Hardwarepreise: Nvidia-Grafikkarten und M.2-SSDs
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Die Corona-Pandemie hat inzwischen große Teile der Welt im Griff - im Januar sorgte das Virus für Produktionsausfälle in China und anderen asiatischen Staaten, und manch einer befürchtete damals abseits der gesundheitlichen Aspekte auch höhere Hardwarepreise. Wir haben uns Grafikkarten, CPUs, RAM und SSD angesehen und prüfen, ob es bereits einen Preis-Effekt gibt.
Nvidia GeForce RTX 2060s, 2070s und 2080s
Betrachten wir nun die Super-Varianten der RTX-Modellreihen von Nvidia, also die GeForce RTX 2060 Super, 2070 Super und 2080 Super. Die drei Grafikkartenserien bieten zahlreiche Custom-Modelle ab (in aufsteigender Reihenfolge) etwa 400, 500 und 700 Euro. Bei der günstigsten Reihe, der GeForce RTX 2060 Super, hatten wir bei den 10 beliebtesten Varianten im Januar einen Durchschnittspreis von 415 Euro - heute sind es 423 Euro, also ein minimaler Anstieg. Einige Modelle wurden günstiger, manche teurer, wobei die MSI GeForce Ventus GP OC mit über 10 Prozent klar hervorsticht. Dieser Wert entspricht nämlich 40 Euro Unterschied. Bei den anderen Modellen sind es bis zu 17 Euro Aufpreis beziehungsweise bis zu 13 Euro Nachlass.
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Auch bei der GeForce RTX 2070 Super gibt es einen kleinen Anstieg, nämlich über die 10 betrachteten Modelle knappe 1,9 Prozent, was 10 Euro entspricht. Zwei Varianten sind seit Januar um 20 und 26 Euro teurer geworden (etwa 4 bis 5 Prozent), der Rest liegt bei 0 bis etwa 2,3 Prozent (bis zu 13 Euro).
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Aorus RX 5700 XT
Günstiger wurde allerdings keines der 10 Custom-Modelle seit Januar - im Vergleich zum November sieht es ein wenig anders aus, da vier Varianten günstiger geworden sind, obgleich es nur wenige Euro Unterschied sind. Zu den 10 GeForce RTX 2080 Super-Modellen kann man sagen, dass es hier zwar zwei Preisanstiege von 30 Euro gibt, aber auch drei Preissenkungen von 9 bis 20 Euro. Hinzu kommt, dass diese Werte angesichts der Preise dieser Grafikkarten-Reihe prozentual gesehen eher gering sind: Der größte Anstieg von 30 Euro bei einer der Custom-Grafikkarten (der Asus ROG Strix GeForce RTX 2080 Super OC) bedeutet am Ende nur etwas mehr als 3,6 Prozent Aufpreis. Im Durchschnitt sind die RTX 2080 Super-Modelle fast preisstabil gewesen, denn der Durchschnittspreis liegt aktuell bei 788 Euro - im Januar waren es 783 Euro. Dies sind weniger als ein Prozent Unterschied. Insgesamt sehen wir bei Nvidia betreffende die RTX-Super-Grafikkarten also einen minimalen Preisanstieg seit Januar.
M.2-SSDs
Wir kommen nun zu SSDs, wobei uns insbesondere die M.2-SSDs interessieren, die ja auf jedem halbwegs aktuellen Mainboard einzubauen sind und mittlerweile auch im Vergleich zu 2,5-Zoll-SSDs gut bezahlbar und daher sehr gefragt sind. Bis vor ein bis zwei Jahren war der Abstand zwischen den beiden Bauweisen nämlich recht hoch. Der Vorteil bei M.2 ist die Baugröße (ein Modul ähnlich groß wie ein RAM-Riegel) sowie die Tatsache, dass deutlichere höhere Geschwindigkeiten als bei SATA (600 MB/s) erreicht werden können. Wir setzen daher noch als Eigenschaft fest, dass wir nur M.2-SSDs betrachten, die mindestens 2000 MB/s beim Lesen und 1500 MB/s beim Schreiben erreichen. Die 10 beliebtesten M.2-SSDs mit 480 bis 512 Gigabyte Speicherplatz, auf die dies zutrifft, kosteten im Januar im Durchschnitt knappe 93 Euro. Heute sind es 103,40 Euro, ein Plus von 11,4 Prozent.
Quelle: Samsung
Samsung 970 EVO M.2-SSD
Dies ist ein nennenswerter Anstieg, der durchaus damit zu tun haben könnte, dass wegen der Corona-Krise Speicherchips etwas knapper geworden sind. Es kann aber freilich auch andere Gründe haben. Ein großer Anstieg ist dabei vor allem bei drei SSDs zu sehen, die vorher besonders günstig waren: Sie kosteten etwa 70 Euro und liegen nun eher bei 90 Euro - ein Plus von gut 25 Prozent. Auch die Samsung SSD 970 Pro hat um 26 Prozent zugelegt. Sie war aber schon zuvor vergleichsweise teuer, da sie eine für Unternehmen wichtige lange Lebenszeit verspricht, und kostet nun 169 statt 134 Euro. Die restlichen SSDs sind wiederum um maximal fünf Prozent teurer geworden. Günstiger als im Januar ist aber kein einziges Modell aus der 500GB-Klasse.
Wie sieht es bei den M.2-SSD mit doppelt so viel Speicherplatz aus? Auch hier gibt es einen Anstieg, allerdings um nur knappe sechs Prozent. Drei der 10 SSDs sind sogar günstiger geworden, auch wenn es nur Beträge von unter 10 Euro sind, die man sich einspart. Vier der SSD sind zwischen 10 und 17 Prozent teurer geworden, was jeweils etwa 20 Euro ausmacht - der Durchschnittspreis aller 10 SSDs stieg von 159 auf beinahe 169 Euro. Von einem Preisanstieg sind also (bezogen auf die Kapazität) die kleineren SSD mehr betroffen als die größeren Modelle - möglicherweise liegt dies daran, dass relativ viele Nutzer keine 100 Euro für ein Laufwerk ausgeben wollen und daher die Nachfrage nach Modellen mit 480 bis 512 Gigabyte, was ja selbst bei einem Spiele-PC für Windows und einige Games völlig ausreicht, größer ist. Auch M.2-SSD in Notebooks, die von den Herstellern ab Werk eingebaut werden, könnten ein Faktor sein, da dort viele Einsteiger-Modelle nicht unbedingt direkt eine SSD mit 960 oder mehr Gigabyte Speicherplatz spendiert bekommen.
