kopieren als Kombination aus Lesen und Schreiben variierten dementsprechend abgeschwächt. Hier die Ergebnisse für das Kopieren in Tabellenform -- angegeben sind auch hier wieder Indexwerte. Sie zeigen, wie gut die Leistung der jeweiligen Konfiguration in Relation zum Ausgangspunkt (533 MHz, CL5) ist.

800 MHz reichen


Auch wenn bei den Ergebnissen gewisse Einflüsse zu berücksichtigen sind -- etwa die Wahl des Mainboards -- so zeigen sich doch einige interessante Tendenzen. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Speichertakt wichtiger ist als der CL-Wert. Selbst der »langsamste« DDR2/800-Speicher ist schneller, als wenn ein 667-MHz-Modul mit CL3 läuft. Je niedriger die Taktung, desto größeren Einfluss hat der CL-Wert dabei. Die von Everest ausgegebenen Gesamt-Latency-Werte verhalten sich in etwa ähnlich wie die hier aufgeführten Ergebnisse für das kombinierte Lesen/Schreiben, brauchen also nicht noch mal extra aufgeführt zu werden.

Die wohl wichtigste Frage: Lohnt sich DDR2/800-Speicher? Sie lässt sich eingeschränkt mit »ja« beantworten. Der Performance-Unterschied zu DDR2/667 ist merklich, der Aufpreis allerdings mindestens in gleichem Maße. Mehr als Timings von 5-5-5-15 braucht es allerdings nicht. Die Frage, ob es mehr als 800 MHz sein müssen, lässt sich für ein nicht übertaktetes System hingegen mit einem eindeutigen Nein beantworten.

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